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		<title>Webkompetenz</title>
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		<description>Das Webkompetenz-Projekt behandelt die sozialen, politischen,  philosophischen und technischen Aspekte des Mediums World Wide Web. Es widmet sich den Entwicklungen im Web, den Einflüssen, denen das Web ausgesetzt ist, und den Folgen des Web für das reale Leben.</description>
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				<title>Noosphäre und Social Hyperspace</title>
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&lt;p&gt;Ein nicht ganz alltäglicher und nicht ganz leicht verdaulicher Titel für einen Blogbeitrag ist das, zugegeben. Aber es muss ja nicht immer Alltägliches sein. In diesem Artikel geht es um einen ursprünglich theologischen, später weltlich umgeformten Denkansatz und darum, wie die Art moderner Zeitgenossen, sich zu vernetzen, damit zusammenhängen könnte. Der Artikel erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 11:17:51 +0000</pubDate>
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						 <p>Ein nicht ganz alltäglicher und nicht ganz leicht verdaulicher Titel für einen Blogbeitrag ist das, zugegeben. Aber es muss ja nicht immer Alltägliches sein. In diesem Artikel geht es um einen ursprünglich theologischen, später weltlich umgeformten Denkansatz und darum, wie die Art moderner Zeitgenossen, sich zu vernetzen, damit zusammenhängen könnte. Der Artikel erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch.</p> <p>Der Begriff der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noosph%C3%A4re">Noosphäre</a> geht auf den französischen Theologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Teilhard_de_Chardin">Pierre Teilhard de Chardin</a> zurück. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts versuchte Teilhard de Chardin, christliche und wissenschaftliche Weltanschauung zu verbinden. Sein besonderes Anliegen war, die Evolutionstheorie mit christlichen Vorstellungen in Einklang zu bringen. Dazu entwickelte er eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teleologie">teleologische</a> Vorstellung von Christentum. Die von Darwin entwickelte Evolutionstheorie und die Abstammungslehre werden darin nicht mehr wie sonst in der christlichen Theologie üblich mehr oder weniger geleugnet oder auf abenteuerlich vertrackte Weise umgedeutet. Die Evolution, so der Ansatz von Teilhard de Chardin, habe eine lange Geschichte von Anfängen innerhalb der Geosphäre über die Herausbildung der heute bekannten Biosphäre hinter sich, und sie bewege sich aber weiter auf ein Ziel zu. Dieses Ziel, sei Christus, von Teilhard de Chardin auch als „Omega-Punkt“ bezeichnet. Der Weg dahin besteht grob gesagt in einer zunehmenden Vergeistigung der Menschen, und dazu gehört wiederum, dass Nichtstoffliches im Leben der Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Diese Vergeistigung denkt Teilhard de Chardin aber nicht als die einsame, gedankliche Innenwelt, in die sich die Menschen jeder einzeln für sich zurückziehen, sondern vielmehr als einen neuen, gemeinschaftlichen Raum, in dem die Menschen nicht mehr räumlich oder durch materielle Einschränkungen voneinander getrennt sind. Die Noosphäre eben.</p> <p>Teilhard de Chardin hatte es schwer mit seinen Gedanken. Der Telepolis-Artikel <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29060/1.html">Gottes Geist in der Noosphäre</a> beschreibt, wie die katholische Kirche und ihr geistiges Oberhaupt das Gedankengut von Teilhard de Chardin Mitte des 20. Jahrhunderts als besonders gefährlich einstuften, was schließlich sogar dazu führte, dass der Theologe aus seinem französischen Jesuiten-Orden verbannt wurde und nach China ging, in ein Land weit außerhalb des nicht-noosphärischen Einflussgebiets der Kirche.</p> <p>Seine Gedanken verhallten jedoch nicht. Allerdings wurden sie aus dem christlichen Weltbild und der teleologischen Christusvorstellung herausgelöst. Sowohl von Naturwissenschaftlern als auch von Visionären des Cyberspace wurde die Vorstellung von einer zunehmenden Besiedlung und Bedeutung der Noosphäre aufgegriffen.</p> <p>Der russische Geologe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iwanowitsch_Wernadski">Wladimir Iwanowitsch Wernadski</a> (Vernadsky) erblickte in der Noosphäre die zunehmende Fähigkeit der Menschheit, Erdmasse zu bewegen, also die Oberfläche des Planeten Erde zu gestalten und nutzbar zu machen. Dazu gehört auch die Fähigkeit zum Entwickeln neuer stofflicher Verbindungen, die in der Natur so nicht vorkommen, wie etwa Aluminium. Eine wachsende Beherrschung von Geosphäre (und Biosphäre) ist in diesem rein materialistischen Denkansatz die Aufgabe und Richtung der Noosphäre.</p> <p>Dass sich, wie weiter oben erwähnter Telepolis-Artikel meint, auch die Esoterik-Szene die Vorstellung einer Noosphäre zu eigen machte, konnte <a href="http://petersteinberger.net/2009/06/24/noosphaere-revisited/">Peter Steinberger als Trugschluss klarstellen</a>. Er selber hatte wohl einen Zusammenhang zwischen Visionären des Digitalzeitalters und deren Adoption des Noosphäre-Begriffs als esoterisch bezeichnet. Mehr aber auch nicht.</p> <p>Dass die Vorstellung einer Noosphäre von Internet-Vordenkern aufgegriffen wurde, ist indessen unbestritten. Einer dieser Vordenker war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan">Marshall McLuhan</a>, ein kanadischer Philosoph und Literaturwissenschaftler, auf den auch der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Globales_Dorf">globales Dorf</a> (<em>global village</em>) zurück geht. Während McLuhan allerdings eher ein Vordenker im zeitlichen Sinne ist, ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_S._Raymond">Eric S. Raymond</a> ein Netz-Theoretiker, der selbst zu den Fundamenten des heutigen Internets und seiner Software-Landschaft beigetragen hat. Seine Essays, von denen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Cathedral_and_the_Bazaar">Die Kathedrale und der Basar</a> das bekannteste ist, sind legendär. Ein anderes seiner Essays trägt den Titel <a href="http://www.catb.org/~esr/writings/homesteading/homesteading/">Homesteading the Noosphere</a> (Link führt zum Original). In beiden Publikationen beschäftigt sich Raymond mit der wachsenden Gemeinde der OpenSource-Entwickler, die sich durch den Einfluss des Internet zunehmend enger organisiert. Man kann von einer Sphäre reden, in der freie Software entsteht und sich organisiert. Diese Sphäre bezeichnet Raymond als Noosphäre. Das allerdings ohne jeden evolutiv-teleologischen oder gar religiösen Hintergrund. Raymond vergleicht die Noosphäre eher mit dem weiten Land des amerikanischen Kontinents, das nach und nach durch die weißen Siedler besetzt wurde. Dazu passt auch, dass sich Raymond schließlich eher als großmannsüchtiger Bush-Anhänger und Befürworter von Waffenrecht und Irak-Krieg outete.</p> <p>OpenSource-Entwickler gehörten tatsächlich zu den ersten Internet-Usern, welche die kollaborativen Fähigkeiten des Netzes und der Vernetzung konsequent nutzten, viele Jahre vor Web 2.0 und Social Media. Sie organisierten sich über Mailinglisten oder einfache Mailverteiler, Usenet-Gruppen, später auch über Instant Messenger und Chats. Das sind aus heutiger Sicht schon fast archaische Werkzeuge, doch sie vermittelten denen, die sie konsequent nutzten, genau das Gleiche, was eine breitere Netzgemeinde heute dank attraktiver, web-basierter Social-Media-Werkzeugen erlebt: die <strong>freie Verlinkung</strong> von Menschen, von ihrem Tun, ihren Idealen, ihren Ängsten, ihren Vorlieben.</p> <p>Durch die neueren Werkzeuge sind bereits Begriffe wie <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/hypertext:3-2#toc2">Folksonomy</a>, <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/hypertext:3-3#toc0">Blogosphäre</a> und <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/hypertext:3-3#toc1">Statusphäre</a> entstanden. Ein zusammenfassender Oberbegriff fehlt jedoch noch. Es wäre vielleicht nicht die schlechteste Idee, wenn sich der Ausdruck <em>Noosphäre</em> dafür etablieren würde. Der Begriff könnte beide Aspekte umfassen:</p> <ol> <li>Die neue, sich immer weiter ausbreitende Online-Mediensphäre, die es Menschen leichter macht, sich unabhängig von Wohnort, sozialer Schicht oder anderen äußerlichen Merkmalen gegenseitig zu verstehen, zu schätzen und Inhalte dieser Mediensphäre miteinander zu teilen. Eine Mediensphäre, die Verständigung durch Verlinkung fördert.</li> <li>Die neue, immer stärker um sich greifende Orientierung an nicht-egoistischen, an nicht am unmittelbaren persönlichen Profit orientierten Wirtschafts- und Tauschformen. Jene wirtschaftliche Einstellung also, aus der OpenSource-Projekte hervorgehen, aber auch Blogs, oder Engagements bei Wikipedia, durch Kommentieren, Beitragen von Fotos oder Videos.</li> </ol> <p>Ob man dahinter eine historisch oder evolutionsgeschichtlich erklärbare Entwicklungsstufe sehen will, oder gar den Beginn eines neuen Zeitalters, das stärker von geistigen oder religiösen Wertvorstellungen geprägt ist, sind Deutungen, die über das hier entwickelte Verständnis von Noosphäre hinausgehen. Noosphäre ist nach diesem Verständnis die deutungsfreie, faktische Vernetzung der Menschen jenseits der „harten Physis“. Im Zeitalter des Buchdrucks nahm die Bedeutung dieser Sphäre bereits zu, und Geschwister im Geiste erkannten sich durch Bücher über Grenzen und Zeiten hinweg. Doch erst im Zeitalter der massenhaften <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:61">elektromagnetischen</a> Datenkommunikation verdichtet sich diese Sphäre zu einem Gemeinwesen. Wer anthropologisch weiterspekulieren möchte, kann ja beispielsweise vermuten, dass unsere heutigen Internetverbindungen irgendwann wegen weit verbreiteter telepathischer Fähigkeiten überflüssig werden. Um sich für solche Gedanken in Stimmung zu bringen, sind die <a href="http://books.google.de/books?lr=&amp;num=30&amp;as_brr=0&amp;q=inauthor:%22Teilhard+de+Chardin%22&amp;btnG=Nach+B%C3%BCchern+suchen">Werke von Teilhard de Chardin</a> sicherlich kein schlechter Anfang. Zumindest schützt solche Lektüre davor, die erhoffte Zukunft der Noosphäre mit allerlei esoterischem Getue krampfhaft herbeiführen zu wollen.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Notizen aus Waveland</title>
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&lt;p&gt;Auf alle, die noch keinen Zugang zu Google Wave haben oder noch gar keinen Zugang dazu haben wollen, mag ein neuerlicher Beitrag zu diesem Thema vielleicht störend wirken. Doch nur was den Blogger beschäftigt, füllt sein Blog. In diesem Artikel geht es eher um soziale Aspekte von Wave. Innerhalb der noch kleinen Wave-Gemeinde herrscht nämlich teilweise eine Gründerstimmung, die mich irgendwie an die Anfänge des Web-Booms Mitte der 90er Jahre erinnern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 17:59:57 +0000</pubDate>
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					<![CDATA[
						 <p>Auf alle, die noch keinen Zugang zu Google Wave haben oder noch gar keinen Zugang dazu haben wollen, mag ein neuerlicher Beitrag zu diesem Thema vielleicht störend wirken. Doch nur was den Blogger beschäftigt, füllt sein Blog. In diesem Artikel geht es eher um soziale Aspekte von Wave. Innerhalb der noch kleinen Wave-Gemeinde herrscht nämlich teilweise eine Gründerstimmung, die mich irgendwie an die Anfänge des Web-Booms Mitte der 90er Jahre erinnern.</p> <p>Was hier beschrieben wird, ist eher als Zeitzeugendokument gedacht. Denn in fünf oder zehn Jahren wird es die hier vorgestellten Waves in dieser Form wohl kaum noch geben. Die meisten öffentlichen Waves, die derzeit losgetreten werden, sind viel zu allgemein angelegt. Man muss sich das in etwa so vorstellen, als ob jemand in einem Web-Forum einen Thread beginnt mit dem Titel „HTML und CSS“ und im Start-Posting schreibt, das sei der Thread, in dem die ganze Welt alles, was rund um HTML und CSS zu fragen oder zu diskutieren sei, fragen und diskutieren könne.</p> <p>So viel Schlichtheit hat Chame. Und es ist keineswegs dumm, jetzt solche Waves zu starten. Einige davon werden vielleicht legendär werden. Und ihre Initiatoren oder Haupt-Protagonisten werden vielleicht über Nacht zu Alpha-Tieren des neuen Netzsiedler-Kontinents. Vielleicht auch nicht. Eines jedoch erscheint jedenfalls mehr als wahrscheinlich: nämlich dass Wave ein eigenes Milieu für öffentlichen und halböffentlichen Austausch entwickelt, mit eigenem Ehrenkodex und eigener Netiquette, so wie Mailinglisten, Usenet oder IRC-Chat. An einigen der weiter unten vorgestellten Beispielen wird hoffentlich deutlich, warum gerade die Freiheiten, die Wave in technischer Hinsicht bietet, soziale Organisation um so mehr herausfordern.</p> <p>Ein kleiner typologischer Überblick über das, was derzeit an typischen public waves geboten wird, kann auch helfen, einen Blick dafür zu entwickeln, was man im nächsten Schritt probieren könnte, oder was als nächstes kommen könnte. Noch wird nichts belächelt in Waveland, noch ist alles erlaubt, und alles dient der weiteren Inspiration.</p> <h3><span>Wellen von Stadt Land Fluss</span></h3> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:67/braunschweig-wave.jpg" alt="braunschweig-wave.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">am Beispiel: Braunschweig</span></div> <p>Egal ob ganze Länder wie Deutschland (suche <em>German Wave Users with:public</em>), Regionen wie Neubrandenburg (suche <em>Neubrandenburg with:public</em>), oder Städte und Gemeinden wie im abgebildeten Beispiel (suche <em>[Stadtname] with:public</em>) — unter den Wave-Usern der ersten Generation scheint ein großes Bedürfnis zu bestehen, sich selber geografisch einzuordnen.</p> <p>Die Gründe dafür sind vielfältig. Der offenkundigste Grund ist wohl, dass das Google-Maps-Gadget eines von zwei Gadgets ist, die in der Webclient-Oberfläche von Google Wave derzeit von Haus aus zum Einbinden in Blips angeboten werden. Das Google-Maps-Gadget ermöglicht auch das Stecken von Pins auf einen Kartenausschnitt, so dass sich alle Teilnehmer einer Wave auf einem Kartenausschnitt durch Pin-Stecken verewigen können.</p> <p>Es darf aber auch über tiefer reichende Gründe spekuliert werden. Das Stecken der Pins in einen noch sehr leeren Kartenausschnitt eines erstaunlich großen Gebiets hat etwas von Claims. Wer in einer mittleren deutschen Großstadt die ersten Pins setzt, darf sich ein wenig fühlen wie die Siedler im Amerika des 18. und 19. Jahrhunderts.</p> <p>Diese Sorte Waves ist vermutlich eine von jenen, über die man in einigen Jahren, vielleicht auch schon vorher, mitleidig lächeln wird, so wie über zappelnde GIFs auf Homepages. Also: jetzt schnell Pins stecken und später drüber lästern! Es wird sicherlich auch später noch Waves geben, die von lokalem Interesse sind. Doch wenn erst mal klarer geworden sein wird, dass eine Wave von der Dimension her in etwa einem Forums-Thread oder einem Subject in einer Mailingliste entspricht, werden öffentlich-lokale Waves eher Themen haben wie <em>Straßenfest München-Maistraße 2011</em>.</p> <h3><span>Kettenwellen - Verbreitung von Inhalten bei Wave</span></h3> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:67/erste-ketten-wave.jpg" alt="erste-ketten-wave.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Die erste Ketten-Wave der Welt (suche <em>erste ketten wave der welt with:public</em></span></div> <p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kettenbrief">Kettenbriefe</a> und Kettenmails, die nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem">Schneeballsystem</a> arbeiten, sind ein ebenso beliebtes wie umstrittenes Mittel der Wahl, wenn es darum geht, Vertriebskanäle für esoterische Wässerchen zu organisieren oder drohende Weltuntergänge zu prophezeihen. „Prinzipiell ist jedes Medium für die Verteilung von Kettenbriefen geeignet, wenn es einen Absender, einen Empfänger sowie die Möglichkeit des Versands von Nachrichten an mehrere andere Personen gibt.“, heißt es im Wikipedia-Artikel zu diesem Thema. Es funktioniert auch in Medien, in denen Inhalte nicht vom Sender zum Empfänger wandern, sondern gepostet oder geteilt (geshart) werden. Obige Ketten-Wave, die den klassischen Kettenbrief mitsamt Droh-Element simuliert, ist natürlich ironisch gemeint. Aber sie deutetet auf ein mächtiges Potential von Wave hin.</p> <p>In Twitter entstehen Schneeballeffekte durch Retweeting. In Wave — und das hat die oben gezeigte Welle ganz richtig erkannt — entstehen Schneeballeffekte dadurch, dass Teilnehmer andere Teilnehmer hinzufügen und dazu gegebenenfalls explizit gebeten werden. Inhalte müssen gar nicht mehr kopiert werden, wie noch beim Retweeten. Es werden einfach nur Teilnehmer hinzugefügt. Da dies eine sehr rudimentäre Aktion ist, die jeder Wave-Teilnehmer kennt und schnell beherrscht, können Waves ganz schnell hohe Teilnehmerzahlen erreichen.</p> <p>Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob das System Waves mit solchen Teilnehmerzahlen überhaupt verkraftet Die Vorstellung, dass eine Wave bei 5- oder 6-stelligen Teilnehmerzahlen hoffnungslos aus dem Ruder gerät, ist dabei zwar naheliegend. Doch das 90-9-1-Gesetz vieler öffentlich zugänglicher Mitmachräume (90% Nur-Leser, 9% Hin-und-wieder-Aktive, 1% Stamm-Aktive) wird wohl in Wave ebenfalls gültig bleiben. Dazu könnten sich soziale Schutz-Effekte gesellen. Waves mit hohen Teilnehmerzahlen könnten „Relevanz-Wächter“ auf den Plan rufen, wie sie derzeit in Wikipedia ins Gerede gekommen sind, und die darüber wachen, welche Beiträge in solchen Waves akzeptiert werden und welche nicht. Waves mit weniger als 100 Blips, aber mehr als 100.000 Teilnehmern sind also durchaus denkbar. Die technischen Tore sind geöffnet. Das soziale Umfeld ist im Augenblick noch wie Eidotter, doch es wird sich entwickeln.</p> <h3><span>Die Welle der WELT-Kompakt-Redaktion</span></h3> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:67/welt-redaktion-wave.jpg" alt="welt-redaktion-wave.