So ein 25-Stunden-Tag
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Habt ihr denn auch schön die Lichter ausgelassen an den langen Sommerabenden?
So ein 25-Stunden-Tag
StefanMStefanM 1256507223|%e %b %Y, %H:%M %Z|agohover

Hallo,

also ich muss einfach mal Dampf ablassen über diese bescheuerte Sommerzeit. Früher hat mich die eigentlich nicht so sehr gestört. Die eine künstliche Jetlag-Stunde zweimal im Jahr hat man locker weggesteckt. Seit ich jedoch kleine Kinder habe, die ihrem Biorhythmus gehorchen und mit so abstrakten Regelungen noch nichts anfangen können, nervt mich dieses Theater mit der Zeitumstellung. Die ursprüngliche Hoffnung, dass nämlich an den verlängerten Sommerarbenden weniger Licht und somit weniger Strom verbraucht werde, ist so weit mir bekannt auch nicht in Erfüllung gegangen. Statt dem Licht läuft dann eben der Ventilator länger, und den meisten Strom verbrauchen ohnehin andere Quellen. Ich glaube es geht vielen Leuten so, dass sie längst kein Verständnis mehr für das Zeitumstellungsgedöns haben. Aber der Leidensdruck, den das erzeugt, ist einfach nicht groß genug, um dafür auf die Straße zu gehen. Außerdem hat man ja so immerhin an zwei Montagen im Jahr was zu erzählen (einmal, weil man sich verspätet hat, und einmal, weil man zu früh vor der Tür stand).

So, und wo ist jetzt der Bogen zu den hier behandelten Themenbereichen? Nun ja, eigentlich gibt es keinen. Man kann die Sache natürlich programmiertechnisch betrachten, oder man könnte auf http://www.zeitumstellung.de/ hinweisen, wo man unter anderem erfährt: „Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte jeder Ort seine eigene Zeit, die sich am Stand der Sonne orientierte. Selbst innerhalb des deutschsprachigen Gebiets gab es Zeitunterschiede. In Bayern richtete man sich nach der "Münchener Ortszeit", in Preußen nach der "Berliner Zeit" – und war damit den Bayern um sieben Minuten voraus. Aber mit dem Ausbau des europaweiten Eisenbahnnetzes wurde eine einheitliche Zeit immer wichtiger.“.

Die Vereinheitlichung besteht heute darin, dass ganz Europa im gleichen Takt Ende März eine Stunde vorhupst und Ende Oktober eine zurück. Aber muss das sein, dieses Rumgehupse? Können wir uns nicht mal wie erwachsene Leute benehmen? Oder ist es immer noch so, dass die Rüstungsindustrie die längere Sonnenscheindauer am Abend braucht, um mehr Kanonen fürs Vaterland produzieren zu können?

viele Grüße
Stefan Münz

unfold So ein 25-Stunden-Tag by StefanMStefanM, 1256507223|%e %b %Y, %H:%M %Z|agohover
Re: So ein 25-Stunden-Tag
ClaudiaBerlinClaudiaBerlin 1256632775|%e %b %Y, %H:%M %Z|agohover

Also ich mag die Zeitumstellung zweimal im Jahr ganz gern. Zum einen ist es eine ALLE betreffende Angelegenheit, die auch von niemandem ignoriert werden kann, eine Art Startsignal fürs Sommer- bzw. Winterhalbjahr. Schöner wär natürlich ein Fest, aber bei den vielen Festen allüberall wär das nicht dasselbe. (Und wer feiert schon gern den kommenden Winter?)
Die Umstellung im Frühjahr finde ich sinnvoll, da sie ja wirklich die Tageshelligkeit besser nutzt - und im Herbst bringt die Umstellung das Gefühl, eine Stunde "gewonnen" zu haben. Ich erhalte mir das, indem ich nicht alle Uhren gleich umstelle - unvernünftig, ja, aber ich mags! :-)

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Re: So ein 25-Stunden-Tag
StefanMStefanM 1256736422|%e %b %Y, %H:%M %Z|agohover

Hallo Claudia,

von der Warte der festlichen Einstimmung auf eine oder zwei vor einem liegende Jahreszeiten habe ich es zugegebenermaßen noch nicht betrachtet ;-)

Aber könnte man es nicht wenigstens andersrum machen? Ich meine, im Winter wirds eh so früh dunkel, da wäre es doch schön, wenn es wenigstens eine Stunde länger hell wäre, bis 18 Uhr etwa. Dagegen würde es mich überhaupt nicht stören, wenn es im Juni um 21 Uhr dunkel ist statt um 22 Uhr oder noch später. Lichter im Biergarten sehen schließlich auch nett aus. So wie es jetzt geregelt ist, wird der Unterschied zwischen Sommer und Winter durch die Sommerzeitregelung noch zusätzlich betont, obwohl er in unseren Breiten doch eh schon sehr ausgeprägt ist.

viele Grüße
Stefan, der immer alles anders machen will als es ist *g*

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