Hallo Claudia,
Das ist die Blog-Form, die ich sehr schätze und die du zum Glück hier auch betreibst! :-)
Naja, das ist dann aber eher das Blog und seine Kommentare, die ja nach dem gleichen Prinzip wie das Forum hier funktionieren. Das habe ich ja nun auch in den Vordergrund geschoben. Für "kleinere" Statements oder Diskussionsanfänge habe ich dann aber wahlweise dieses Forum, Twitter und auch noch die Webkompetenz-Seite bei Facebook. Und da ist es dann wirklich so:
Breite öffentliche Diskussionen finden in den vernetzten Blogs, zunehmend vermittelt und ergänzt über Twitter, Facebook, Friendfeed etc. statt. Wer eine EIGENE Diskussion beginnen will, tut das vornehmlich auf dem eigenen Blog und lädt dann zum Kommentieren ein.
Für mich haben site-eigene Foren immer dazugehört. Aber du hast völlig Recht. Das zieht heute nicht mehr, wenn man es nicht schon vor 10 Jahren begonnen hat, wie bei SELFHTML. Heute kommt das Feedback eher über Twitter oder Facebook — auch wenn das nicht mehr wirklich mit einem klassischen Diskussionforum vergleichbar ist. Da bin ich wohl ein Opfer genau des Strukturwandels, den ich ja selber beschreibend zu verstehen versuche ;-)
Meine Idee geht momentan eher dahin, das Forum hier als so eine Art zwanglose Back-Lounge mitlaufen zu lassen. Ein Ort, wo man einfach mal locker plaudern — oder wie Sky meint — dumm fragen kann. Und wenns keiner tut, ists auch nicht schlimm.
Im Digital Diary hab ich das einstige Forum abgeschafft, nachdem ich auf ein Blogscript umgestellt hatte und es in der Folge immer ruhiger wurde, bis überhaupt keiner mehr was sagte.
Wahrscheinlich ist das einfach der Lauf der Dinge. Früher: Content pur und irgendwo daneben ein Forum. Heute: Content, und überall Kommentarmöglichkeit. Blog-Artikel als Gesprächsanfänge. Dass User von sich aus was anfangen, gibts wohl nicht mehr. Wer schon so weit ist, überhaupt irgendwas zu posten, tut das lieber gleich bei Facebook, Twitter und Co., und wer noch forscher ist, bloggt selber.
viele Grüße
Stefan Münz