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Wave der WELT-Kompakt-Redaktion (suche <em>welt kompakt public wave with:public</em>)</span></div> <p>Ein Kleinod professioneller Ausprobier-Naivität in Zeiten, da sich im Web Qualitäts-Journalismus und A-Blogger mit allen erdenklichen Mitteln darum streiten, wer die beste Schreibe und die authentischsten News liefert. In Google Wave dagegen freut sich die Redaktion der WELT wie ein C-Blogger über einen <a href="http://www.revolutionmagazine.com/news/rss/950413/Newspaper-first-go-live-public-Google-Wave/">Beachtungsartikel im Revolution Magazine</a>.</p> <p>Ein wenig scheint aber schon herübergeschwappt zu sein vom ruppigen Land jenseits der Wellen. Denn auf die User-Frage „<em>hat irgendjemand eine Idee, warum die alte Public Wave verschwunden ist?</em>“ heißt es lapidar: „<em>Die alte Wave ist von Leuten die lange Weile hatten zerstört worden</em>“. Edit-Wars und Lösch-Vandalismus werden sich wohl schnell verbreiten, vor allem in öffentlichen Waves zu umstrittenen Themen. Zwar sorgt die unerbittliche und immer mitlaufende Record- und Replay-Funktion dafür, dass jeder Vandalismus quasi von einer Videokamera aufgenommen wird, mit Namensschildchen unter allen Personen, die auf dem Video zu sehen sind. Doch erstens gibt es Trolle, die häufig ihre Identität wechseln, und die sich nicht davon beeindrucken lassen, sich mit hässlichen Aktionen eine Identität zu versauen. Und zweitens funktioniert das Aufzeichnungs- und Replay-Prinzip nur so lange, wie es nicht mit irgendwelchen Tricks ausgehebelt wird.</p> <p>Waves können dazu dienen, mit ausgewählten Teilnehmern ein konkretes Arbeitsziel gemeinsam zu erarbeiten. Sie können aber ebensogut zur offenen Arena werden, in der bestenfalls diskursive Spannung herrscht, schlimmstenfalls Edit-Terror. Noch ist nicht wirklich absehbar, was davon üblicher werden wird. In diesem frühen, unspezifsichen Stadium ist es noch möglich, Akzente für künftige Entwicklungen zu setzen. Wer Ideen für Wave hat, aber nicht weiß, ob sie dort funktionieren, kann <strong>jetzt</strong> und wohl auch noch in den nächsten Monaten im überschaubaren Rahmen experimentieren. So viel haben die Redakteure der WELT-Kompakt auf jeden Fall verstanden — im Gegensatz zu vielen anderen Medien, die wieder mal noch selig schlafen.</p> <h3><span>Die Sudoku-Wave und das Online-Gaming der Zukunft</span></h3> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:67/sudoku-wave.jpg" alt="sudoku-wave.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Sudoku-Wave (suche <em>sudoku with:public lang:de</em>) eingeben</span></div> <p>Die Sudoku-Wave ist zunächst ein schönes Beispiel dafür, wie man gemeinsam die Zeit totschlagen kann, wenn man zu viel davon hat. Der Ausgangs-Blip enthält ein eingebettetes Sudoku-Gadget, das nicht nur Sudoku-Aufgaben stellt, sondern auch eine Highscore-Liste der bisherigen Spieler verwaltet und anzeigt. Gemeinsam spielen und drüber reden, das ist grob gesagt das was eine solche Wave ermöglicht.</p> <p>Einem richtigen Gamer, der auf grafisch ausgefeilte Strategie- oder Action-Spiele steht, ringt so ein Sudoku-Gadget natürlich nur ein müdes Gähnen ab. Doch es ist kein Geheimnis mehr, dass sich auch der Spielemarkt vom Desktop stärker in Richtung Browser entwickelt. Das bedeutet im Klartext: weg von proprietären, spielespezifischen Client-Server-Lösungen im Multiuser-Onlinegame-Bereich, hin zu Lösungen, die auf Standardprotokollen aufsetzen. Das zustandslose HTTP-Protokoll ist allerdings denkbar ungeeignet für Spiele. Ganz anders das Wave-Protokoll. Mit seiner Fähigkeit, praktisch jedes Input-Ereignis (Maus- oder Joystick-bewegung, Tastaturanschlag) zu erfassen und in der Wave aufzuzeichnen, ist es als Basis für ausgereiftere Online-Games wesentlich besser geeignet.</p> <p>Bis richtig rechenintensive und komplexe Online-Games allerdings in Wave-Gadget-Form flüssig laufen, wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen. Denn genauso, wie einst immer mehr Leistung bei Desktop-Rechnern erforderlich wurde, um den wachsenden Anforderungen hochauflösender Spiele gerecht zu werden, wird nun im Bereich der Server-Cluser und bei den Bandbreiten der Online-Verbindungen aufgerüstet werden müssen. Beides ist bereits im Gange. Virtuelle Server liefern quasi beliebig skalierbare CPU-Power, und die aktuell für Konsumenten verfügbaren Spitzenbandbreiten von 50 MBit/s kommen LAN-internen Bandbreiten immerhin schon etwas näher.</p> <p>An einem sollte man sich jedenfalls nicht stören: dass es hier nur um olle Gadgets geht, die man irgendwo einbettet. Bei entsprechenden Server- und Bandbreiten-Ressourcen und einer Umschaltmöglichkeit in den Vollbildmodus kann so ein Gadget nämlich schnell zum vollwertigen Computerspiel mutieren. Die umgebende Wave kann dabei für alles mögliche genutzt werden, von Smalltalk über FAQs bis zum Cheat-Sheet-Topf. Auch clan-spezifische Waves, zu denen nur die Clan-Teilnehmer Zugang haben, sind bei entsprechenden Spielen vorstellbar.</p> <p>Heutige Sudoku-Wellen sind also vielleicht ein sehr kleiner Anfang von etwas, das irgendwann eine weit verbreitete Unterhaltungsform sein wird.</p> <h3><span>Talk like a pirate - oder: Leben mit Bots</span></h3> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:67/talk-like-a-pirate.jpg" alt="talk-like-a-pirate.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Der Talk-like-a-Pirate-Bot in der Webkomptenz-Welle (suche <em>webkompetenz with:public</em>)</span></div> <p>Im Zusammenhang mit Google Wave ist immer wieder auch darüber geschrieben worden, dass man nicht nur menschliche Teilnehmer in Waves hinzufügen kann, sondern auch selbständig operierende Software-Agenten (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bot">Bots</a>), die irgendwelche Arbeiten innerhalb der Wave verrichten. Zunächst blieb aber etwas unklar, wie das genau funktioniert. Mittlerweile tauchen jedoch die ersten einfachen Bots auf. Meist sind es harmlose, lustige Scripts, die irgendwas im Text suchen und ersetzen. So auch der Talk-like-a-Pirate-Bot. Dieser überwacht alle Schreibaktionen innerhalb einer Wave. Er kennt eine Liste von Wörtern. Sobald ein Teilnehmer ein solches Wort in einem Blip eintippt, klinkt sich der Bot in den Blip als Mitbearbeiter ein und ersetzt die Schreibweise des soeben eingetippten Worts <a href="http://talk-like-a-pirate.appspot.com/translations/index.jsf">anhand der Liste in Piraten-Slang</a>.</p> <p>Wenn man nicht darauf vorbereitet ist, so wie mein Gesprächspartner und ich im oben gezeigten Ausschnitt aus der Webkompetenz-Welle, dann kann so etwas reichlich verwirrend sein. Doch man ist ja derzeit vor allem deswegen in Google Wave unterwegs, um genau solche Erfahrungen zu machen und dazuzulernen. Wer an einer Wave teilnimmt, kann der Wave andere Teilnehmer hinzufügen. Teilnehmer können aber eben neben Usern auch Bots sein. Bots sind Scripts, die beispielsweise — so wie Talk-like-a-Pirate — sämtliche User-Eingaben überwachen und diese nach Gusto manipulieren können. Sehr praktisch für automatisierte Effekte ist das. So könnte ein Bot etwa bei allen eingetippten Wörtern nachsehen, ob es in Wikipedia dazu einen Eintrag gibt und die Wörter in der Wave automatisch in Links zu den Wikipedia-Artikeln umwandeln. Ein intelligenteres Exemplar könnte vielleicht auch in Blips eingegebene Code-Fragmente (HTML, CSS, PHP, Java z.B.) auf fehlerfreie Syntax hin checken.</p> <p>Besorgte Zeitgenossen stellen an dieser Stelle jedoch die Sicherheitsfrage. Bots sind solange nützlich, wie sie ihren Dienst einwandfrei und fehlerfrei verrichten. Doch wenn sie fehlerhaft arbeiten, sei es durch Programmierfehler oder auch durch eingeschleusten Schad-Code, also Virenbefall, können sie großen Schaden anrichten. Sie können beispielsweise Inhalte unauffällig so verändern, dass der Teilnehmer, von dem ein veränderter Beitrag stammt, in ein schlechtes Licht gerät. Wohl aus diesem Grund wird in Google Wave auch jede Aktion von teilnehmenden Bots aufgezeichnet. Über die Replay-Funktion ist also im Zweifelsfall ermittelbar, was ein Bot wo verändert hat. Das bleibt solange zuverlässig, wie es keinem Bot gelingt, die Replay-Funktion selber auszuhebeln. Zweifellos gibt es Vorkehrungen, die das verhindern sollen. Aber darauf zumindest müsste Verlass sein. Andernfalls werden öffentliche Waves wohl bald schon der Vergangenheit angehören.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Erste Schritte mit Google Wave</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:66</link>
				<description>

&lt;p&gt;Allmählich verbreiten sich die Zugänge zu Google Wave. Und damit auch das Rätselraten darüber, wie man diese Applikation denn nun sinnvoll nutzen kann. Diverse Blog-Einträge von Usern, die einen Zugang ergattern konnten, zeigten sich vorwiegend enttäuscht. Da ich mittlerweile endlich auch Zugang erhalten habe (danke an Swen Wacker, der mir den ermöglichte), möchte ich hier ein paar Tipps loswerden, die Anfänger nutzen können, um mit Wave warmzuwerden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 08:36:41 +0000</pubDate>
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						 <p>Allmählich verbreiten sich die Zugänge zu Google Wave. Und damit auch das Rätselraten darüber, wie man diese Applikation denn nun sinnvoll nutzen kann. Diverse Blog-Einträge von Usern, die einen Zugang ergattern konnten, zeigten sich vorwiegend enttäuscht. Da ich mittlerweile endlich auch Zugang erhalten habe (danke an Swen Wacker, der mir den ermöglichte), möchte ich hier ein paar Tipps loswerden, die Anfänger nutzen können, um mit Wave warmzuwerden.</p> <p>Das Abenteuer kann beginnen, sobald man seinenFreischaltlink erhält, der zu <a href="https://wave.google.com/wave/">https://wave.google.com/wave/</a> führt. Außerdem erhält man von Google eine Wave-Teilnehmeradresse, welche auf dem eigenen GoogleMail-Account basiert. Aus <em>name@goolglemail.com</em> wird <em>name@googlewave.com</em>. Für die Teinahme am Wave-Angebot von Google ist also ein zuvor eingerichteter <a href="https://www.google.com/accounts/NewAccount?hl=DE">Google-Account</a> erforderlich. An Freischaltlinks gelangt man durch Einladungen von Usern, die bereits Teilnehmer bei Google Wave sind. In der gegenwärtigen Testphase erhält jeder neue Teilnehmer von Google die Möglichkeit, 20 weitere User einzuladen.</p> <p>Wer ohne Freischaltlink auf diese Einstiegsseite surft, wird feststellen, dass man sich dort zwar mit Google-Kontodaten anmelden kann, dann aber mit der Meldung <em>Your Google Account has not yet been activated for Google Wave</em> abgespeist wird. Das Verfahren, erst mal nur eine überschaubare, langsam anwachsende Anzahl User auf den Server zu lassen, ist sicherlich ärgerlich aus Sicht erwartungsfroher User. Aus Sicht von Google ist das Vorgehen jedoch nachvollziehbar, denn so wachsen User-Experience und Server-Last bei dem völlig neuartigen Service kontinuierlich und kontrollierbar. Wer sich jetzt von Google geprellt fühlt oder ohnehin kein Google-Konto haben möchte, wird Wave später auch völlig Google-unabhängig nutzen können. Denn Wave ist kein Dienst von Google, sondern ein <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:13">allgemeines neues Internet-Protokoll</a>, das lediglich von Google federführend entwickelt wurde, und zu dem es derzeit noch kaum etwas anderes als die Web-basierte Oberfläche von Google gibt. Wer will, kann jedoch bereits einen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Wave-auf-dem-eigenen-Server-Korrektur-848655.html">eigenen Wave-Server installieren</a>.</p> <p>Wer nun also seinen Zugang zu Google Wave freigeschaltet hat, sieht zunächst die schon aus zahlreichen Screenshots bekannte Oberfläche der Webanwendung:</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-1.jpg" alt="wave-1.jpg" class="image" /></div> <p>Doch was soll man damit nun anstellen, außer sich das freundliche Einführungsvideo der Willkommens-Wave von Google anzusehen? Kontakte sind noch rar, wenn überhaupt vorhanden. Oder sie waren vor drei Wochen mal da, probierten es ebenfalls aus, konnten nichts weiter damit anfangen und verschwanden wieder.</p> <h2><span>Öffentliche Waves suchen</span></h2> <p>Um das Wave-Fenster schnell mit Leben zu füllen, muss man etwas kennen, was aus der Anwendungsoberfläche derzeit noch nicht selbsterklärend hervorgeht. Nämlich die Möglichkeit, öffentliche Waves durchsuchen zu können. Dazu gibt man ein gewünschtes Stichwort und den Zusatz <strong>with:public</strong> im Suchfeld ein. Da es noch nicht wirklich viele solcher Waves gibt, nicht mal auf dem Google-Server, sollte man bei sehr allgemeinen Ausdrücken bleiben. Erfolgreich probierte Beispiele sind:</p> <ul> <li>Politik with:public</li> <li>Piraten with:public</li> <li>Berlin with:public</li> <li>Google Wave with:public</li> </ul> <p>Es gibt übrigens viele weitere erkannte Syntax-Regeln für die Suche nach Waves. Der Artikel <a href="http://tippsblog.ch/2009/11/11/google-wave-suche-effizient-nutzen/">Google-Wave-Suche effizient nutzen</a> listet sie auf.</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-2.jpg" alt="wave-2.jpg" class="image" /></div> <p>Links unter dem Suchfeld werden die gefundenen Waves aufgelistet. Zu jeder Wave werden vor dem Titel der Wave und dem Textanfang bis zu drei Teilnehmerprofilbilder angezeigt. Ist man selber Teilnehmer einer Wave, ist das eigene Profilbild dabei. Am Ende des Textanfangs signalisieren kleine Icons, was die Wave neben Text alles enthält. Ein kleines Puzzle-Teil bedeutet, dass die Wave Gadgets enthält, zum Beispiel eine eingebettete Google Map. Ein Bild-Icon zeigt an, dass in der Wave Grafiken vorkommen, und eine Büroklammer weist auf angehängte Dateien hin. Rechts werden Informationen zum Zeitpunkt des jüngsten Eintrags in der Wave angezeigt, sowie zur Anzahl der gelesener und ungelesener Nachrichten („Blips“) in der jeweiligen Wave.</p> <p>Wer die Wave-Liste im Screenshot oben aufmerksam beobachtet, wird darauf entdecken, dass es auch schon eine öffentliche Webkompetenz-Welle gibt, auffindbar durch Eingabe von <strong>Webkompetenz with:public</strong>. Aus der Liste gefundener Waves klickt man nun einfach eine Welle an, in die man hineinschnuppern möchte. Im rechten Fensterbereich erscheinen daraufhin die Inhalte der Wave, untergliedert in einzelne sichtbar getrennte Einheiten, die sogenannten <strong>Blips</strong>:</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-3.jpg" alt="wave-3.jpg" class="image" /></div> <p>Ein Blip (oder <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-193980/ver-she-bungen-im-modern-english">eine</a> Blip? :-) ist nicht unbedingt das Gleiche wie der Beitrag eines Teilnehmers. Jeder Teilnehmer kann vorhandene Blips editieren. Bei jedem Blip wird durch Profilbilder ausgewiesen, welche Teilnehmer an welchem Blip mitgewirkt haben. Im obigen Beispiel hat in einem der gezeigten Blips neben mir auch <a href="http://twitter.com/ochsenkuehn">Peter Ochsenkühn</a> mitgewirkt.<br /> Die Blips bilden durch eingerückte Darstellung die Thread-Struktur der Wave ab. Es ist also erkennbar, welche Blips sich auf welche anderen beziehen.</p> <h2><span>Bearbeiten und antworten</span></h2> <p>Über den kleinen Pfeil in der rechten oberen Ecke eines Blips bietet die Weboberfläche von Google Wave eine Kontextauswahl an:</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-4.jpg" alt="wave-4.jpg" class="image" /></div> <ul> <li><em>Edit this message</em>: erlaubt, den Text des Blips zu bearbeiten, egal, ob er von einem selbst oder von einem anderen Teilnehmer oder von mehreren Teilnehmern stammt.</li> <li><em>Reply to this message</em>: legt einen neuen Blip als eingerückten Kind-Blip unterhalb des ausgewählten Blips an. Auf diese Weise kann man auf einen Blip antworten.</li> <li><em>Private Reply</em>: legt ebenfalls einen Antwort-Blip an, mit dem Unterschied, dass nur Teilnehmer, auf deren Blip geantwortet wird, die Antwort sehen können.</li> <li><em>Copy to new wave</em>: startet eine neue Wave und übernimmt den Inhalt des ausgewählten Blips als Start-Blip der neuen Wave.</li> <li><em>Delete</em>: löscht den ausgewählten Blip. Es ist durchaus möglich, auch Blips anderer Teilnehmer zu löschen.</li> </ul> <p>Blips bestehen aus HTML-formatiertem Richtext inklusive Hyperlinking und der Möglichkeit, Grafiken oder beliebige Datei-Attachments an einer beliebigen Stelle im Text einzubetten. Attachments werden bei nicht direkt im Browser anzeigbaren Dateien an der Stelle, wo sie eingebunden sind, in Form eines geeigneten Icon angezeigt, so wie MS-Outlook-Anwender es aus Richtext-Mails kennen. Die Webanwendung von Google liefert in der gegenwärtigen Testphase auch gleich zwei nützliche Gadgets mit, die man in jedem Blip einsetzen kann: ein Google-Map-Gadget zum Einbinden von Kartenausschnitten, und ein kleines Umfrage-Gadget, um über Lösungsvorschläge, Terminvorschläge und Ähnliches abzustimmen:</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-5.jpg" alt="wave-5.jpg" class="image" /></div> <p>Es gibt also wenig Beschränkungen und viele Freiheiten beim Bearbeiten von Waves und ihren Blips. Das kann chaotische, chat-artige Waves zur Folge haben, aber auch hochgradig produktive, gemeinsam entwickelte Inhalte. In einem nicht-trivialen Kontext wird den Teilnehmern einer Wave viel Disziplin abverlangt, damit die Wave übersichtlich bleibt. Nicht so schlimm sind dagegen versehentliche Löschungen. Denn der Entstehungsprozess einer jeden Wave wird haarklein gespeichert und lässt sich sogar als Film abspielen. Einfach mal in einer größeren Wave in der Buttonleiste oberhalb der Blips auf <em>Playback</em> klicken und sich zurücklehnen! Die Replay-Möglichkeit ist jedoch weniger als Gimmick gedacht, sondern als eingebautes Verifikationsinstrument, um im Zweifelsfall nachvollziehen zu können, wie welche Inhalte zustande gekommen sind. So lässt sich beispielsweise missbräuchliches Nacheditieren aufdecken, was vor allem in der Unternehmenskommunikation und bei Kommunikation mit offiziellen Stellen von Bedeutung ist.</p> <h2><span>Eigene Wave starten</span></h2> <p>Um eine neue Wave zu starten, klickt man einfach auf den Butten <em>New Wave</em> auf der linken Seite oben links neben dem Suchfeld. Rechts kann man dann den Text des Start-Blips eingeben:</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-6.jpg" alt="wave-6.jpg" class="image" /></div> <p>Eine eigene Wave kann etwas Großes werden, muss es aber nicht. Das Starten einer Wave ist so trivial wie das Starten einer E-Mail-Konversation. Eines ist jedoch anders. Bei einer Wave gibt es keine Empfänger, sondern nur Teilnehmer (participants). Bei einer neuen Wave ist man selbst zunächst der einzige Teilnehmer, was oberhalb des Eingabebereichs dadurch signalisiert wird, dass dort das eigene Profilbild angezeigt wird.