Und du findest sogar noch die Muße, die innere Sammlung, die einen solchen Artikel gebiert - Glückwunsch!
Ich fühl mich wahrlich nicht als "Nerd" und verweigere mich immer schon hartnäckig den kleinen Fensterchen mit irgendwelchen Meldungen als Dauereinrichtung auf meinem PC. Mein Mitmachen ist noch immer bewusstes EINTAUCHEN in diese Streams, was mir am besten gelingt, wenn ich eigendynamisch eine Website ansurfe: das Twitter-Home ist quasi ein Ort in der Ortlosigkeit - und ich hasse es, wenn diese "Orts-Anmutung" verschwinden will!
Dennoch: deinen Artikel hatte ich noch nicht zur Hälfte gelesen, da hatte ich Titel und Link schon zusammen mit einem Zitat an MENTO geschickt. Und wenig später lese ich deine Worte von den "drehenden Tellern" auf Twitter, Facebook, FriendFeed und Posterous, die man am rotieren halten muss…
…na aber hallo, Posteros kannte ich ja noch gar nicht! Offenbar gehöre ich nicht zu den gut Informierten in Sache Echtzeitweb/neue Dienste. Klick - und schon bin ich weg auf einer kleinen Erkundungstour bei Posterous: immerhin, die haben glatt noch das nervige "Anlegen eines Accounts" eingespart .. ich staune.. na super, sogar richtig zukunftsweisend!!
Ach ja, wo war ich noch grad? Webkompetenz, Stefan schrieb zum Problem, die Teller am Kreisen zu halten… alles klar! Da schau' ich doch gleich mal auf meine Friendfeed-Seite, ob der Link schon angekommen ist. Mittlerweile hab' ich sogar noch ein besseres Zitat im Artikel gefunden, wenn ich wollte, könnte ich MENTO updaten. Dafür nutze ich so ein Browser-Plugin, denn wenn ein Fenster NUR auf mein Kommando aufpringt (und nicht DAUERND da ist!), bin ich gar nicht soooo abgeneigt, sowas zu nutzen. :-)
Nö, noch kein Eintrag! Friendfeed BREMST das Echtzeit-Web, das ist mir schon öfter aufgefallen. Vermutlich haben sie nicht genug Geld/Finanzierung, sich mehr Hardware zu leisten, damit das flotter geht. (Und wenn etwas wirklich groß wird, kann irgendwann nur noch Google sagen "Yes, we can!" …abschweif….)
Da das reale Leben - im Moment durch das Tippen fleischlicher Finger auf der Tatstatur repräsentiert - immer ein wenig langsam ist, ist mittlerweile genug Zeit vergangen: Friendfeed hat upgedatet und sogar gleich an Twitter weiter gemeldet. Allerdings lese ich in beiden Fällen eine unvollständige URL: http://webkompetenz.wikidot.com/blog anstatt http://webkompetenz.wikidot.com/blog:47
- Mist!
Ich lasse es mal stehen, werde eh' noch SELBST etwas dazu twittern - mir reicht schon völlig, wie ich mich grade eben noch in Fehlfunktionen von Wikidot verhedderte. Denn eigentlich bin ich ja Mitglied, kann einloggen und bequemer kommentieren, was ich auch gleich in die Tat umsetzen wollte. Leider war das gespeicherte Passwort falsch, hab' mir vermutlich das Neueste nicht notiert. Also gut "Passwort vergessen" geklickt, Mailadresse eingegeben und verblüfft die Meldung gelesen:
"The email can not be sent to this address."
Huch, was habe ich verbrochen? Es ist ganz bestimmt die richtige Mailadresse, richtig geschrieben! Zuerst sucht die wohlerzogene Userin die Schuld bei sich selbst und es dauerte einige Versuche, bis ich mich auf die Suche nach einem "Kontakt" begab, um nachzufragen, warum das System meine Adresse nicht mehr kennt. Auf der Wikidot-Startseite erfuhr ich immerhin, dass es aktuelle Wikidot-Service Problems gibt. Welch eine Erleichterung.. nun ja, dann wird eben als "Fremde" kommentiert, ich kann ja meinen Namen angeben!
Den Namen ja - aber verdammt nochmal nicht die Website!!! Weder gelingt es, die vollständige URL des Digital Diary einzugeben, noch die URL des Webwriting-Magazins. Ärgerlich - aber egal, ich lass mich jetzt nicht weiter ablenken!!!
Tja - was wollte ich eigentlich sagen? Da muss ich doch glatt nochmal auf den Artikel schauen, denn es ist ja schon jede Menge bis an den Rand gefüllte Echtzeit verstrichen, seit ich den Text (schließlich doch) zu Ende gelesen hatte. Und es fällt mir sogar wieder ein, denn ich hab' noch ein Antik-Hirn, das in der Gutenberggalaxis mit ihren dicken Wälzern (Wahnsinn!!!) sozialisiert wurde. Das prägt.
Alsdenn: wenn wir so weiter machen, schaffen wir es noch, so Echtzeit-vernetzt zu sein, dass wir endlich mit dem Entwicklungsstand der Ameisen konkurrieren können. Die machen das zwar mittels anderer Techniken, doch weiß jede stets, was jetzt zu tun ist inmitten der riesigen, unübersichtlichen, vieldimensionalen Ameisenwelt.
Und zwar ganz OHNE Denken zwischen Input und Output. Ist das nicht toll ???