Auch wenn sie nicht mehr so häufig zu finden sind wie in den Anfangsjahren des Web: Verzeichnislistings sind nicht zwangsläufig ein Zeichen vom Unvermögen eines Webmasters. Moderne Webserver wie Apache stellen ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten bereit, um Verzeichnislistings attraktiv zu gestalten. Im Browser erscheint ein Verzeichnislisting dann, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Das Verzeichnis muss sich innerhalb der Document Root befinden, also unterhalb des Startverzeichnisses für Webdokumente innerhalb einer Domain oder Subdomain.
- Das Verzeichnis darf keine in der Konfiguration des Webservers enthaltene Default-Datei enthalten (typische Dateinamen für Default-Dateien sind index.htm, index.html, index.php, default.htm, default.html usw.).
- In der Konfiguration des Webservers muss das Verzeichnis für Listings freigegeben sein. Andernfalls erhalten Anwender beim Aufruf eines Verzeichnisses, das keine Datei mit einem der konfigurierten Default-Dateinamen enthält, eine HTTP-Fehlermeldung.
Wenn dem Anwender eine ganze Reihe von Dateien angeboten werden sollen, ist es manchmal sinnvoller, einen Link auf ein über die Webserverkonfiguration gestaltetes Verzeichnislisting zu setzen, als zusätzlich zu den Dateien selbst immer noch eine Webseite mit Links zu diesen Dateien mitzupflegen. Ein Beispiel:
http://strille.net/works/
Wenn Sie einen Link auf ein solches Verweisziel setzen wollen, ist es hilfreich, wenn Sie den Verweis als Mikroformat typisieren:
<a href="http://strille.net/works/" rel="directory"> Flash project works on strille.net</a>
Durch rel="directory" kennzeichnen Sie das Verweisziel als Verzeichnis.