</p> <h4><span>Private Waves</span></h4> <p>Solange man der Wave keine anderen Teilnehmer hinzufügt, bleibt es eine private, eigene Welle, die man beispielsweise nutzen kann, um Notizen zu einem Projekt sammeln, oder Telefon- oder Meeting-Notizen. Der eigentliche Einsatzzweck von Waves ist zwar die Kommunikation mit anderen Teilnehmern. Doch es spricht nichts dagegen, Wave außerdem als PC-unabhängiges, persönliches Notizen- und Produktions-Tool einzusetzen.</p> <h4><span>Waves mit zwei oder mehreren bestimmten Teilnehmern</span></h4> <p>Wenn man Wave wie E-Mail nutzen möchte, schreibt man einfach das, was man jemandem mailen möchte, als Inhalt in den Start-Blip, und fügt am Ende den gewünschten „Empfänger“ als Teilnehmer hinzu. Dazu wird oberhalb der Blips in der Leiste der Wave-Teilnehmer eine [+]-Schaltfläche angeboten. Der hinzugefügte Teilnehmer sieht die Wave sobald er hinzugefügt ist, in seiner Inbox, und kann wie oben beschrieben auf den Start-Blip mit einem eigenen Blip antworten. Beliebige weitere Hin-und-Her-Antworten sind in Form weiterer Blips möglich.</p> <p>So, wie man eine Mail an mehrere Empfänger senden kann, kann man einer Wave beim Erstellen auch mehrere andere Teilnehmer hinzufügen. Auch zu einem späteren Zeitpunkt kann man jederzeit zusätzliche Teilnehmer hinzufügen. Alle Wave-Teilnehmer sehen den jeweils aktuellen Stand der Wave, sobald sie als Teilnehmer einer Wave hinzugefügt werden, in ihrer Inbox und können auf den Start-Blip oder auf andere Blips antworten oder Blips mit bearbeiten.</p> <h4><span>Öffentliche Waves</span></h4> <p>Um eine Wave öffentlich auffindbar zu machen, muss man wieder in die Trickkiste greifen. Es gibt einen speiziellen Wave-Teilnehmer mit der Adresse public@a.gwave.com. Fügt man diese Adresse einer Wave hinzu, wird sie mit der oben beschriebenen with:public-Syntax öffentlich auffindbar.</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:66/wave-7.jpg" alt="wave-7.jpg" class="image" /></div> <p>„Öffentlich“ bedeutet dabei zunächst: auffindbar für alle Teilnehmer, die auf dem gleichen Wave-Server angemeldet sind. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass Google sein Such-Know How einsetzen wird, um früher oder später auch eine leistungsfähige globale Suche nach öffentlichen Waves zu ermöglichen.</p> <h2><span>Der globale Einsatz von Wave und die Zukunft</span></h2> <p>Solange es dabei bleiben würde, dass nur Wave-Teilnehmer des gleichen Wave-Servers miteinander kommunizieren können, wäre der Wave-Service seiner Architektur nach dem Internet Relay Chat (IRC) vergleichbar. Da Wave jedoch weltweite Kommunikation zwischen beliebigen Wave-Teilnehmern ermöglichen soll, gehört zum Umfang dessen, was Google mit Wave entwickelt hat, auch eine leistungsfähige Peer-to-Peer-Schnittstelle für Wave-Server. Diese erlaubt das Synchronisieren von Waves auf verschiedenen Wave-Servern und das Einbeziehen von Teilnehmern, die über andere Wave-Server am Wave-Service teilnehmen. Indem Wave-Server sich an das Peer-to-Peer-Servernetz anschließen, wird allen Wave-Teilnehmern ermöglicht, so selbstverständlich wie beim E-Mail-Service mit Teilnehmern beliebiger anderer Wave-Provider zu kommunizieren.</p> <p>Technisch gesehen werden Waves, an denen Teilnehmer unterschiedlicher Server / Provider beteiligt sind, auf allen betroffenen Wave-Servern synchron vorgehalten. Da die Echtzeit-Funktionalität mit Chat-Feeling bei Wave zum Programm gehört, muss die Synchronisierung bis herunter zu jedem einzelnen Tastendruck live auf allen betroffenen Servern erfolgen, auch wenn es sich um Dutzende oder Hunderte Wave-Server handelt, die über den ganzen Globus verstreut sind.</p> <p>Versucht man sich einmal vorzustellen, was es bedeutet, wenn eine Milliarde Internetanwender das Wave-Protokoll nutzen, alle Waves über alle jeweils erforderlichen Wave-Server zu synchronisieren, lässt sich erahnen, dass das Wave-Protokoll ein <strong>think big</strong> in Reinkultur ist. Kein herkömmlich denkendes Unternehmen würde sich ein solch irrwitziges Unterfangen zutrauen. Dazu gehören Visionen, Mut und hohe Investitionskosten, deren Break Even Point bislang überhaupt nicht kalkulierbar ist.</p> <p>Wave hat sehr wohl das Potential, E-Mail irgendwann abzulösen. Und Chat, Instant Messaging, Mailinglisten, Newsgroups und so manche Web-Community könnten gleich mit in die Vergangenheit sinken. Denn über das Wave-Protokoll lassen sich all diese und noch einige andere Anwendungsformen durchaus abbilden. Es gehört allerdings eine gewisse Disziplin unter den Teilnehmern dazu, die verfügbaren Möglichkeiten nicht zu missbrauchen. Auch die Wave-Clients werden sicherlich noch stärker den Benutzerbedürfnissen und dem Denken der Benutzer entgegenkommen müssen. Die Web-Oberfläche von Google Wave ist schon mal ein gelungener, durchdachter Anfang. Doch erst eine offene Konkurrenzsituation wie etwa auf dem Browser-Markt oder bei Twitter-Clients wird dafür sorgen, dass besonders innovative, besonders usability-freundliche oder für bestimmte Einsatzzwecke spezialisierte Clients den Umgang mit Wave erleichtern werden.</p> <p>Im Laufe der kommenden zwei, drei Jahre wird sich Wave zweifellos so weit etablieren, dass alle Internetnutzer zumindest mal wissen, was Wave ist. Der Druck, sich früher oder später um einen eigenen Wave-Zugang zu bemühen, wird in dem Maß zunehmen, wie wichtige Diskussionen oder Konversationen sich auf Wave verlagern. Zunächst sind es wieder mal nur die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd">Nerds</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digerati">Digerati</a>, die den neuen Kommunikationskosmos besiedeln. Als nächstes werden dann die Windbeutel mit den Dollarzeichen in den Augen und die Spammer die neuen Möglichkeiten sondieren, und schließlich folgt die breite Masse, zögernd wie immer, mit allerlei dümmlichen Witzen über dieses „neumodische Zeugs“ auf den Lippen. Wer sich also heute schon mit den Möglichkeiten von Wave befasst, gehört zu den Beratern von morgen.</p> <p>Abschließend noch der Hinweis auf die derzeit wohl beste Informationsquelle zu Google Wave, bislang nur in Englisch:</p> <ul> <li><a href="http://completewaveguide.com/guide/The_Complete_Guide_to_Google_Wave">The Complete Guide to Google Wave</a></li> </ul> <p>Der vollständige Führer zu Google Wave bietet eine fundierte, gut verständliche Einführung in die jetzt schon verfügbaren Möglichkeiten von Wave. Für alle, die das Glück haben, eine Einladung mit Freischaltlink für Google Wave zu besitzen, eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Sie hilft mit Sicherheit, die anfänglichen Hürden und Fragezeichen zu überwinden und das Wave-Fenster mit Leben zu füllen.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:65</guid>
				<title>Web-Besinnungszeit</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:65</link>
				<description>

&lt;p&gt;Heute mal locker aus der Hüfte, ohne viel Konzept. Muss auch mal sein. Web-Besinnungszeit also. Ob man das nun eher im Sinne von kindlich-freudig empfundener Vorweihnachtszeit oder eher im Sinne von Katerstimmung nach einer heißen Party verstehen will, sei dahingestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 22:34:35 +0000</pubDate>
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						 <p>Heute mal locker aus der Hüfte, ohne viel Konzept. Muss auch mal sein. Web-Besinnungszeit also. Ob man das nun eher im Sinne von kindlich-freudig empfundener Vorweihnachtszeit oder eher im Sinne von Katerstimmung nach einer heißen Party verstehen will, sei dahingestellt.</p> <p>„Diese Sache mit Facebook, Twitter, Telefon, Bügeln, Sex und Kochen gleichzeitig … ich brauch da mal einen Workshop, glaub ich“, schreibt <a href="http://twitter.com/InsideX">InsideX</a> auf Twitter. Vielleicht kann er sich den aber auch sparen. Denn das Echtzeitweb hat sich irgendwie ein wenig leer gelaufen. Twitter und Facebook sind in der Mitte der netz-affinen Bevölkerung angekommen, und down under kann man sogar <a href="http://www.czyslansky.net/?p=2001">Twitter als Fach studieren</a>. Google Wave, so schwant den ersten Testern, scheint die böse, alte E-Mail doch nicht ersetzen zu können. Die Erwartungen an die neue Killer-Applikation waren wahrscheinlich so hoch, dass eine <a href="http://blog.haydecker.de/2009/11/08/google-wave-erste-erfahrung/">Ernüchterung nicht ausblieb</a>.</p> <p>Die Glaskugel, in der sich die nächsten großen Dinger und die wesentlichen Web-Konzepte des kommenden Jahrzehnts drehen, scheint sich etwas langsamer zu drehen. Mag ja sein, dass vor allem viele jüngere Netz-User tendenziell keine Probleme damit haben, für Arbeit- oder Auftraggeber zu programmieren und gleichzeitig im Minutentakt zu twittern, Blogeinträge zu kommentieren und die Bilder der Party vom letzter Nacht auf Flickr hochzuladen. Doch Gleichzeitigkeit ist nicht alles, das scheint wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Und Hype ist nicht alles. Es scheint wieder möglich zu sein, auch ohne Twitter-Account noch ernst genommen zu werden.</p> <p>Scheinbare Entspannung auch an der netzpolitischen Front. Die Netzsperren der Zensursula sind — zumindest vorläufig — auf Eis gelegt, was zweifellos ein Erfolg der Netzgemeinde ist, auch wenn sechs von sieben Gesinnungspiraten in der Wahlkabine doch nicht genügend Mumm aufbrachten und lieber FDP wählten. Für die Piraten ist es wohl auch besser, außerparlamentarisch zu bleiben, denn wer sich ernsthaft mit Liquid Democracy beschäftigt, gehört aus Sicht des Systems zur APO. Nur dass sich das heute niemand mehr so zu nennen traut. Während die Piraten die Ruhepause nutzen, um schon mal eine einfache <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy/Testabstimmung">Interpunktionszeichen-Syntax für Liquid Democracy</a> zu entwickeln, übt sich Isi in <a href="http://isis-welt.blog.de/2009/11/02/demokratie-piraterie-7290255/">wortstarker Piraten-Opposition</a>.</p> <p>Wenn die Glaskugel nicht täuscht, handelt es sich bei der gegenwärtigen netzpolitischen Ruhe jedoch nur um eine Atempause. Die auch dringend erforderlich ist, denn die Mobilmachung der alten Mächte in Politik und Wirtschaft gegen die Auswirkungen des Netzes geht unvermindert weiter. Die großen Übernahmeversuche, etwa durch Kappen der Netzneutralität oder durch Einführung netzglobaler Überwachungsmechanismen, stehen erst noch bevor. Dabei wird sich wahrscheinlich erst einmal zeigen, dass das Netz leichter verletztlich ist als bislang vermutet. Wenn nämlich Unternehmen wie Cisco, die einen wesentlichen Anteil an der Welt-Netztopologie haben, erst einmal in die Knie gehen, weil sie letztlich den Gesetzen der alten Welt gehorchen, dann wird es eng. Gut, in solchen Zeiten auf mächtige Verbündete der neuen Welt zählen zu können, also auf Google, statt immer noch den alten Google-Weltherrschaftsverschwörungstheorien anzuhängen. Wer sonst könnte schließlich bewirken, dass sich ein <a href="http://www.silicon.de/lifestyle/web/0,39038976,41522597,00/rupert+murdoch+sagt+google+den+kampf+an.htm">Rupert Murdoch zum albernen Papiertiger</a> macht. Alles weitere erklärt <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2665-Das-Google-Missverstaendnis.html">Kristian Köhntopp</a>.</p> <p>Google selbst wirkt ebenfalls entspannt. Auch wenn sich <a href="http://www.big-screen.de/deutsch/pages/news/allgemeine-news/2009_10_27_2742_windows-7-vorverkauf-harry-potter-uebertreffen.php">Windows 7 besser verkauft als Harry Potter</a>, schwindet die Bedeutung des Desktops weiter. Und jedes Betriebssystem, das mehr einfaches Internet bei weniger Eigen-Ressourcen bietet, weist letztlich in die Richtung, in der Google schon wartet.</p> <p>Nach dem Niedergang der Desktop-Computerkultur wird übrigens die Kultur des eigenen Root-Servers dran sein. Denn kaum jemand wird noch physische Rechner mit all ihren Grenzen wollen, wenn man Rechen- und Speicherleistung auch in Form beliebig skalierbarer, virtueller Kapazität bekommen kann. Mit dem Cloud-Sourcing ist es allerdings wie mit Twitter: es ist <a href="http://serverwolken.de/offensichtlich-auch-die-cloud-ist-nicht-die-antwort-auf-jedes-problem-1475/">nicht die Antwort auf alle Probleme</a>.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:64</guid>
				<title>Votorola - eine Softwareumgebung für Demokratie</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:64</link>
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&lt;p&gt;An das Hören digital gespeicherter Musik haben wir uns längst gewöhnt. Auch über das Ende des Papierzeitalters darf mittlerweile offener geredet werden als noch vor einem Jahrzehnt. Doch wenn es um Politik geht, hört bei den meisten Menschen der Spaß auf. Politik ist das, was von „denen da oben“ gemacht wird. Schimpfen über die da oben ist erlaubt, aber sich Gedanken über Alternativen jenseits von „nächstes mal wähle ich aber die anderen“ zu machen, wird immer noch von breiter Mehrheit als Spinnertum abgetan. Immerhin — die Gedankengespinste häufen sich, und einige versuchen sogar schon, einen Schritt weiter zu gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 09:13:24 +0000</pubDate>
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					<![CDATA[
						 <p>An das Hören digital gespeicherter Musik haben wir uns längst gewöhnt. Auch über das Ende des Papierzeitalters darf mittlerweile offener geredet werden als noch vor einem Jahrzehnt. Doch wenn es um Politik geht, hört bei den meisten Menschen der Spaß auf. Politik ist das, was von „denen da oben“ gemacht wird. Schimpfen über die da oben ist erlaubt, aber sich Gedanken über Alternativen jenseits von „nächstes mal wähle ich aber die anderen“ zu machen, wird immer noch von breiter Mehrheit als Spinnertum abgetan. Immerhin — die Gedankengespinste häufen sich, und einige versuchen sogar schon, einen Schritt weiter zu gehen.</p> <h2><span>Die Votorola-Software</span></h2> <p><strong>Votorola</strong> ist eine Software-Umgebung zur Abbildung demokratischer Entscheidungsfindung mit vielen Beteiligten. Sie eignet sich sowohl zur Abstimmung über Wahlkandidaten, als auch für direktdemokratische Gesetzgebungsverfahren oder zur gemeinsamen Entwicklung politischer Strategien.</p> <p>Die grundsätzliche Funktionsweise besteht darin, dass alle Benutzer direkt miteinander kommunizieren und sich dabei zu immer größeren Wahlbündnissen formieren können, die für einen bestimmten Wahlkandidaten, einen bestimmten Gesetzgebungsvorschlag oder eine bestimmte Verfahrensweise stehen.</p> <p>Technisch besteht die Software aus einer Webanwendung, die in der Programmiersprache <strong>Java</strong> geschrieben ist und webserverseitig einen <strong>Tomcat</strong>-Server sowie <strong>Linux</strong> als Betriebssystem benötigt. Als Plattform für abstimmungsbegleitende Unterlagen wie Vorschläge, Argumente, Diskussionen usw. kommt <strong>MediaWiki</strong> zum Einsatz, also die bewährte Software, auf der Wikipedia basiert. Als Datenbanksystem wird das ebenfalls bewährte Produkt <strong>PostgreSQL</strong> verwendet.. Das System ist nach oben hin frei skalierbar, indem Server, die jeweils eine lokale Ebene (z.B. einen Wahlkreis, eine Gemeinde) managen, in einem Pyramidensystem zusammengeschlossen werden.</p> <p>Votorola ist OpenSource unter MIT Licence. Derzeit befindet sich die Entwicklung noch im Alpha-Stadium. Im Dezember 2007 wurde das Projekt gestartet. Zum Redaktionszeitpunkt dieses Artikels ist die Version 0.2.2 aktuell. Das Produkt ist jedoch schon einsatzfähig und es gibt Testinstallationen.</p> <p>Entwickler von Votorola sind der Deutsche Thomas von der Elbe und der Kanadier Michael Allan.</p> <ul> <li><a href="http://zelea.com/project/votorola/home.xht">Votorola Homepage</a> (Infos)</li> <li><a href="http://sourceforge.net/projects/votorola/">SourceForge-Projektseite von Votorola</a> (Download der aktuellen Version)</li> <li><a href="http://groups.google.com/group/votorola">Google-Gruppe zu Votorola</a> für Diskussionen und Fragen zu Installation und Betrieb</li> <li><a href="http://t.zelea.com/wiki/P/BGE">Testinstallation</a> mit Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“</li> <li><a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy/Votorola">Votorola-Seite im Piraten-Wiki</a> mit zu klärenden Punkten</li> </ul> <h2><span>Das Prinzip der kommunikativen Zustimmung</span></h2> <p>Der Ausdruck „kommunikative Zustimmung“ (engl.: communicative assent) wird von den Votorola-Autoren verwendet, um das Konzept hinter der Software zu erläutern. Der Ausdruck lehnt sich an den des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Delegated_Voting">Delegated Voting</a> an. Kommunikative Zustimmung betont jedoch gegenüber dem Delegated Voting den Prozess der Konsensfindung statt nur das Abgeben der eigenen Stimme.</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:64/peer-to-peer-voting-in-delegage-cascade.gif" alt="peer-to-peer-voting-in-delegage-cascade.gif" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Das Prinzip der kommunikativen Zustimmung (<a href="http://zelea.com/project/votorola/d/theory.xht">Quelle</a>)</span></div> <p>Das Prinzip der kommunikativen Zustimmung geht davon aus, dass Menschen am ehesten mit solchen Menschen zu einem Konsens kommen, die sie kennen und einschätzen können — Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen, Menschen aus der Nachbarschaft, Menschen mit den gleichen Problemen oder Online-Freunde, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht. Wird nun ein neues Wahlverfahren gestartet, etwa um über ein bestimmtes Sachthema oder eine zuvor eingebrachte Initiative zu entscheiden, werden die meisten Menschen zunächst auf der untersten, persönlichen Ebene beginnen, mit einigen anderen Menschen einen Konsens zu finden, den sie gemeinsam vertreten können. Der gefundene Konsens wird dokumentiert. Außerdem wird einer der Konsensteilnehmer bestimmt, um den gefundenen Konsens zu vertreten. Das bedeutet: Der Konsens-Vertreter erklärt sich bereit, den gefundenen Konsens in weiteren Auseinandersetzungen mit anderen Konsensvertretern oder Mitbürgern zu vertreten.