Seit jeher gibt es ein Meta-Tag in HTML, das Suchmaschinen-Robots anweist, Links auf der entsprechenden Seite nicht weiter zu folgen. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn es sich um lauter Links zu Seiten handelt, die ein Login erfordern, oder um Links zu eher privaten Seiten, von denen der Anbieter nicht unbedingt wünscht, dass deren Inhalt weltweit auffindbar ist.
Es gibt jedoch auch ein Mikroformat, das die Nofollow-Funktion auf einzelne Hyperlinks im Dokument überträgt. Damit muss ein Autor sich nicht mehr für eine seitenweise Lösung entscheiden.
Das Nofollow-Mikroformat ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Mikroformate tatsächlich auf breiter Front ernstgenommen und eingesetzt werden. Zwei Fakten haben einen wilden Streit um dieses unscheinbare Elementar-Mikroformat entfacht: zum einen wird es bereits seit geraumer Zeit von Google interpretiert. Das heißt, die Robots der weltweit führenden Suchmaschine folgen keinen Links mehr, die diese Auszeichnung enthalten. Zum anderen hat Wikipedia seine Software-Installation so konfiguriert, dass alle Links zu externen Seiten, die in Wikipedia gesetzt werden, mit diesem Mikroformat ausgezeichnet werden. Wikipedia will damit unter anderem unlautere Versuche, sich durch Verlinkung bei Wikipedia bei Google einen höheren Page-Rank zu erschleichen, verhindern. Doch auf http://www.nonofollow.net/ wird argumentativ Widerstand organisiert.
Lassen wir das Für und Wider an dieser Stelle außen vor. Das Format selbst lautet (Beispiel):
<a href="http://de.wikipedia.org/" rel="nofollow">Wikipedia</a>
Durch rel="nofollow" weisen Sie Suchmaschinen-Robots an, dem Link nicht zu folgen.