</p> <p>Jeder Konsens muss natürlich erst mal gefunden werden. Menschen, die sich auf der untersten Ebene nirgends dazugehörig fühlen, weil sie keine Menschen haben, mit denen sie sich direkt austauschen können oder wollen, oder weil sie mit einem Konsens unter ihren Freunden nicht einverstanden sind, können auch später noch in die Konsensfindung einsteigen und sich direkt mit Konsensvertretern auseinandersetzen. Die obige Grafik verdeutlicht das. Punkte ohne Zahl darin sind einzelne Wähler. Punkte mit Zahlen darin sind ebenfalls einzelne Wähler, die jedoch den Konsens einer Anzahl anderer Wähler vertreten. Zahlen in den Punkten bedeuten die Anzahl von Wählern, die ein solcher Delegierter vertritt. Die kleinen Zahlen neben den Pfeilen sind die Zahlen der Wähler (inklusive ihrer Vertreter).</p> <p>Das Prinzip besteht also darin, schrittweise durch Kommunikation einen immer breiteren Konsens zu finden. Die immer größere Verklumpung von Zustimmung führt am Ende zu einem oder wenigen Wahl- bzw. Lösungsvorschlägen, deren Stimmenzahl eine nennenswerte Größe erreicht, so dass ein echter Mehrheitsbeschluss vieler Menschen zustande kommt.</p> <p>Die Verfahrensweise ist universell einsetzbar, egal ob es sich um Sachthemen oder um das Ermitteln von Wahlkandidaten handelt. Das Prinzip kann also sowohl für direkte Demokratie (Bürger entscheiden über anstehende Sachthemen) als auch für repräsentative Demokratie (Bürger wählen Vertreter, die dann für eine Wahlperiode über anstehende Sachthemen entscheiden) genutzt werden.</p> <h2><span>Das freie Spiel mit der Stimme</span></h2> <p>Ein Problem der Stimmendelegation besteht darin, dass von dem, was ein paar Freunde auf unterster Ebene zunächst an Konsens gefunden haben, am Ende des Zweigs möglicherweise nicht mehr viel übrig ist. Denn jeder neue „Knoten“ (Punkt mit Zahl darin) auf dem Weg zur Endabstimmung ist ein neuer Konsens, in der Praxis also meist ein weiterer Kompromiss.</p> <p>Da jeder Konsens dokumentiert wird, ist für die Wähler allerdings jederzeit einsehbar, wofür die Zwischenvertreter stehen. Wenn ein Wähler feststellt, dass ein Konsens, zu dessen Zustandekommen er bislang seine eigene Zustimmung beigetragen hat, nicht mehr seinen eigenen Vorstellungen entspricht, kann er seine Zustimmung formal zurückziehen. Dadurch verliert der Konsens auf höherer Ebene eine Stimme. Der Wähler kann seine Stimme neu einsetzen. Eine Möglichkeit besteht etwa darin, sich direkt in die Konsensfindung auf der höheren Ebene einzumischen. Es steht ihm jedoch ebenso frei, sich einem ganz anderen Konsens-Zweig zuzuwenden, sich komplett enttäuscht abzuwenden, oder den ursprünglichen Konsens erneut auf den Weg zu bringen.</p> <p>Durch die Möglichkeit, während des gesamten Wahlverfahrens seine Stimme jederzeit zurückziehen und neu einsetzen zu können, können starke dynamische Prozesse in Gang kommen. Delegierte können beispielsweise massenweise Zustimmungen und damit Bedeutung verlieren, wenn sie sich auf „faule Kompromisse“ einlassen und „Verrat an der Sache“ begehen. Jede einzelne Wählerstimme bleibt bis zuletzt im Rennen. Sie kann von ihrem Inhaber immer wieder zurückgezogen und neu vergeben werden. So wird verhindert, dass Vertreter sich ähnlich wie manche heutigen Volksvertreter als reine Machtfiguren positionieren, die den direkten Kontakt zu ihren Wählern irgendwann verlieren.</p> <p>Da das entstehende Wahlergebnis von der Votorola-Plattform jederzeit zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens für alle einsehbar ist, entstehen jederzeit Anreize, um etwa gegen eine sich abzeichnende, von einem selbst unerwünschte Mehrheit durch verstärktes eigenes Engagement gegenzusteuern. Eine Wahl ist auf der Votorola-Plattform nichts mehr, was an einem Sonntag stattfindet, und dessen Ergebnis man am Abend des Tages präsentiert bekommt. Es ist vielmehr ein Verfahrenstzeitraum zur Konsensbildung, während dessen jeder Stimmberechtigte viele und jederzeit das Entstehen von Konsensbildungen verfolgen kann und neue Möglichkeiten hat, seine Interessen und Wünsche beizutragen.</p> <h2><span>Wählerkompetenzen</span></h2> <p>Es steht jedem Wähler frei, seine Stimme überhaupt nicht zu nutzen, oder einmal an einer Stelle des Wahlverfahrens abzugeben und sich dann nicht mehr darum zu kümmern. Seinen Mehrwert entfaltet das Konzept von Votorola jedoch erst dann, wenn Wähler von ihren Möglichkeiten auch tatsächlich Gebrauch machen. Dazu gehören bislang ungewohnte kommunikative, aber auch technische Kompetenzen.</p> <p>Zu den kommunikativen Kompetenzen gehören:</p> <ul> <li>Offen mit anderen über mögliche Lösungen reden</li> <li>Konstruktiv nach Lösungen suchen, statt nur vorgesetzte Lösungen zu kritisieren</li> <li>Sich mit anderen auf eine Lösung einigen, die man gemeinsam vertreten will/kann</li> <li>Das Wahlverfahren über einen längeren Zeitraum zu verfolgen und zu entscheiden, wann und wo man selber eingreifen will.</li> <li>Den Mut haben, sich aus einer Konsensgruppe wieder zu entfernen, wenn man Weiterentwicklung der Konsensbildung nicht mehr akzeptabel findet</li> </ul> <p>Auf technischer Seite wird darüber hinaus erwartet:</p> <ul> <li>aktiver Umgang mit MediaWiki (Editieren und gegebenenfalls Anlegen von Seiten, Teilnehmen an Seitendiskussionen, Beherrschen von Suchstrategien)</li> <li>Umgang mit der Benutzeroberfläche der Votorola-eigenen Webanwendung, um Ergebnisse zu verfolgen, die eigene Stimme abzugeben oder zurückzuziehen usw.</li> </ul> <h2><span>Ausblick</span></h2> <p>Für einen breiten Einsatz ist Votorola im momentanen Entwicklungsstadium sicher noch nicht geeignet. Die anwendungseigene Benutzeroberfläche muss noch deutlich intuitiver und attraktiver werden. MediaWiki ist zwar ein erprobtes Software-Werkzeug, das aber bei aktiver Nutzung (Editieren, Diskutieren) einiges Know How verlangt, dessen Verbreitung noch lange nicht vergleichbar ist etwa mit der Fähigkeit, eine E-Mail zu schreiben und zu versenden.</p> <p>Software-Optimierung ist jedoch etwas, das von wenigen geleistet werden kann. Viel schwieriger ist der Umdenkungsprozess, der in den Köpfen der Wahlberechtigten stattfinden muss. Vom Stimmvieh zum aktiven Mitgestalter ist ein weiter Weg. Das Teilnehmen an einer offenen Konsensfindung über eine Web-Plattform ist für viele Menschen noch unvorstellbar. Da schimpft man doch lieber weiterhin am Stammtisch über „die da oben“, als sich auf so neumodisches, von irgendwelchen weltfremden Politikwissenschaftlern und Informatikern ersonnenes Zeugs einzulassen. Ja, der Weg ist weit, und die Köpfe sind noch nicht sehr empfänglich.</p> <p>Während dem Votorola-Team zu wünschen ist, dass es verstärkt wird, um die Plattform in zügigen Schritten weiterzuentwickeln, ist es Aufgabe der Netzgemeinde, mit der Aufklärungsarbeit zu beginnen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch mal auf das Webkompetenz-Partnerprojekt auf <a href="http://demokratie.wikidot.com/">demokratie.wikidot.com</a> hinweisen, das sich als partei- und organisationsunabhängiger Informations- und Koordinationsort für Initiativen und Gedanken zu echter, direkter Demokratie versteht.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>FriendFeed und sein Identitätsproblem</title>
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&lt;p&gt;Viele, die im modernen Web zu Hause sind, tragen mehrgleisig Inhalte bei. Sie bloggen, twittern, networken, sharen Fotos über Flickr, bookmarken bei Delicious, empfehlen Artikel über Google Reader. Dadurch entsteht eine Streuung, die einerseits zwar eine starke Online-Präsenz demonstriert, andererseits aber auch eine Fragmentierung der eigenen Inhalte bewirkt. FriendFeed ist ein Service, in dem man all seine anderen Aktivitäten wieder zusammenführen kann. Doch was bedeutet das? Einfach eine Datenhalde, oder ein All-in-one-Service, der die anderen Services eigentlich überflüssig macht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 20:26:06 +0000</pubDate>
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					<![CDATA[
						 <p>Viele, die im modernen Web zu Hause sind, tragen mehrgleisig Inhalte bei. Sie bloggen, twittern, networken, sharen Fotos über Flickr, bookmarken bei Delicious, empfehlen Artikel über Google Reader. Dadurch entsteht eine Streuung, die einerseits zwar eine starke Online-Präsenz demonstriert, andererseits aber auch eine Fragmentierung der eigenen Inhalte bewirkt. FriendFeed ist ein Service, in dem man all seine anderen Aktivitäten wieder zusammenführen kann. Doch was bedeutet das? Einfach eine Datenhalde, oder ein All-in-one-Service, der die anderen Services eigentlich überflüssig macht?</p> <p>Die Idee zu diesem Artikel hat Claudia Klinger geliefert. In ihrem Artikel <a href="http://www.webwriting-magazin.de/den-ueberblick-behalten-loops-vermeiden-mein-social-media-graph/">Den Überblick behalten, Loops vermeiden: der Social-Media-Graph</a> hat sie eine Mindmap ihrer Online-Aktivitäten erstellt. Die Grafik ist im Originalartikel verweis-sensitiv. Hier geben wir sie einfach nur wieder, um die Bedeutung von <a href="http://friendfeed.com/">FriendFeed</a> zu zeigen:</p> <div class="image"><img src="http://www.webwriting-magazin.de/wp-content/uploads/2009/10/meinsocialmediagraph1.jpg" alt="meinsocialmediagraph1.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Claudia Klingers Social-Media-Graph</span></div> <p>FriendFeed selber tut viel dazu, um diese typische Nutzung zu fördern. So weist der Service eine beeindruckende Anzahl von Schnittstellen zu anderen Web-Services auf. Zum Zeitpunkt dieses Artikels waren es 58.</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:63/friendfeed-services.png" alt="friendfeed-services.png" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Liste der Webservice-Schnittstellen von FriendFeed</span></div> <p>FriendFeed kann Daten, die der Nutzer bei diesen Services veröffentlicht hat, auslesen, egal ob Blogartikel, Tweets, Statusmeldungen, Links, Bilder oder Videos. All diese Daten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aggregation_(Informatik)">aggregiert</a> der Service in einem einzigen Nachrichtenstrom. Aus diesem Nachrichtenstrom generiert FriendFeed innerhalb der eigenen Weboberfläche eine twitter-ähnliche Darstellung. Außerdem stellt es den Nachrichtenstrom als Feed zur Verfügung.</p> <p>Das Problem von FriendFeed besteht darin, dass es zwar gerne zum Aggregieren verschiedener eigener Online-Präsenzen genutzt wird. Dagegen bleiben die FriendFeed-internen Möglichkeiten des Microbloggings weitgehend ungenutzt. Was eigentlich bedauerlich ist, denn verglichen mit dem spartanischen Twitter bietet der Web-Client von FriendFeed richtig viel:</p> <ul> <li>Das Following funktioniert wie bei Twitter. Man abonniert andere Teilnehmer, die einen interessieren, und kann von ihnen abonniert werden. Zusätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, nicht die Postings von Teilnehmern zu abonnieren, sondern nur deren Kommentare zu anderen Postings oder ihre Find-ich-gut-Bekundungen.</li> <li>Postings lassen sich kommentieren oder mit einer Find-ich-gut-Bekundung versehen, ähnlich wie bei Facebook. Kommentare und Bekundungen stehen unterhalb des Postings, zu dem sie gehören.</li> <li>Die Grundeinstellung, ob man seine Postings öffentlich machen oder nur den eigenen Abonennten zugänglich machen möchte, unterscheidet sich nicht von Twitter.</li> <li>Die berühmte Twitter-Zeichenbeschränkung auf 140 Zeichen <span style="text-decoration: line-through;">entfällt komplett</span> (Anmkerkung: bei direkten Postings existiert offenbar doch eine Zeichenbegrenzung — siehe Kommentare zu diesem Artikel). Auch in FriendFeed schreibt niemand Romane. Doch die fehlende Begrenzung hat erfreuliche Nebeneffekte, etwa bessere Lesbarkeit, weniger Insider-Abkürzungen und keine zwingende Notwendigkeit, Kurz-URL-Services zu nutzen. Lange URLs werden einfach im Text nur teilweise und beim Überfahren mit der Maus als Tooltipp vollständig angezeigt.</li> <li>An jedes Postings lassen sich Fotos anhängen, die im Posting erscheinen.</li> <li>Außerdem lassen sich Dateien als Attachments an Postings anhängen. Unterstützt werden Grafiken mit den Endungen jpg, gif, png, jpeg, bmp, tif und tiff, Audio-Dateien mit den Endungen mp3, m3u, m4a, ogg, aac, ra, wav, wma, ac3, aif, aiff, mid, midi und swa, Office-Dateien mit den Endungen doc, dot, docx, dotx, ppt, pptx, potx, ppsx, xls, xlsx, xltx und pps, Quelltextdateien mit den Endungen py, c, cc, cxx, cpp, java, rb, cs, vb, as, pl, html, css und js sowie diverse Formate mit den Endungen pdf, txt, csv, psd, ai, rtf, swf, ps, eps, vcf, kml und 3gp.</li> <li>Bei Links zu Medien wie YouTube-Videos werden diese als Thumbnail eingebettet und bei Anklicken inline abgespielt.</li> <li>Es ist möglich, gezielt in Feeds anderer Teilnehmer zu posten (so, wie man in Facebook an die Pinnwand anderer Teilnehmer posten kann). Dadurch erreichen die eigenen Postings auch die Abonnenten der anderen Teilnehmer.</li> <li>Beliebige Postings lassen sich sowohl innerhalb von FriendFeed als auch über Schnittstellen und Accounts in anderen Services wie Twitter oder Facebook mit anderen teilen — also die Retweet-Funktionalität von Twitter, jedoch service-übergreifend.</li> <li>Postings lassen sich einzeln gezielt ausblenden, um den Nachrichtenstrom auf solche Postings zu reduzieren, die einen tatsächlich interessieren.</li> <li>FriendFeed erkennt Cross-Postings in verschiedenen Services, auch dann, wenn diese im Inhalt teilweise voneinander abweichen. Die ähnlichen Postings lassen sich unterhalb eines Postings auf Wunsch anzeigen.</li> <li>Es gibt Gruppen für bestimmte Themen. Gruppen haben eigene Feeds, genau wie Teilnehmer. Alles, was Gruppenteilnehmer in die Gruppe posten, erscheint im Gruppenfeed. Gruppen kann man genauso abonnieren wie andere Teilnehmer. Jeder Teilnehmer kann eigene Gruppen zu gewünschten Themen gründen, oder um mehrere Identitäten zu pflegen (z.B. beruflich und privat). Auch Gruppenfeeds können wahlweise öffentlich oder nur den Gruppenteilnehmern zugänglich gemacht werden. Die Funktionalität privater Gruppen eignet sich beispielsweise auch für Arbeitsgruppen.</li> <li>Die Benutzeroberfläche von FriendFeed steht wahlweise in Englisch, Deutsch, Spanisch, Persisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Russisch, Türkisch oder Chinesisch zur Verfügung. Weitere Sprachen sind in Arbeit.</li> <li>Alle Inhalte von FriendFeed sind wie bei Twitter per Volltext duchsuchbar. Suchen lassen sich speichern, um sie jederzeit wiederzuverwenden. Eine gezielte Syntax erlaubt das Suchen z.B. nach Beiträgen eines bestimmten Teilnehmers, nur in bestimmten Feldern, oder Beiträge, die über einen bestimmten anderen Service gepostet wurden, z.B. nur Flickr-Fotos Google-Reader-Empfehlungen.</li> <li>Der Web-Client von FriendFeed reagiert im Gegensatz zum Original-Client von Twitter in Echtzeit. Sehr spannend ist das, wenn man eine Suche nach einem viel diskutierten Thema anzeigt, etwa eine <a href="http://friendfeed.com/search?q=FriendFeed">Suche nach FriendFeed</a></li> <li>Das Erscheinungsbild des FriendFeed-Clients ist für angemeldete Teilnehmer mittlerweile beeinflussbar. Wie bei Twitter lässt sich z.B. ein Hintergrundbild einbinden, um Individualität zu vermitteln.</li> <li>Genau wie Twitter verfügt FriendFeed über eine <a href="http://friendfeed.com/api/">Programmierschnittstelle (API)</a>, die es ermöglicht, eigene Clients oder Anwendungen für FriendFeed zu entwickeln. Beliebte Drittanbieter-Produkte wie etwa <a href="http://www.twhirl.org/">Twhirl</a> unterstützen FriendFeed ebenso wie Twitter. IPhone-Benutzer werden auf eine <a href="http://blog.friendfeed.com/2008/06/friendfeed-iphone-interface.html">speziell angepasste Oberfläche</a> geleitet. Die Anzahl verfügbarer Clients ist insgesamt nicht so groß wie bei Twitter, doch wegen der geringeren Anziehungskraft gibt es auch weniger qualitativ minderwertige Clients.</li> </ul> <p>Aus technischer Sicht ist FriendFeed also Twitter in vielerlei Hinsicht überlegen. Doch die „Szene“ trifft sich halt bei Twitter. Man „twittert“ so wie man „googelt“, womit eigentlich schon alles gesagt ist. Da immerhin viele Benutzer FriendFeed so wie Claudia Klinger als Sammelbecken für ihre Beiträge nutzen, kann man als FriendFeed-Leser auf viele interessante Feeds zurückgreifen. Es bleibt jedoch das Gefühl, sich in einer Geisterstadt zu befinden. 80% und mehr des gesamten Nachrichtenaufkommens in FriendFeed stammt aus Twitter. Würden alle Twitter-Benutzer automatisch zu FriendFeed-Benutzern, könnte man FriendFeed immerhin als vollständigen und überlegenen Twitter-Client nutzen. Doch selbst unter stark netz-affinen Benutzern betreibt allenfalls ein gefühltes Viertel auch ein FriendFeed-Konto und füttert es mit den Tweets aus Twitter.</p> <div class="image"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:63/facebook-friendfeed.jpg" alt="facebook-friendfeed.jpg" class="image" /></div> <p>Was mit Twitter nicht funktioniert, könnte allerdings irgendwann mit Facebook funktionieren. Denn FriendFeed wurde im August 2009 von Facebook gekauft — manche behaupten, „gefressen“. Von einer Vereinnahmung kann jedoch bislang keine Rede sein. FriendFeed tritt weiterhin als unabhängiger Service in Erscheinung und es gibt bislang keine Versuche, FriendFeed-Benutzer auf subtile Weise in Facebook zu drängen. Facebook dürfte FriendFeed auch kaum erworben haben, um einen lästigen Konkurrenten loszuwerden. Eher, um sich fehlende Technologie einzukaufen, viellleicht auch nur wegen der <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/08/11/facebook-uebernimmt-friendfeed-mitarbeiter-sind-interessanter-als-die-technik/">Mitarbeiter</a>. Es geht die Vermutung um, dass die neuere LiveFeed-Funktion in Facebook auf FriendFeed zurück geht. Für die 45 Millionen US-Dollar, die Facebook für FriendFeed ausgegeben hat, wäre das allerdings eine recht teuere Feature-Implementierung.</p> <p>Für FriendFeed-Fans bleibt jedenfalls die Ungewissheit, wie es mit dem Power-Service weitergehen soll. Ungemach droht einigen Kommentatoren zufolge auch von <a href="http://posterous.com/">Posterous</a>. Der neue Star am Web-2.0-Himmel (siehe <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:48">Posterous: Mail-Bloggen und Networken</a>) hat ganz ähnliche Konzepte wie FriendFeed. Optisch eher als klassisches Blog ausgelegt denn als Microblog, verfügt es ebenfalls über zahlreiche <a href="http://posterous.com/help/autopost">Schnittstellen zu anderen Services</a>, übernimmt von FriendFeed viele andere Konzepte und fällt duch sehr gute Sichtbarkeit bei Google auf.</p> <p>Das alles trägt also zum Identitätsproblem von FriendFeed bei. Ein Problem, das FriendFeed wirklich nicht verdient hat. Ich habe jedenfalls beschlossen, FriendFeed etwas stärker als bisher zu beackern. Vielleicht finden sich ja ein paar „Follower“ in dem Sinne, dass auch andere mal verstärkt primär auf FriendFeed posten.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Relevanz - eine neue Knappheit?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:62</link>
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&lt;p&gt;Rund um das Online-Lexikon Wikipedia ist ein Streit eskaliert, der nun die Runde durch die Blogosphäre und Magazine macht. Es geht darum, was in die Wikipedia gehört und was nicht. Da es keine natürlichen Grenzen gibt wie geplante Anzahl Bände, Seitenzahlen usw., lassen sich keine Sachzwänge mehr als Ausrede vorschieben. Was in die Wikipedia gehört und was nicht, wird allein auf Grund von Relevanz entschieden. Innerhalb von Wikipedia gibt es einen Kriterienkatalog für Relevanz. Der jedoch steht nun auf dem Prüfstand. Währenddessen verschärft sich der Ton zwischen Inkludisten und Exkludisten, den Antipoden in diesem Streit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 10:11:10 +0000</pubDate>
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						 <p>Rund um das Online-Lexikon Wikipedia ist ein Streit eskaliert, der nun die Runde durch die Blogosphäre und Magazine macht. Es geht darum, was in die Wikipedia gehört und was nicht. Da es keine natürlichen Grenzen gibt wie geplante Anzahl Bände, Seitenzahlen usw., lassen sich keine Sachzwänge mehr als Ausrede vorschieben. Was in die Wikipedia gehört und was nicht, wird allein auf Grund von Relevanz entschieden. Innerhalb von Wikipedia gibt es einen Kriterienkatalog für Relevanz. Der jedoch steht nun auf dem Prüfstand. Währenddessen verschärft sich der Ton zwischen Inkludisten und Exkludisten, den Antipoden in diesem Streit.</p> <p>Eine kleine Übersicht von Artikeln zum Thema:</p> <ul> <li><a href="http://blog.zwitschi.net/?p=16">Aggregat7 : 99% aller Deutschen sind irrelevant</a><br /> zwitschi.NET</li> <li><a href="http://notes.computernotizen.de/2009/10/20/ohne-relevanzkriterien-keine-wikipedia/">Ohne Relevanzkriterien keine Wikipedia</a><br /> Notizblog</li> <li><a href="http://blog.wikimedia.de/2009/10/20/kein-mensch-ist-irrelevant/">Kein Mensch ist irrelevant</a><br /> Wikimedia Blog</li> <li><a href="http://www.tschlotfeldt.de/elearning-blog/1218-gruppendynamische-prozesse-bei-der-wikipedia">Gruppendynamische Prozesse bei der Wikipedia</a><br /> Tim Schlotfeldt » E-Learning</li> <li><a href="http://synflood.at/blog/index.php?/archives/777-Wikipedia-manches-Wissen-ist-gleicher-als-anderes.html">Wikipedia: manches Wissen ist gleicher als anderes</a><br /> AK's weblog</li> <li><a href="http://www.netzpolitik.org/2009/relevanzkriterien-wikipedia-verein-laedt-zur-diskussion-nach-berlin/">Relevanzkriterien: Wikipedia-Verein lädt zur Diskussion nach Berlin!</a><br /> netzpolitik.org</li> <li><a href="http://www.digitalpublic.de/wikipedia-wer-relevanz-und-referenz-verwechselt">Wikipedia: Wer Relevanz und Referenz verwechselt</a><br /> digitalpublic.de</li> <li><a href="http://www.netzeitung.de/internet/1499620.html">Wikipedia zwischen Relevanz und Firlefanz</a><br /> Netzzeitung.de</li> <li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,656214,00.html">Wikipedia-Autoren ziehen in den Löschkrieg - gegen Katzen</a><br /> SPIEGEL Online</li> <li><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2009-10/wikipedia-streit-fefe">Die Diktatur der Relevanz</a><br /> DIE ZEIT</li> </ul> <p>Persönlich bin ich froh, dass dieser Streit in die Öffentlichkeit gelangt und offen ausgetragen wird. Denn vor einigen Wochen machte ich eine eigene, etwas verstörende Erfahrung mit dem, worum der Streit sich dreht. Bislang habe ich nur wenig zu Wikipedia beigetragen. Meiner Natur folgend bin ich eher jemand, der Artikel anfängt. Das Verfeinern, Optimieren und Ergänzen können andere besser als ich. Als ich 2004, 2005 den einen oder anderen Artikel begann, war das noch eine lockere Angelegenheit. Doch mittlerweile gleicht es offenbar einer unerhörten, schamlosen Aktion, so etwas zu tun. Nach dem Erfolg der Online-Petition gegen das Zugangssperrengesetz fand ich es für angebracht, dass deren Initiatorin, die sich plötzlich im Licht der Öffentlichkeit wiederfand und diese plötzlich aufgezwungene Rolle trotz einiger Bedenken im Dienst an der Sache annahm, einen eigenen Wikipedia-Artikel verdient hatte: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franziska_Heine">Franziska Heine</a>.</p> <p>Der Link führt zu dem Artikel, der mittlerweile den Segen der Anerkennung erhalten und die Hürden der Relevanz genommen hat. Doch nur wenige Minuten, nachdem die erste Fassung des Artikels online war, wurde bereits ein Löschantrag gestellt. Der wurde auch gleich noch von einigen anderen unterstützt. Da gibt es also Leute, die sich neue Artikel wie einen Twitter-Stream in Echtzeit reinziehen, den Inhalt der „Neuen“ kurz überfliegen und dann volll innerer Genugtuung den Antrag-auf-Ablehnung-Stempel zücken. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass bei neuen Artikeln, die nicht eklatant gegen die Regeln verstoßen, etwa gegen den Neutralitätsgrundsatz, nicht der Beweis für die Berechtigung des Artikels erbracht werden muss, sondern wenn, dann der Berweis für die Nicht-Berechtigung. Doch da hatte ich wohl eine falsche Vorstellung von der Wikipedia, wie sie mittlerweile ist. Glücklicherweise fanden sich in der Löschdiskussion zum Franzsika-Heine-Artikel schnell Mitstreiter, die den löschgeilen und zudem ziemlich schnoddrig herablassend auftretenden Lösch-Fanatikern Paroli boten. Am Ende waren die Löschanträge durch eine erdrückende Last an Links und Argumenten an die Wand gespielt worden.</p> <p>Im Fall Franzsika Heine mussten die <strong>Exkludisten</strong> am Ende also eine Niederlage einstecken. Doch in wie vielen anderen Fällen haben sie sich durchgesetzt? Als Exkludisten werden sie deshalb bezeichnet, weil ihr Bestreben ist, die Inhalte der Wikipedia überschaubar zu halten. Nur was wirklich „wichtig“ ist (genauer: „relevant“), gehört ihrer Ansicht nach in die Wikipedia. Zwar gibt es einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:RK">Relevanzkriterienkatalog</a>. Doch der wird erstens voin der Meute der Exkludisten sehr frei ausgelegt, und zweitens ist er selber stets diskussions- und verbesserungswürdig.</p> <p>Auslöser der jetzt aufgeflammten, öffentlichen Diskussion war übrigens ein anderer Artikel, der ebenfalls viel mit dem Zugangssperrengesetz zu tun hat: nämlich der Artikel über den Verein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MOGIS">MOGIS</a> (<a href="http://mogis.wordpress.com/">http://mogis.wordpress.com/</a>), der im Mai dieses Jahres bekannt wurde, als er sich ausdrücklich gegen das Zensursula-Gesetz aussprach. MOGIS hatte wohl weniger Glück als Franziska Heine. Die Exkludisten setzten sich in diesem Fall erst einmal durch.</p> <p>Nicht wenige stellen sich die Frage, ob die Wikipedia überhaupt Relevanzkriterien braucht, und wenn ja, ob sie so weitreichende braucht. Vertreter dieser Denkrichtung werden als <strong>Inkludisten</strong> bezeichnet. Die wichtigste Forderung der Inkludisten besteht darin, umstrittene Artikel erst einmal zu lassen, bevor ihre Berechtigung nicht auf breiter Front in Frage gestellt wird („im Zweifel für den Angeklagten“). Allerdings wird damit ein sehr weiter Bereich abgedeckt, nämlich von Artikeln wie dem zu MOGIS (gemeinnütziger Verein, der öffentlich in Erscheinung getreten ist) bis hin zum Fliesenleger aus Delmenhorst, der einfach mal einen WP-Artikel über seinen Dreimannbetrieb schreibt.</p> <p>Einigkeit zeichnet sich darüber ab, dass die „Kaste“ der Löschbeamten gründlich ausgemistet werden muss. Eine selbstherrliche Bürokratenriege, die fast schon mit faschistoidem Duktus operiert, gehört nicht in die Wikipedia und steht quer zu der ganzen Richtung, in die sich das Netz entwickelt. Die Frage dagegen, ob es Relevanzgrenzen geben soll, und wenn ja, wo genau sie anzusetzen sind, wird wohl noch weiter für Uneinigkeit sorgen.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Homo Electronicus und Hyperkommunikation</title>
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&lt;p&gt;Die Umwelt des modernen Menschen wird immer elektronischer und elektromagnetischer. Elektrosmog ist gesundheitsschädlich. Elektromagnetische Felder und Funkwellen beeinflussen nachweislich den menschlichen Organismus (und natürlich alle übrigen Organismen in der Natur, auch Pflanzen). Allerdings ist es zu einfach, grundsätzlich nur von Schädigung zu sprechen. Forschungen haben gezeigt, dass speziell die DNA des Menschen auf vielfältige Weise mit elektromagnetischen Wellen interagiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:09:26 +0000</pubDate>
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						 <p>Die Umwelt des modernen Menschen wird immer elektronischer und elektromagnetischer. Elektrosmog ist gesundheitsschädlich. Elektromagnetische Felder und Funkwellen beeinflussen nachweislich den menschlichen Organismus (und natürlich alle übrigen Organismen in der Natur, auch Pflanzen). Allerdings ist es zu einfach, grundsätzlich nur von Schädigung zu sprechen. Forschungen haben gezeigt, dass speziell die DNA des Menschen auf vielfältige Weise mit elektromagnetischen Wellen interagiert.</p> <div style="float: right; margin-left: 16px; margin-bottom: 12px; padding-top: 8px; width: 250px"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:61/radiowavednahelix.jpg" alt="radiowavednahelix.jpg" class="image" /></div> <p>Das Erforschen der Wechselwirkungen zwischen elektrischer Energie und Organismen gehört wissenschaftlich gesehen zum Gebiet der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biophysik">Biophysik</a>, genauer, zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biophotonik">Biophotonik</a>. Der deutsche Biophysiker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz-Albert_Popp">Fritz-Albert Popp</a> hat in diesem Forschungsgebiet einen eigenen Ansatz entwickelt, der, wie sein Wikipedia-Artikel andeutet, nicht unumstritten ist. „<em>Der deutsche Biophysiker Fritz-Albert Popp hat Licht in Lebewesen entdeckt. An der Existenz dieser Biophotonen gibt es keine Zweifel. Aber die Experten streiten über die Quelle des Lichts und über seine Bedeutung.</em>“ So formuliert es der SPIEGEL im Artikel <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,370918,00.html">Das rätselhafte Leuchten allen Lebens</a> von 2005.</p> <p>Konkret geht es um Popps These, dass der menschliche Organismus aus Licht, also aus elektromagnetischer Strahlung, wichtige ordnende Impulse erhält, sich also davon ernährt. Die Schnittstelle dafür ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DNA">DNA</a>. Und deren elektromagnetische Interaktionen gehen anderen Insidern zufolge noch erheblich weiter: „<em>Unabhängig von der biochemischen Funktion als Eiweißproduzent ist die DNA ein komplizierter elektronischer Biochip, der mit seiner Umwelt kommuniziert, wie neueste Forschungen aus Rußland ergeben haben</em>“, schreiben die Grenzwissenschaftler Grazyna Fosar und Franz Bludorf in ihrem Buch <a href="http://www.amazon.de/Vernetzte-Intelligenz-online-Gruppenbewu%C3%9Ftsein-Gravitation/dp/3930243237">Vernetzte Intelligenz: Die Natur geht online. Gruppenbewußtsein, Genetik, Gravitation</a>.</p> <p>Nun ist die DNA ja längst zum philosophischen, informationstechnischen, ökonomischen und politischen Zankapfel mutiert, zum Atom des 21. Jahrhunderts. Neben der Bedeutung für genetische Fingerabdrücke und für gezielte gentechnische Veränderungen des Erbguts kommt nun also noch die Frage nach der eigentlichen Funktion des Biomoleküls. Mit den oben erwähnten „Forschungen aus Rußland“ sind die Arbeiten der Forschergruppe um Pjotr Garjajev von der Moskauer Akademie der Wissenschaften gemeint. Die Russen haben sich mit jenen 90% des DNA-Moleküls befasst, die nichts mit der Eiweiß-Synthese, also mit biochemischen Prozessen zu tun haben. Die charakteristische Form der Doppelhelix, aus der das DNA-Molekül besteht, so ihre These, ist eine Antenne zum Empfangen und Senden elektromagnetischer Wellen. Das trifft vor allem auf modulierte, also beeinflusste Wellen zu. Modulationen werden von der DNA als Informationen interpretiert und gespeichert. Der ganze Forschungsansatz wird deshalb auch unter dem Stichwort <strong>Wellengenetik</strong> zusammengefasst.</p> <p>Die unterschiedlichen Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums haben auch unterschiedlichen Einfluss auf die DNA. So hat man herausgefunden, dass die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resonanzfrequenz">Resonanzfrequenz</a> der menschlichen DNA-Helix etwa 150 Megahertz beträgt. Von da aus ist es nur ein Schritt für weitere Interpretationen: „<em>Handynetze senden in Frequenzbereichen, die harmonischen Oberwellen von 150 Megahertz entsprechen. Das bedeutet: die elektromagnetischen Wellen, die vom Handy abgestrahlt werden, versetzen unser Erbmolekül DNA, was wir in jeder Zelle haben, in Schwingung</em>“ (<a href="http://www.i-n-a.net/index.php?id=1121&amp;L=2">Take Care: Energiewesen Mensch – Erkenntnisse aus der Physik</a>).</p> <p>Dem neueren Verständnis zufolge ist die DNA also nicht nur nicht zuletzt, sondern sogar vorrangig das elektromagnetische Kommunikationsgerät einer jeden Körperzelle. Zellen interagieren und kommunizieren damit sowohl direkt untereinander als auch direkt mit der elektromagnetischen Umwelt. Für alle, die sich nur für genetische Fingerabdrücke interessieren, ist das natürlich irrelevant. Ebenso für alle, die sich nur für die pharmazeutische Ausschlachtung biochemischer Prozesse interessieren. Um so dankbarer werden die neueren Thesen zur DNA von der spiritualistischen Szene aufgegriffen. So spricht das Enveda-Magazin wie auch andere Quellen von der <strong>Hyperkommunikation</strong> der DNA und sogar vom <a href="http://www.enveda.de/Spezialthemen/KoerperundBewusstsein/mag_33.cfm">„lebendigen Internet“ im Menschen</a>. Und bei den sieben-sterngedanken ist zu lesen: „<em>Seit Jahrtausenden wissen esoterische und spirituelle Lehrer, dass unser Körper durch Sprache, Worte und Gedanken programmierbar ist. Nun ist dies wissenschaftlich bewiesen und erklärt. Natürlich ist das eine Sache der richtigen Frequenz, und daher ist nicht jeder erfolgreich darin oder kann es mit immer derselben Intensität durchführen. Jeder Einzelne muss an seinen inneren Prozessen und seiner Reife arbeiten, um eine bewusste Kommunikation mit der DNS herzustellen</em>“ (<a href="http://www.sieben-sterngedanken.de/seiten/neuigkeiten/items/gentechnik-veraltet-wellengenetik-beweist-erbgut-veraendert-durch-sprache-und-frequenzen.html">Gentechnik veraltet? Wellengenetik beweist: Erbgut verändert durch Sprache und Frequenzen</a>).</p> <p>Befreit man dieses leztere Zitat einmal von typisch esoterischen Zutaten wie „inneren Prozessen“ oder „wissenschaftlichen Beweisen“ , so bringt es durchaus auf den Punkt, wohin die Reise gehen könnte. Wissen darüber, wie die DNA konkret mit elektromagnetischen Wellen, bestimmten Wellenlängen und Modulationsmustern interagiert, kann in Zukunft helfen, eine elektromagnetische Umwelt zu erschaffen, in der die DNA in einem ihr passenden Maß angeregt wird. Das reicht von therapeutischen Maßnahmen bis hin zur Wohnungs- und Stadtplanung. Ferner ist denkbar, dass Computer durch entsprechende Funkschnittstellen und Software ausgesendete Impulse der DNA in digitale Muster zerlegen und an Hand von Rastern interpretieren könnten. Doch wem das alles zu viel wird, darf sich noch etwas entspannen: Erst im Zeitalter des IP12-Protokolls wird voraussichtlich jedes Chromosom seine eigene, statische IP-Adresse und einen Twitter-Account erhalten …</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Halbwissen auf breiter Front</title>
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&lt;p&gt;Der Titel dieses Beitrags könnte missverständlich sein, weil „Halbwissen“ ein so negativ besetzter Begriff ist, dass jeder in — fast möchte man sagen, typischer Halbwissen-Manier — zu wissen meint, worum es nun geht. Doch genau darum wird es in diesem Artikel &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; gehen. Halbwissen, so die hier vertretene These, ist nämlich alles andere als „gefährlich“, wenn es sich um individuelles, aus Interesse angeeignetes Wissen handelt, das auf anderes, ebenfalls individuelles, und ebenfalls aus Interesse angeeignetes Wissen trifft, oder auch auf fundiertes Fachwissen, und sich damit vernetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 19:55:41 +0000</pubDate>
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					<![CDATA[
						 <p>Der Titel dieses Beitrags könnte missverständlich sein, weil „Halbwissen“ ein so negativ besetzter Begriff ist, dass jeder in — fast möchte man sagen, typischer Halbwissen-Manier — zu wissen meint, worum es nun geht. Doch genau darum wird es in diesem Artikel <strong>nicht</strong> gehen. Halbwissen, so die hier vertretene These, ist nämlich alles andere als „gefährlich“, wenn es sich um individuelles, aus Interesse angeeignetes Wissen handelt, das auf anderes, ebenfalls individuelles, und ebenfalls aus Interesse angeeignetes Wissen trifft, oder auch auf fundiertes Fachwissen, und sich damit vernetzt.</p> <p>Dass Halbwissen an und für sich bereits gefährlich sei, ist eigentlich nur das Argument „ständisch“ denkender Vertreter einer gewachsenen und auf sich selber stolzen Expertenriege. So gibt es immer noch viele Mediziner, die der Ansicht sind, Patienten sollten allenfalls etwas über gesunde Ernährung wissen, aber nichts über Krankheiten, ihre Diagnostizierung oder Therapieformen. Viele Anwälte, die noch der Ansicht sind, Klienten sollten besser nichts Genaues über relevante Paragraphen, argumentative Strategien oder Erfolgsaussischten wissen. Journalisten, die von Qualitätsjournalismus reden, um ein griffiges Wort für Abgrenzungsreflexe zur Hand zu haben. Und so manchen Web-Guru, der Wert darauf legt, dass das Erstellen einer Webseite eine unendlich komplexe Angelegenheit ist, an der sich auf keinen Fall fröhliche Laien oder gar nervöse Scriptkiddies versuchen sollten. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herrschaftswissen">Herrschaftswissen</a> also. Seine Vertreter sind zuverlässig daran erkennbar, dass sie Wissen, über das sie zweifellos verfügen, knapp halten wollen, um die eigene Position, den eigenen Status zu sichern.</p> <p>Die Mittel sind dabei sehr unterschiedlich und subtil. So gehört beispielsweise das offene Demonstrieren von Wissen dazu, wenn es mit dem nötigen Sicherheitsabstand zelebriert wird, also so, dass der Zuschauer seine unüberbrückbare Entfernung dazu einsehen soll. Abgrenzende Sprache weist darauf hin, gespickt mit Fremdwörtern, die im gegebenen Zusammenhang keine fachterminologische Funktion haben. Oder wenn ein „Vorführer“ offenkundigen Laien, Patienten, Klienten, Anfängern gegenüber bewusst kollegialen Fachjargon verwendet, mit dem Unterton „siehst du, ich sag dir doch alles, aber du bist halt zu blöd, um es zu verstehen“.</p> <p>In einer Welt, die von Herrschaftswissen geprägt ist, gilt der unausgesprochene Grundsatz, dass Unwissenheit besser ist als Halbwissen. Wobei die Neugier des menschlichen Geistes nicht einfach in Einfalt gelassen werden kann. Sie muss abgelenkt werden, durch pfiffige Spiele, spektakuläre Shows, spannende Geschichten, Lotterien, Marken und Idole. Besonders im 20. Jahrhundert, als Wissen für die Masse bereits einfacher verfügbar war, wurden immer mehr Superlative für die geistige Zerstreuung aufgefahren. Gleichzeitig wurde das Wissen domestiziert, harmlos gemacht, von Konsequenzen befreit. Die Gebildeten lernten, „wider beseres Wissen“ zu leben.</p> <p>Durch das Internet, speziell das Web, erfuhr die einfache Verfügbarkeit von Wissen jedoch einen explosiven, neuerlichen Schub. Kein noch so großes Aufgebot an Zersteuung, kein noch so geschicktes taktisches Kanalisieren von Wissen konnten verhindern, dass sich immer mehr Menschen unkontrolliert und ungefiltert über alles mögliche informierten. Und dabei blieb es nicht. Diese Menschen gaben ihre individuelle Mischung aus Information ungeniert weiter, nicht in der Szenekneipe um die Ecke, sondern öffentlich einsehbar im Web, in Foren, Blogs, Microblogs und Social Networks, auf Augenhöhe mit und im gleichen Wasser Wellen schlagend wie große Magazine mit wichtigen Stimmen.</p> <p>Das soll nicht heißen, dass Information im Web grundsätzlich zu authentischerem Wissen führt als im Zeitalter der wenigen Massenmedien und der kanalisierten Massenunterhaltung. Der netztypische Informationsüberfluss führt auf seine Weise zu einer Verseichtigung der Inhalte, was letztlich eine ähnliche Wirkung hat wie vorgeformte, geglättete Information: Empfänger konsumieren die geistige Nahrung nur noch, ohne zu reagieren. Insgesamt wächst jedoch jener Teil von direkt aufgenommenem Wissen, der Menschen verändert. Verändert in dem Sinne, dass diese Menschen immer unempfindlicher gegen jegliche Form von Herrschaftswissen werden.</p> <p>Was sie sich aneignen, ist jedoch kein Wissenskanon, keine Ausbildung. Sie durchlaufen keine demütigen Lehrjahre. Niemand im Netz verbietet ihnen, so aufzutreten, wie sie meinen dass sie können. Die meisten werden auch keine Meister, keine großen Experten. Sie stoßen sich jedoch die Hörner ab und wachsen daran. Es sind viele, die sich Wissen im Netz und durch Vernetzung erarbeiten, und es werden immer mehr. Das ist mit dem Titel <em>Halbwissen auf breiter Front</em> gemeint.</p> <p>In einer Umgebung vernetzter Individualisten ist Halbwissen keine Gefahr. Es wird durch den Kontext anderer Betrachtungsweisen, die immer nur einen Mausklick entfernt sind, stets relativiert. Durch Feedback und Kommunikation wird es kontrolliert. Solange der Halbwissende sich an die Regeln der vernetzten Welt hält und aktiv daran teilnimmt, ist sein Halbwissen weder dumm noch problematisch, sondern legitimer aktueller Bewusstseinsausdruck.</p> <p>Wichtig ist allerdings, dass alle Netzteilnehmer die Netzkultur leben. Denn sie werden im Netz sehr oft mit Halbwissen konfrontiert, auch in sensiblen Bereichen, etwa bei medizinischen Empfehlungen. Wer sich im Netz mit den Stimmen der Anderen beschäftigt, sollte stets wissen, dass es immer nur die Anderen sind, und in aller Regel keine ermächtigten Halbgötter. Vernetzung bedeutet Relativierung.</p> <p>Jetzt mag vielleicht noch der Gedanke im Raum stehen, dass Vernetzung und Relativierung geradezu das Halbwissen fördern und am Ende jegliches tiefere Wissen vernichten. Tatsächlich kann man dieser Gefahr erliegen, wenn man sich nur noch im Bereich der bloßen Vernetzung und Verlinkung aufhält, also vor allem in der <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:25">Statusphäre</a>, und keine Zeit mehr mit der Vertiefung des eigenen Bewusstseins verbringt. Das ist dann allerdings streng genommen kein klassisches Halbwissen, sondern eher seichtes Vielwissen, das gar nicht mit dem Anspruch von Wissen auftritt.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:59</guid>
				<title>De-Mail - Schäuble-Mail?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:59</link>
				<description>

&lt;p&gt;Pünktlich zum Pilotstart des staatlichen Mailservices DE-Mail geraten Hotmail, YahooMail, GoogleMail und andere ins Kreuzfeuer der Kritik, weil tausende von Zugangsdaten ihrer User im Netz aufgetaucht sind. Dabei können diese Services nun wirklich nichts dafür, wenn ihre Benutzer freiwillig ihre Passwörter hergeben. Wasser jedoch in die Mühlen des ambitionierten DE-Mail-Projekts, dessen Befürworter den Eindruck erwecken, als würden Delikte wie Phishing für DE-Mail-User der Vergangenheit angehören. Und Anlass genug, um sich mit diesem Projekt mal etwas näher zu beschäftigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</description>
				<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 04:45:18 +0000</pubDate>
												<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Pünktlich zum Pilotstart des staatlichen Mailservices DE-Mail geraten Hotmail, YahooMail, GoogleMail und andere ins Kreuzfeuer der Kritik, weil tausende von Zugangsdaten ihrer User im Netz aufgetaucht sind. Dabei können diese Services nun wirklich nichts dafür, wenn ihre Benutzer freiwillig ihre Passwörter hergeben. Wasser jedoch in die Mühlen des ambitionierten DE-Mail-Projekts, dessen Befürworter den Eindruck erwecken, als würden Delikte wie Phishing für DE-Mail-User der Vergangenheit angehören. Und Anlass genug, um sich mit diesem Projekt mal etwas näher zu beschäftigen.</p> <div class="image" style="width: 204px; float: right; margin-left: 32px; margin-top: 16px;"><a href="http://www.de-mail.de/"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:59/de-mail.gif" alt="de-mail.gif" class="image" /></a><br /> <span class="legend" style="">DE-Mail-Logo (Anklicken führt zum <a href="http://www.de-mail.de/">De-Mail-Portal</a>)</span></div> <p>Eigentlich wollen ja viele Netzbürger genau das:</p> <blockquote> <p>De-Mail schafft für Bürgerinnen und Bürger im Internet eine verbindliche und vertrauenswürdige Adresse für sichere Kommunikation und einen Speicherplatz für wichtige Unterlagen. Unternehmen und Verwaltung bietet De-Mail die Möglichkeit, neue durchgängig digitale Prozesse zu entwickeln. Eine rechtssichere, vertrauliche und zuverlässige Online-Kommunikation eröffnet Möglichkeiten, die bislang aufgrund der Sicherheitsrisiken nicht möglich waren oder unter man-gelnder Akzeptanz litten.</p> </blockquote> <p>Aus dem De-Mail-Flyer, <a href="http://www.cio.bund.de/cae/servlet/contentblob/302938/publicationFile/36452/demail_flyer_download.pdf">PDF, 384KByte</a></p> <p>Das würde, wenn es funktioniert, das Ende der Papierbürokratie bedeuten. Anträge, Stellungnahmen, Beschwerden, Anfragen: der größte Teil der Kontakte zwischen Behörden und Bürgern könnte elektronisch abgewickelt werden. Auch in vielen anderen Bereichen, etwa in der Business-to-Business-Kommunikation oder bei Kaufverträgen, könnten De-Mail-Adressen für einen Digitalisierungsschub sorgen. Wenn da nicht eine Reihe von Bedenken wären …</p> <h3><span>Wer, wie, wann?</span></h3> <p>Am 4. Februar 2009 hat die deutsche Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur deutschlandweiten Einführung von De-Mail im Jahr 2010 beschlossen. Mit dem heutigen 9. Oktober 2009 beginnt eine <a href="http://www.fn.de-mail.de/">Pilotphase im Raum Friedrichtshafen/Bodensee</a>.</p> <p>Alle Bundesbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, und alle juristischen Personen in Deutschland (Firmen, Vereine, Verbände, Organistationen usw.) können eine <strong>De-Mail-Adresse</strong> beantragen. Bürger müssen zum Nachweis ihren Personalausweis vorlegen, Körperschaften ihren Auszug aus dem Handels- oder Genossenschaftsregister. Beantragen kann man seine De-Mail-Adresse über einen <strong>De-Mail-Provider</strong>, der entsprechende Antragsformulare zur Verfügung stellt. Das ausgefüllte Antragsformular muss man bei darauf vorbereiteteten Stellen (z.B. Rathaus, Kreisverwaltung oder vergleichbare Einrichtungen) zusammen mit den angegebenen „Identitätsnachweisen“ (Personalausweis, Registerauszug) vorlegen. Hat man auf diese Weise seine Berechtigung nachgewiesen, erhält man vom De-Mail-Provider per Post seine Zugangsdaten. Damit muss man auf einem Server des De-Mail-Providers sein De-Mail-Konto aktivieren.</p> <p>Für die behördliche Abwicklung der Anmeldung wird wie für viele Verwaltungsakte eine Gebühr fällig. Wie sich der De-Mail-Service ansonsten finanzieren soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich ist ein kostenloser Basis-Service mit Kosten für speziellere Service-Funktionen.</p> <h3><span>Technisches zu den De-Mail-Adressen</span></h3> <p>De-Mail-Adressen sind normale Mail-Adressen mit diesem Schema: <em>Vorname.Nachname[.Nummer]@Dienstanbieter.de-mail.de</em><br /> Eine von vielen Lisa Müllers könnte zum Beispiel diese Mailadresse erhalten:<br /> <em>lisa.mueller.135@t-online.de-mail.de</em></p> <p>Bei Firmen und Körperschaften mit mehreren oder vielen Mail-Benutzern ist vorgesehen, dass diese so über ein eigenes Gateway mit dem Gateway des De-Mail-Providers verbunden werden, dass die Benutzer z.B. ihre normalen Firmen-Mailadressen nutzen können, dabei aber De-Mail als „Kanal“ nutzen.</p> <p>De-Mail-Provider sind große Provider, die bereits Erfahrung mit umfangreichen Mailkonto-Beständen haben. In der Pilotphase Friedrichshafen sind <a href="https://www.gmx.de-mail.de/">GMX</a>, <a href="https://www.t-online.de-mail.de/">T-Home</a>, <a href="https://www.t-systems.de-mail.de/">T-Systems</a> und <a href="https://www.web.de-mail.de/">WEB.DE</a> als Provider verfügbar (die Links in diesem Satz führen zu den De-Mail-Portalen der Anbieter). Der gewünschte De-Mail-Provider ist unter diesen Anbietern frei wählbar.</p> <p>De-Mail verwendet ausschließlich vorhandene Internet-Standards. Dazu gehören SMTP zum Versand, POP3 zum Abholen und IMAP zum serverseitigen Einsehen und Verwalten. Für die Nachrichten kommt das Internet Message Format zum Einsatz, wie es in <a href="http://www.faqs.org/rfcs/rfc2822.html">RFC 2822</a> spezifiziert ist. Das bedeutet: Benutzer von De-Mail können gebräuchliche Mailclients wie Outlook, Thunderbird oder The Bat verwenden, vermutlich auch Web-basierte Mailclients, die das Verwenden weiterer Mailkonten erlauben, wie etwa GoogleMail. De-Mail-Adressen werden wie alle übrigens Mailadressen als Konto im Mailclient eingerichtet.</p> <p>De-Mails werden wie jede andere Mail per SMTP versendet. Auf dem Gateway-Server des eigenen De-Mail-Providers werden die Mails jedoch verändert und in das De-Mail-interne Mail-Format umgewandelt. Dazu gehört die SSL-Verschlüsselung der Mail und das Einfügen von De-Mail-spezifischen Mail-Headern für sogenannte <strong>Versandoptionen</strong>. Auf dem De-Mail-Gateway des Empfängers wird die Mail wieder entschlüsselt. Der Empfänger kann sie wie üblich über POP3 abholen oderüber IMAP einsehen und verwalten.</p> <p>Die Versandoptionen kann der Verfasser einer Mail bestimmen, indem er im Subject der Mail bestimmte Schlüsselwörter in eckigen Klammern setzt. Geplant ist auf jeden Fall das Schlüsselwort <tt>[Einschreiben]</tt>, das aus der Mail eine Art Einwurfeinschreiben macht. Der Absender erhält genaue und zusätzlich zertifizierte Informationen darüber, wann seine Mail versendet und wann sie im Postfach des Empfängers angekommen ist. Weitere mögliche Schlüsselwörter sind <tt>[Versandbestätigung]</tt>, <tt>[Zugangsbestätigung]</tt>, <tt>[Absenderbestätigt]</tt> und <tt>[Persönlich]</tt>. Die Schlüsselwörter sind auch kombinierbar, z.B. <tt>[Einschreiben, Persönlich]</tt>.</p> <p>Zum De-Mail-Service gehört neben dem eigentlichen Mailpostfach ein Identitäts-Service und ein sogenannter elektronischer Dokumenten-Safe. Der Identitäts-Service besteht darin, dass De-Mail-Benutzer Daten im System hinterlegen, die in hohem Maße die Identität des Benutzers bestätigen, z.B. Adressen, Telefonnummern, Steuernummern und ähnliches. Diese Daten sind von Bedeutung, wenn ein Prozedere wie eine persönliche Zustellung abgewickelt werden soll. Im elektronischen Dokumenten-Safe können wichtige Mails ebenso wie wichtige Dokumente dauerhaft aufbewahrt werden.</p> <p>Die Technik von De-Mail lässt klar werden, dass De-Mail vorzugsweise für die Kommunikation zwischen De-Mail-Partnern sinnvoll nutzbar ist. Die Mailadresse für „Offizielles“ also.</p> <h3><span>Und das in diesem Schnüffelstaat?</span></h3> <p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/De-Mail">Wikipedia-Eintrag zu De-Mail</a> fasst die wichtigsten Kritikpunkte an De-Mail kurz zusammen. Der Kritikpunkt, dass mit T-Home und T-Systems gleich zwei zugelassene De-Mail-Provider antreten, die aus einem früheren Staatsbetrieb hervorgehen, wiegt dabei sicherlich noch am geringsten, zumal weitere Provider wählbar sind.</p> <p>Problematisch ist jedoch die enge Verzahnung von De-Mail und Bundesinnenministerium. Die Schäuble-Domäne ist nicht ohne Grund das rote Tuch aller Bürgerrechtler. Wer möchte schon Daten von einem System annehmen, dessen Dienstherr offen die Einschleusung von Schnüffelsoftware („<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestrojaner">Bundestrojaner</a>“) auf PCs der Bürger propagiert? Angesichts dessen bevorzugen <a href="http://www.piratenpartei-bottrop.de/tag/de-mail">Insider</a> eher den <a href="https://www.onlinebrief.de/">Online-Brief der Deutschen Post</a>, eine alternative Infrastruktur für dokumentenechte Mails.</p> <p>In jedem Fall wäre es verfehlt, den Ansatz von De-Mail wegen der Schäuble-Problematik gleich zu verdammen. Denn auf die Dauer ist eine Digitalisierung des Postwesens auch im Bereich von wichtigen Dokumenten und Behördenkommunikation unausweichlich. Für De-Mail spricht immerhin, dass es auf vorhandenen Internet-Standards aufsetzt, die jedem Internet-Endanwender in Form bekannter Programme und Services vertraut sind.</p> <p>Eine Schwachstelle könnte jedoch neben der zu engen staatlichen Anbindung die Dimensionierung auf Deutschland sein. Zwar sind in anderen EU-Ländern und wohl auch anderswo auf der Welt ähnliche Verfahren in Planung oder schon in Betrieb. Doch internet-basierte Services, deren Spezifika an Staatsgrenzen enden, widersprechen letztlich der Art, wie Services im Internet konzipiert werden: nämlich universell. Sinnvoller wäre aus dieser Perspektive vermutlich eine Lösung, die von einem internationalen Internet-Gremium wie IETF oder ICANN in Absprache mit möglichst vielen, interesssierten Staaten und Unternehmen in aller Welt entwickelt wird, und die dann internationale Gültigkeit hat, inklusive international operierender Service-Provider.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Stadt- und Regiowikis im Aufwind</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:58</link>
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&lt;p&gt;Alles twittert, alles bloggt, angetrieben von vermeintlicher Neuigkeitengier. Dabei ist das Generieren von Information auf der Zeitachse nur ein mögliches Mittel der Wahl, und nicht unbedingt für alle Zwecke das beste. Das jederzeit aktualisierbare Zusammentragen von Informationen, Erinnerungen, Erfahrungen und Bewertungen ist in gar nicht wenigen Fällen sinnvoller. Vor allem, wenn mehrere oder gar viele daran beteiligt sind. Das Wiki-Prinzip also. In vielen Unternehmen und deren Intranets funktioniert es bereits erfolgreich. Ein weiterer erfolgversprechender, aber noch nicht so bekannter und diskutierter Einsatzbereich sind Stadt- und Regional-Wikis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 04:50:46 +0000</pubDate>
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						 <p>Alles twittert, alles bloggt, angetrieben von vermeintlicher Neuigkeitengier. Dabei ist das Generieren von Information auf der Zeitachse nur ein mögliches Mittel der Wahl, und nicht unbedingt für alle Zwecke das beste. Das jederzeit aktualisierbare Zusammentragen von Informationen, Erinnerungen, Erfahrungen und Bewertungen ist in gar nicht wenigen Fällen sinnvoller. Vor allem, wenn mehrere oder gar viele daran beteiligt sind. Das Wiki-Prinzip also. In vielen Unternehmen und deren Intranets funktioniert es bereits erfolgreich. Ein weiterer erfolgversprechender, aber noch nicht so bekannter und diskutierter Einsatzbereich sind Stadt- und Regional-Wikis.</p> <p>Inspiriert wurde dieser Beitrag übrigens durch den Artikel <a href="http://alexandria.posterous.com/stadt-und-regiowikis">Stadt- und Regio-Wikis</a> von Wikianer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Raymond">Raimond Spekking</a>, der auf dem <a href="http://wiki.regiowiki.eu/RegioWikiCamp_2009">RegioWiki-Camp 2009</a> in Furtwangen einen Vortrag zum Thema gehalten hat. Das RegioWiki-Camp, das vom 25. bis 27. September stattfand, war die erste Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Veranstalter war die European Regiowiki Society, unterstützt durch die deutsche <a href="http://ka.stadtwiki.net/Stadtwiki_%E2%80%93_Gesellschaft_zur_F%C3%B6rderung_regionalen_Freien_Wissens">Stadtwiki-Gesellschaft zu Förderung regionalen Freien Wissens</a>. Allein schon an all diesen Gesellschaften und der (selbst)bewusst von <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blogspot:32">Barcamps</a> abgeleiteten Bezeichnung „RegioWiki-Camp“ lässt sich erahnen, dass die Idee der Stadt- und Regiowikis längst kein Traum einiger Web-2.0-Evangelisten mehr ist. Auch SPIEGEL-Online hat sich des Themas angenommen — in dem Artikel <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,651866,00.html">Regiowikis -- Bürgerjournalismus durch die Hintertür</a>, der vor wenigen Tagen erschienen ist und das Phänomen eher unter dem Gesichtspunkt der Konkurrenz für lokale Tageszeitungen sieht.</p> <p>Eine schöne Übersicht der aktuell größten Stadt- und Regional-Wikis bietet die <a href="http://allmende.stadtwiki.info/wiki/Node:Ranking">Liste der 15 größten deutschen bzw. deutschsprachigen Stadt- und Regiowikis</a>. Regionale Wikis gibt es nicht nur für Großstädte wie <a href="http://berlin.wikia.com/">Berlin</a>, <a href="http://www.hamburgwiki.de/">Hamburg</a>, <a href="http://www.monacomedia.de/muenchenwiki/">München</a>, <a href="http://www.colonipedia.de/">Köln</a>, <a href="http://www.stadtwiki-stuttgart.de/">Stuttgart</a> oder <a href="http://dresden.stadtwiki.de/">Dresden</a>, sondern auch für kleinere Städte oder eher ländliche Regionen wie <a href="http://www.ilmenauwiki.de/">Illmenau</a>, <a href="http://www.leowiki.de/">Leonberg</a>, <a href="http://www.pfenz.de/">Pforzheim und Enzkreis</a>, <a href="http://lueneburg.wikia.com/">Lüneburg</a>, <a href="http://www.dithmarschen-wiki.de/">Dithmarschen</a> oder das <a href="http://www.bergisches-wiki.de/">Bergische Land</a>.</p> <p>Die oben schon erwähnte Stadtwiki-Gesellschaft bietet Interessierten, die für ihre Stadt oder Region ein Wiki einrichten wollen, über die Plattform <a href="http://allmende.stadtwiki.info/">Allmende.Stadwiki.Info</a> Starthilfe an. „<em>Das Wort Allmende steht für eine von einer Gemeinschaft gemeinsam genutzte Fläche. Im klassischen Bereich beispielsweise der Wald eines Dorfes</em>“, heißt es dort. So richtig erkennbar ist allerdings noch nicht, worin die digitale Allmende bestehen soll. Ein paar Editiertipps zu MediaWiki, der bei Stadt- und Regiowikis vorzugsweise eingesetzten Wiki-Software, ist jedenfalls noch keine Hilfe zur Errichtung von Stadt- und Regiowikis.</p> <p>Auch wenn bei einem Wiki nicht alles topdown im Vorfeld geplant werden muss, so ist es auf jeden Fall von Vorteil, mit einem Konzept zu beginnen. Die Dimensionierung etwa. Was soll das Wiki enthalten? Zum Beispiel ein Verzeichnis aller Straßennamen und deren Herkunft? Oder systematisch behandelte Bereiche wie z.B. "alle Spielplätze" oder "Vereine stellen sich vor". Soll das Wiki Inhalte anderer Quellen aggregieren, also etwa Feeds von Bloggern aus der Stadt oder der lokalen Presse? Oder Inhalte aus Google Maps, <a href="http://www.openstreetmap.de/">Open Street Map</a> oder Branchenverzeichnissen? Soll es neben der Möglichkeit, Inhalte zu editieren, noch weitere Formen von Nutzerbeteiligung geben, z.B. Bewertungs-Reviews, Diskussionsforen oder Twitter-ähnliche Shoutboxen? All diese Dinge sollten nämlich auch Software- und Hosting-Fragen beeinflussen.</p> <p>Zu klären sind ferner Fragen nach der redaktionellen Power. Denn einfach ein Wiki mit einem Städtenamen einzurichten und zu hoffen, dass die Menschen der Stadt es mit Inhalten befüllen mögen, ist etwas zu naiv. Weiterhin sollten gute Kontakte zu kommunalen Behörden, ortsansässigen Unternehmen und Geschäften und anderen, lokal bedeutsamen Organen aufgebaut werden. Wobei die Aufgabe jedoch weniger die eines klassischen Reporters ist, der Inhalte aus fremden Nasen zieht, sondern eher die eines Animateurs, der andere dazu bewegt, ihr Wissen, ihre Erfahrungen selber ins Wiki zu schreiben und für Bereiche davon redaktionelle Verantwortung zu übernehmen.</p> <p>Das <a href="http://ka.stadtwiki.net/">Stadtwiki Karlsruhe</a> gilt derzeit als Maß der Dinge im Bereich der Stadt- und Regiowikis, wie <a href="http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-Schon-ueber-15-000-Artikel;art86,68001">dieser lesenswerte Artikel</a> bescheinigt. Der Artikel geht auch auf ein leidiges Thema ein und zitiert den Gründer des Karlsruher Wikis Hauke Löffler: „<em>Für das Stadtwiki Karlsruhe sind neun Anwälte tätig. Diese machen das freiwillig, weil sie von der Idee des Wikis überzeugt sind. Es kommt immer mal wieder eine juristische Auseinandersetzung vor. Dann ist es gut, wenn man Anwälte in der Hinterhand hat. Die Angelegenheit regelt dann immer wieder ein anderer Anwalt, so dass diese nicht zu stark von uns beansprucht werden</em>“. Kein Wunder, denn ein Stadt- und Regio-Wiki tritt in Informationskonkurrenz zu lokaler Presse, lokalen Anzeigenblättern und anderen lokalen Anbietern im Web. Wiki-Benutzer können Dampf ablassen über Missstände, Namen nennen, wo in der alten Medienlandschaft keine genannt worden wären und vieles mehr.</p> <p>Ein spannendes Unterfangen also, so ein Stadt- oder Regionalwiki. Wer eigene Erfahrungen damit hat, darf sie in den Kommentaren gerne schildern!</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:57</guid>
				<title>Warum bei Wikidot?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:57</link>
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&lt;p&gt;Es könnte ja auch ein eigener Server sein, mit Wordpress und eigener de-Domain, so wie bei der Mehrzahl jener Blogger, die über die nötigen Kenntnisse verfügen. Einige, die meine SELFHTML-Vergangenheit kennen, können vermutlich nicht einmal verstehen, wie so jemand überhaupt irgend eine Form von anwendungs-basiertem Content Management verwendet. Mit Stylesheets und einem einfachen, PHP-basierten Template-System könnte man schließlich frei von allen Zwängen großer (und manchmal lahmer) Webanwendungen publizieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 04:49:31 +0000</pubDate>
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					<![CDATA[
						 <p>Es könnte ja auch ein eigener Server sein, mit Wordpress und eigener de-Domain, so wie bei der Mehrzahl jener Blogger, die über die nötigen Kenntnisse verfügen. Einige, die meine SELFHTML-Vergangenheit kennen, können vermutlich nicht einmal verstehen, wie so jemand überhaupt irgend eine Form von anwendungs-basiertem Content Management verwendet. Mit Stylesheets und einem einfachen, PHP-basierten Template-System könnte man schließlich frei von allen Zwängen großer (und manchmal lahmer) Webanwendungen publizieren.</p> <p>Dieser Beitrag ist eigentlich die Antwort auf eine Frage, über die ich neulich zufällig gestolpert bin, und die mir aber nicht direkt gestellt wurde: <a href="http://forum.de.selfhtml.org/archiv/2009/8/t190253/">Warum wikidot.com? Alternativen?</a> Auch wenn ich den Zweck der Frage nicht ganz verstehe, so finde ich sie doch interessant genug, um sie als Anlass zu nehmen, ein paar Worte über meine „Existenzform“ im Web zu verlieren. In der Annahme natürlich, dass einige Leser vor vergleichbaren Fragestellungen stehen, sei es persönlich oder beruflich.</p> <p>Zunächst einmal ist zu sagen, dass Webkompetenz nie als Projekt mit einer festen, unverrückbaren Heimat im Web konzipiert war. Ich wollte einfach nur weiterhin im Netz publizieren, aber zwanglos. Deshalb kein eigener Server, keine eigene Domain, keine großen Eigenentwicklungen. Ich habe ja auch eine Menge herumexperimentiert, zwischendurch auch mal alles ganz auf sich beruhen lassen, und heute verteilt sich Webkompetenz auf verschiedene Formen der Sichtbarkeit (Wikidot, Facebook, Twitter usw.).</p> <p>Und warum Wikidot? Weil ich mich auch nicht so richtig entscheiden kann, in welcher Form ich eigentlich publizieren will. Bloggen gehört dazu, aber durch ein reines Blog würde ich mich zu sehr eingeschränkt fühlen. Deshalb habe ich das ehemalige <a href="http://webkompetenz.blogspot.com/">Webkompetenz-Blog auf blogspot.com</a> auch wieder aufgegeben. Mit anderen Leuten im Rahmen eines thread-fähigen Forums diskutieren gehört für mich ebenfalls dazu. Doch das alleine ist ebenfalls nicht die geeignete Form, wie ich herausgefunden habe. Deshalb habe ich auch die ehemalige <a href="http://groups.google.com/group/webkompetenz">Webkometenz-Google-Gruppe</a> wieder aufgegeben. Und dann möchte ich außerdem ein paar Texte veröffentlichen, die man weder bloggen noch posten noch tweeten kann, möglichst unkompliziert, ohne Redaktions-Backend und all solchen Kram. Deshalb, so fand ich heraus, ist für mich ein Wiki am besten, das aber nicht einfach nur ein Wiki ist, sondern eines, das man ähnlich wie in vielen Blog-Systemen individuell anpassen kann, innerhalb dessen man ein vollwertiges Blog einrichten kann, in das ein thread-fähiges Forum eingebaut ist, und das über hinreichende Schnittstellen zu anderen Web2.0-Services verfügt. Also etwa die Möglichkeit, Feeds in frei gestaltbarer Form wiederzugeben, oder Gadgets einzubetten. Inklusive einer skalierbaren Rechteverwaltung für eventuelle Co-Autoren und user generated Content, inklusive Besucherstatistik, inklusive ordentlicher Volltextsuche, sogar über Forumspostings, inklusive der Möglichkeit, Kampagnen mit Unterstützerlisten anzulegen, oder beliebige Formulare mit FormMail-Funktion. Und bei alledem sollte am Ende auch noch einigermaßen valides und sinnvolles HTML herauskommen. So, jetzt möge man mir Alternativen zu Wikidot nennen :-)</p> <p>Mittlerweile lasse ich mir die Sache auch etwa fünf Dollar im Monat kosten, damit meinen Lesern nicht hin und wieder Werbung eingeblendet wird (bin ja nicht GamersGlobal, gell?), und damit ich beruhigende 10 Gigabyte Speicher für meine Nutzdaten habe. Ich hoffe auch, dass einige der knapp 400.000 Wikidot-Account-Inhaber das Gleiche tun. Denn <a href="http://www.wikidot.com/company">Wikidot Inc.</a> ist nicht Google, sondern eine kleine Firma, die ehrliche Einnahmen für ihre Entwicklungsleistung und für das Unterhalten der Serverstruktur verdient hat.</p> <p>Wer nun aber doch nicht so auf Wikifarmen und hosted Services steht, sondern lieber seine persönliche Pizzaschachtel im Server-Rack bevorzugt, muss deshalb nicht ohne die Wikidot-Software auskommen. Denn diese wird auch als OpenSource-Produkt vertrieben. Die Einstiegsseite dafür ist <a href="http://www.wikidot.org/">wikidot.org</a>. Die Anwendung ist in PHP geschrieben und läuft auf Unix-/Linux-Systemen, erfordert allerdings einige andere Software-Produkte. Neben PHP 5.2 oder höher sind das etwa PostgreSQL 8.3, ein Lighttpd-Webserver 1.4 oder 1.5, ImageMagick und LaTeX. Wer es genau wissen möchte, kann es im <a href="http://www.wikidot.org/installation-guide">Installation Guide</a> nachlesen.</p> <p>In den mittlerweile zweieinhalb Jahren, die ich Wikidot kenne und nutze, habe ich jedenfalls nur wenig Enttäuschendes oder Ärgerliches erlebt. Zu den wenigen enttäuschenden Dingen zählt die Tatsache, dass die Benutzeroberfläche von Wikidot bis heute nur in Englisch und Polnisch verfügbar ist. Deshalb steht unter Blog-Artikeln beispielsweise <em>Add your comment</em> statt <em>Kommentar schreiben</em>. Die meisten Leser können damit sicher leben, doch eine ordentliche Lokalisierung wäre einfach professioneller. Zu dem Lob im <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blogspot:60">Wikidot-Artikel von 2007</a> stehe ich aber auch heute noch.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				</content:encoded>							</item>
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:56</guid>
				<title>Was die Wahl für das Netz bedeutet</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:56</link>
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&lt;p&gt;Wird nun in Deutschland im Internet zensiert werden oder nicht? Zensursula hat sich durchgesetzt, auch wenn sie persönlich abgewatscht wurde, und wird wohl weitere vier Jahre das Land mit ihrer Demagogie überziehen. Flankiert allerdings von einer zum Machtfaktor gewordenen FDP, die das Wort Bürgerrechte fast so oft im Munde führt wie die Piraten. Könnten Kernthemen der Netzpolitik am Ende sogar zum großen Zankapfel der schwarzgelben Koalition werden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 13:10:46 +0000</pubDate>
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						 <p>Wird nun in Deutschland im Internet zensiert werden oder nicht? Zensursula hat sich durchgesetzt, auch wenn sie persönlich abgewatscht wurde, und wird wohl weitere vier Jahre das Land mit ihrer Demagogie überziehen. Flankiert allerdings von einer zum Machtfaktor gewordenen FDP, die das Wort Bürgerrechte fast so oft im Munde führt wie die Piraten. Könnten Kernthemen der Netzpolitik am Ende sogar zum großen Zankapfel der schwarzgelben Koalition werden?</p> <p>Wenn es nach der CDU geht, steuert unser Land geradewegs in den netzpolitischen Abgrund hinein, bald vergessen in Ewiggestrigkeit, stehengeblieben auf dem geistigen Stand der 80er und allenfalls 90er Jahre. Das Netz als eine Art Online-Dienst betrachtend, der leider keiner bestimmten Firma gehört, und den deshalb der Staat übernehmen muss. So ähnlich, wie dieser auch Banken übernehmen muss, für deren Schulden sich niemand mehr zuständig fühlt.</p> <p>Es bleibt also alles an der FDP hängen. Innerhalb der schwarzgelben Koalition werden sie etwa 28% der Bundestagssitze belegen. Da sie außerdem der eigentlich Wahlgewinner sind und ohne ihre beachtlichen Zuwächse gar keine schwarzgelbe Koalition zustande gekommen wäre, werden sie sicherlich Einfluss geltend machen. Die Frage ist jedoch, ob sich dieser Einfluss vorwiegend im Kampf um Posten und Pöstchen erschöpfen wird, oder ob die FDP mit ihrem knappen Koalitionsdrittel auch in der Lage und willens sein wird, verheerende Fehlentwicklungen wie das Zensursula-Gesetz zu blockieren.</p> <p>Immerhin hat ein erstes Sondierungsgespräch zwischen Kanzlerin Merkel und FDP-Chef Westerwelle bereits klare Auffassungsunterschiede in der Rechts- und Innenpolitik deutlich werden lassen. Solange aus der Zweck-Koalition kein schwarzgelber Schmusekurs wird, besteht also zumindest die Hoffnung, dass die FDP zumindest schlimmste Misshandlungen der noch so jungen digitalen Gesellschaft verhindern kann.</p> <p>Mindestens ebenso interessant wird jedoch, wie sich die Opposition formiert. Die innerparlamentarische Opposition, die im wesentlichen aus Grünen und Linken besteht (die SPD muss sich entscheiden, ob sie links oder nichtig werden will), wird sich vermutlich stark auf soziale und umweltpolitische Kontrapositionen zur Regierung konzentrieren, was ja auch wichtig ist. Jedoch sind von dort keine wesentlichen netzpolitischen Impulse zu erwarten. Linke und Grüne sind außerdem Parteien, die nach klassischem Muster gestrickt sind und von daher auch keine Visionen in Richtung digitaler Demokratie haben.</p> <p>Letztere bleiben wohl vorerst nur der Piratenpartei vorbehalten. So jung diese Partei auch noch ist: sie steht am Scheideweg. Die meisten Medien, andere Parteien und Normalbürger, also etwa jene 98%, die sie nicht gewählt haben, nehmen sie wahr und erwarten von ihnen, dass sie sich in die Parteienlandschaft einfügen oder bitte wieder verschwinden mögen. Viele ihrer mittlerweile 5stellligen Mitglieder erwarten das vermutlich auch längst.</p> <p>Doch Deutschland braucht nicht noch eine weitere „breit aufgestellte“ Partei. Deutschland braucht eine informell organisierte Zentrale, in der Visionen zusammenlaufen, wie Demokratie im digitalen Zeitalter neu organisiert werden kann. Denn mehr und mehr Menschen möchten nicht mehr, dass noch ihre Kindeskinder im olympischen Rhythmus mit einem antiken Bleistift zwei Kreuzchen auf ein Multiple-Choice-Blatt malen und das für Volksherrschaft halten. Demokratisches Regieren im digitalen Zeitalter muss letztlich auf die Selbstorganisation des Volkes hinauslaufen. Noch besteht die Chance, dass die Piratenpartei sich nur in dem Sinne Partei nennt, als sie einstweilen netzpolitische Interessen im bestehenden Nachkriegssystem der Parteien vertritt, aber in Wirklichkeit als Brutstätte und Experimentierfeld für Liquid Democracy, also für netzbasierte und vernetzte Demokratie dient.</p> <h3><span>Andere Stimmen zum Thema</span></h3> <ul> <li><a href="http://www.stereopoly.de/netzpolitik-im-schwarz-gelben-zeitalter/">Netzpolitik im schwarz-gelben Zeitalter</a> (Stereopoly)</li> <li><a href="http://www.netzpolitik.org/2009/klare-fronten-schwarz-gelb/">Klare Fronten: Schwarz-Gelb</a> (Netzpolitik)</li> <li><a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/09/28/schwarz-gelb-wirtschaft/">Schwarz-Gelb: Gute Perspektiven für die Wirtschaft?</a> (bwl zwei null)</li> </ul> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:55</guid>
				<title>Video-Einführung in HTML 5</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:55</link>
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&lt;p&gt;Als vor mehr als zehn Jahren HTML 4.01 in seiner Entstehungsphase war, interessierten sich die meisten Webdesigner noch mehr für den Browser-Krieg zwischen Netscape und Internet Explorer als für Details des neuen HTML-Standards. In dieser Hinsicht hat sich viel getan. Das Bewusstsein für robuste Web-Standards ist in Entwicklerkreisen halbwegs kollektiv geworden, und Browser bemühen sich um Umsetzung der Standards statt um konkurrierende, eigenbrötlerische Konzepte. Doch etwas hat abgenommen: die Bereitschaft, sich mit unendlicher Geduld mit den Standards auseinanderzusetzen. Da kommt ein Einführungsvideo natürlich gerade recht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 16:09:43 +0000</pubDate>
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						 <p>Als vor mehr als zehn Jahren HTML 4.01 in seiner Entstehungsphase war, interessierten sich die meisten Webdesigner noch mehr für den Browser-Krieg zwischen Netscape und Internet Explorer als für Details des neuen HTML-Standards. In dieser Hinsicht hat sich viel getan. Das Bewusstsein für robuste Web-Standards ist in Entwicklerkreisen halbwegs kollektiv geworden, und Browser bemühen sich um Umsetzung der Standards statt um konkurrierende, eigenbrötlerische Konzepte. Doch etwas hat abgenommen: die Bereitschaft, sich mit unendlicher Geduld mit den Standards auseinanderzusetzen. Da kommt ein Einführungsvideo natürlich gerade recht.</p> <div class="image"> <p><object width="480" height="360"><param name="allowfullscreen" value="true" /> <param name="allowscriptaccess" value="always" /> <param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6691519&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /> <embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6691519&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="480" height="360" /></object><br /> <span class="legend" style="">Brad Neuberg: Introduction to HTML 5 — en, ca. 42min.), veröffentlicht im September 2009</span></p> </div> <p>Dass <a href="http://www.oreillynet.com/pub/au/1388">Brad Neuberg</a>, der Introducer des Videos, zu Google gehört, kann man natürlich als störend empfinden. Aber die totale Neutralität, von der manche Web-Hardliner träumen, gibt es ohnehin nicht. Auch Einrichtungen wie das W3-Konsortium oder die WHATWG sind letztlich Konsortien interessierter Unternehmen, keine Mönchsklöster.</p> <p>Neuberg beginnt seine Einführung mit dem Verweis auf die enormen technischen Fortschritte, die es in den letzten Jahren im Bereich der Browser-Engines gegeben hat. Besonders durch die dramatischen Verbesserungen bei den JavaScript-Engines ist eine neue Situation eingetreten: Web-Browser haben client-seitig ein hohes Datenverarbeitungspotenzial. Ausgehend davon behandelt Neuberg in seiner Einführung Aspekte von HTML 5, die das gestiegene client-seitige Verarbeitungspotenzial der modernen Browser-Engines nutzen:</p> <ul> <li>Vektorgrafik</li> <li>Video</li> <li>Geo-Location</li> <li>Web-Application-Cache</li> <li>Webworker</li> </ul> <h2><span>Vektorgrafik</span></h2> <p>Mit VML, Flash, Silverlight und anderen Technologien haben einzelne Anbieter immer wieder versucht, die offensichtliche Lücke für dynamische Vektorgrafik im Web zu füllen. Möglicherweise hat der Erfolg von Flash das Leiden an dieser Lücke erträglich gehalten. Doch auf die Dauer sind nur intrinsische Lösungen sinnvoll. Die Schlüssel dafür sind das SVG-Format und das neue canvas-Element von HTML 5.</p> <h3><span>SVG</span></h3> <p>Das Problem von SVG (Scalable Vector Graphics) bislang war, dass es zwar von allen begrüßt wurde und die Möglichkeiten von Vektorgrafik im Web hervorragend bediente, doch die Integration fehlte. Neuere Browser sind zwar in der Lage, SVG direkt und ohne Fremd-Plugin im Browserfenster darzustellen, doch eine weitere Hürde war bis zuletzt die Frage der Einbettung. Weder das zu generische object-Element von HTML noch die zu XML-spezifische Namensraum-Lösung wurden der Praxis wirklich gerecht. HTML 5 löst das Problem so schlicht, wie es sich der gesunde Menschenverstand diesseits komplexer Markup-Konzepte vorstellt:</p> <div class="code"> <div class="hl-main"> <pre> <span class="hl-brackets">&lt;</span><span class="hl-reserved">p</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code">Irgendwo mitten in einem </span><span class="hl-brackets">&lt;</span><span class="hl-reserved">strong</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code">HTML</span><span class="hl-brackets">&lt;/</span><span class="hl-reserved">strong</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code">-Dokument:</span><span class="hl-brackets">&lt;/</span><span class="hl-reserved">p</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-brackets">&lt;</span><span class="hl-reserved">svg</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">width</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">200</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">height</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">200</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-brackets">&lt;</span><span class="hl-reserved">rect</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">x</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">0</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">y</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">0</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">width</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">100</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">height</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">100</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">fill</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">blue</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">stroke</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">red</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">stroke-width</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">5</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">rx</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">8</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">ry</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">8</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">id</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">myrect</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">class</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">chart</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-code"> &lt;/</span><span class="hl-reserved">svg</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-brackets">&lt;</span><span class="hl-reserved">p</span><span class="hl-brackets">&gt;</span><span class="hl-code">Und weiter mit HTML!</span><span class="hl-brackets">&lt;/</span><span class="hl-reserved">p</span><span class="hl-brackets">&gt;</span> </pre></div> </div> <p>SVG wird also in HTML 5 einfach zu einem normalen HTML-Element, und sein Inhalt kann alle SVG-spezifischen Elemente enthalten. Es ist unschwer sich vorzustellen, dass diese schlichte Lösung erhebliche Auswirkungen auf die Art haben wird, Webdesign zu betreiben. Da die meisten Websites heute template-basiert sind, kann SVG in HTML-Templates durchaus gestalterische Aufgaben übernehmen, z.B. bei Seiten-Headern.</p> <p>Jedes Element innerhalb eines SVG-Bereichs kann id- und class-Atrribute erhalten und ist damit als Objekt im Document Object Model (DOM) ansprechbar. Im Klartext bedeutet das, dass sich SVG-Grafiken zur Laufzeit problemlos mit Hilfe von JavaScript dynamisch verändern lassen, was zahlreiche Möglichkeiten eröffnet.</p> <p>Übrigens darf neben SVG auch die Formelbeschreibungssprache MathML direkt innnerhalb von HTML 5 notiert werden.</p> <h3><span>Das canvas-Element</span></h3> <p>Wie im Artikel <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:40">Dynamic HTML 5</a> bereits beschrieben, ist das canvas-Element eine Art Container für dynamische Grafiken, der mit Hilfe von Scriptsprachen wie JavaScript beschreibbar ist. Das Problem war bislang immer das Fehlen eines grafischen JavaScript-Objekts. HTML 5 sieht für das canvas-Element sogenannte Kontexte vor. Einen Kontext für 2D-Grafik mit Hilfe von JavaScript liefert HTML 5 dabei gleich mit. Ein schönes Beispiel dafür, welche Vorteile es hat, dass HTML 5 nicht mehr isoliert als Markup-Sprache entwickelt wird, sondern als integrative Basis-Webtechnologie.</p> <p>Manche Entwickler mögen sich fragen, wie denn nun die Elemente <tt>svg</tt> und <tt>canvas</tt> sich ergänzen, oder ob sie sich nicht vielmehr gegenseitig behindern. Brad Neuberg geht auf dieses Thema ein. SVG, so sagt er, sei gut geeignet, um zunächst statisch definierte, grafische Elemente dynamisch zu skalieren. Canvas dagegen sei das Mittel der Wahl, um beliebige grafische Effekte dynamisch zu generieren. Als Beispiel nennt er die Download-Seite des Firefox-Browsers, auf der eine SVG-basierte Weltkarte zu sehen ist. Download-Zugriffe werden in Echtzeit via Geo-Location geortet und scheinen als Lichtpunkte auf der Grafik auf. Letzteres geschieht mittels JavaScript, <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/docs:ajax">Ajax</a>-Schnittstelle und <tt>canvas</tt>. Auch für browser-basierte Spiele, denen eine große Zukunft bescheinigt wird, sei <tt>canvas</tt> das bessere Mittel der Wahl, weil die Koordination zwischen grafischen Effekten und Tastaturereignissen damit besser möglich sei.</p> <h2><span>Video</span></h2> <p><tt>&lt;video&gt;</tt> as easy as <tt>&lt;img&gt;</tt>, so lautet die Botschaft. Und das ist in der Tat eine wichtige Botschaft in einer Zeit, in der ganze Teile der Fernsehprogramme zu Video-Fenstern im Browser werden. Auch Filme wie der, um den es hier im Artikel geht, sollten heute selbstverständlich in Webseiten integrierbar sein. Und zwar nicht mehr mit der unsäglich kruden Misch-Syntax aus <tt>object</tt> und <tt>embed</tt>, die auf einen in Flash programmierten Player verweist, der in der Lage ist, Videos wiederzugeben. Diese umständliche Notlösung, ohne die allerdings Portale wie YouTube gar nicht möglich wären, soll durch das video-Element ersetzt werden, das so problemlos funktionieren soll wie das img-Element. Ergänzt übrigens um ein audio-Element für Musik- und Sprachwiedergabe.</p> <p>Das Problem dabei sind die unterschiedlichen Video-Codecs und leider auch die Lizenzen, die daran hängen. Die Querelen rund um die Codecs und ihre Lizenzen drohten die Implementierung eines Video-Standards fürs Web teilweise sogar ganz zu kippen. Doch glücklicherweise scheint man doch weiter auf dem Weg zu einer solchen Implementierung zu sein.</p> <p>Brad Neuberg zeigt weitere Vorteile des video-Elements auf. Dazu gehört auch die Manipulierbarkeit durch JavaScript. Nutzbar einerseits natürlich für Spielereien wie rotierende oder zoomende Video-Fenster, aber auch zur script-gesteuerten Kontrolle über Videos. Neuberg zeigt einige Beispiele dafür. Im Zusammenhang mit dem video-Element geht er nebenbei auch auf jene neuen HTML-5-Elemente ein, die gerne zuerst genannt werden, wenn es um Neuerungen in HTML 5 geht, die aber eigentlich nur einen kleinen Teil der neuen Möglichkeiten ausmachen.</p> <h2><span>Geo-Location</span></h2> <p>Einige mögen sich zunächst fragen, was die Erkennung von Standorten (Geo-Location) mit HTML 5 zu tun hat. Brad Neuberg geht in seinem Video auf ein Feature ein, das noch nicht so bekannt ist wie etwa <tt>canvas</tt> oder <tt>video</tt>. Vielleicht deshalb, weil es kein neues HTML-Element dafür gibt. Die Geo-Location-Funktionalität wird vielmehr durch ein neues Scripting-Objekt bereitgestellt, das ein neues Unterobjekt des bekannten navigator-Objekts ist. Das Stück JavaScript-Code, das Neuberg präsentiert, könnte noch für Furore und Zündstoff sorgen:</p> <div class="code"> <div class="hl-main"> <pre> <span class="hl-builtin">navigator</span><span class="hl-code">.</span><span class="hl-identifier">geolocation</span><span class="hl-code">.</span><span class="hl-identifier">getCurrentPosition</span><span class="hl-brackets">(</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-reserved">function</span><span class="hl-brackets">(</span><span class="hl-identifier">position</span><span class="hl-brackets">)</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-brackets">{</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-reserved">var</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-identifier">lat</span><span class="hl-code"> = </span><span class="hl-identifier">position</span><span class="hl-code">.</span><span class="hl-identifier">coords</span><span class="hl-code">.</span><span class="hl-identifier">latitude</span><span class="hl-code">; </span><span class="hl-reserved">var</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-identifier">lon</span><span class="hl-code"> = </span><span class="hl-identifier">position</span><span class="hl-code">.</span><span class="hl-identifier">coords</span><span class="hl-code">.</span><span class="hl-identifier">longitude</span><span class="hl-code">; </span><span class="hl-identifier">showLocation</span><span class="hl-brackets">(</span><span class="hl-identifier">lat</span><span class="hl-code">, </span><span class="hl-identifier">lon</span><span class="hl-brackets">)</span><span class="hl-code">; </span><span class="hl-brackets">}</span><span class="hl-code"> }</span> </pre></div> </div> <p>Es handelt sich hier nicht um Pseudo-Wunschdenken-Code, sondern um funktionierendes HTML-5-Scripting! Mit Hilfe verschiedener technischer Methoden, die im Hintergrund ablaufen, versuchen HTML-5-fähige Browser, den Standort ihres Benutzers zu ermitteln. Über JavaScript kann eine Webseite den Standort wie gezeigt erfragen. Die Daten, die im Beispiel in <tt>lat</tt> und <tt>long</tt> gespeichert sind, können via Ajax-Schnittstelle beispielsweise an eine Webanwendung gesendet werden. Interessant ist das etwa für Social-Networking-Anwendungen. Aber natürlich auch für die Werbeindustrie. Und erst Recht für den Schäuble-Staat …</p> <h2><span>Web-Application-Cache</span></h2> <p>Cloud-Computing gilt als die Zukunft produktiven Arbeitens mit Computern. Zugriff auf eigene oder mit Anderen geteilte Daten von überall aus, geräteunabhängig, standortunabhängig. Doch während immer mehr Daten in die Server-Wolken wandern, wird auf den leistungsfähigen PCs viel Potenzial verschenkt. Ungenutzter Festplattenspeicher, ungenutzte Rechenleistung. Wirklich effizient ist deshalb nicht einfach nur die Verlagerung von Daten in die Cloud, sondern ein möglichst nahtloses, verteiltes Nutzen der Rechenleistung auf Client- und auf Server-Seite.</p> <p>HTML 5 bietet eine Schnittstelle dafür an. Die Schnittstelle äußert sich HTML-seitig eher unauffällig durch ein neues Attribut im einleitenden &lt;body&gt;-Tag:</p> <div class="code"> <div class="hl-main"> <pre> <span class="hl-brackets">&lt;</span><span class="hl-reserved">body</span><span class="hl-code"> </span><span class="hl-var">manifest</span><span class="hl-code">=</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-string">./cache/manifest</span><span class="hl-quotes">"</span><span class="hl-brackets">&gt;</span> </pre></div> </div> <p>Das manifest-Attribut benennt ein lokales Verzeichnis, in dem Dateien abgelegt werden, die für die Offline-Verwendung einer Webanwendung erforderlich sind. Die Webanwendung kann in dem benannten Verzeichnis alle erforderlichen Dateien ablegen. Dadurch kann der Anwender mit der Webanwendung auch dann arbeiten, wenn er gerade nicht online ist, was vor allem auch für unterbrechungsfreies Arbeiten etwa in Zügen oder Flugzeugen wichtig ist.</p> <p>Die lokale Speicherung von Anwendungsdateien ist jedoch nur die eine Seite der lokalen Datenspeicherung. Die andere ist die lokale Datenhaltung. HTML 5 führt ein Scripting-Objekt ein, dass es Webanwendungen ermöglicht, Nutzdaten, die mit Hilfe der Webanwendung erzeugt werden, auf dem Rechner das Benutzers zu speichern. Das Objekt implementiert nichts Geringeres als ein einfaches, SQL-fähiges DBMS. Brad Neuberg erläutert die Funktionsweise im Video.</p> <h2><span>Webworker</span></h2> <p>Mit Webworkern sind in diesem Fall keine Webdesigner, Webentwickler oder Webautoren gemeint. Es handelt sich vielmehr um die Integration von Multitasking in JavaScript. Neuberg nennt im Video das Beispiel eines Scripts, das ohne Ende höhere Primzahlen ermitteln soll. Das produziert in herkömmlichen Browsern eine klassische Endlosschleife, die schlimmstenfalls den gesamten Browser lahmlegt. HTML 5 führt eine neue Technik ein, um Script-Teile im Hintergrund ihre Arbeit verrichten zu lassen, ohne dass andere Script- oder Browser-Prozesse dadurch blockiert werden.</p> <h2><span>Fazit</span></h2> <p>Wer das Video bis zum Ende guckt, wird einen guten Eindruck davon gewinnen, warum die große Welle von <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:8">Google Wave</a>, die demnächst über uns hereinbrechen wird, als HTML 5 Application bezeichnet wird. Dort werden all die neuen Funktionen und Schnittstellen voll ausgeschöpft, besonders diejenigen für clientseitige Datenspeicherung und Webworkers. Das Video hilft vielleicht besser zu verstehen, dass HTML 5 nicht mehr nur eine Markupsprache ist, sondern ein Basispaket an heute benötigter Webtechnologie. Der größte und spannendste Teil der Neuerungen von HTML 5 steckt eigentlich nicht so sehr in den neuen HTML-Elementen, sondern in den neuartigen Möglichkeiten des Scriptings. Es spricht nichts dagegen, HTML 5 einfach nur als Markupsprache für alltägliche Webdokumente zu nutzen. Doch sein Potenzial reicht viel, viel weiter.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
				 	]]>
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:54</guid>
				<title>Gerechtigkeit ist unparteiisch</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:54</link>
				<description>

&lt;p&gt;„Überall in den Medien werden die großen Parteien gepuscht und die kleinen als unbedeutend ausgesiebt!“ Eine Woche vor der Bundestagswahl ist das durchaus ein wichtiges Thema. Nicht alle kleineren politischen Kräfte verfügen über genügend Rückenwind, um sich Piraten-Aktionen wie &lt;strong&gt;Enter den Raab&lt;/strong&gt; leisten zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</description>
				<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 20:56:05 +0000</pubDate>
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						 <p>„Überall in den Medien werden die großen Parteien gepuscht und die kleinen als unbedeutend ausgesiebt!“ Eine Woche vor der Bundestagswahl ist das durchaus ein wichtiges Thema. Nicht alle kleineren politischen Kräfte verfügen über genügend Rückenwind, um sich Piraten-Aktionen wie <strong>Enter den Raab</strong> leisten zu können.</p> <p>Wenn eine demokratische Wahl <strong>gerecht</strong> sein soll, dann gehört dazu mehr als die Organisation einer freien und geheimen Abstimmung für alle Wahlberechtigten. In einer Welt, in der Medien einen wesentlichen Einfluss darauf haben, was wir denken, gehört zu einer gerechten Wahl auch eine gerechte Vorwahlphase, mit Gleichbehandlung der sich bewerbenden politischen Kräfte, und mit Informationen, die nicht ausgrenzend sind.</p> <p>Klingt selbstverständlich? Ist es aber nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Die öffentlich-rechtlichen Medien, die sogar einen staatlichen Aufrag zur Ausgewogenheit haben, vermitteln Normalbürgern durch die Art ihrer Berichterstattung ein reichlich verzerrtes Bild, in dem fast ausschließlich und immer wieder die Status-Quo-Parteien ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden. Elefantenrunden, Kanzlerduelle — serviert wird, was bekannt ist und hinreichend viele Filter durchlaufen hat, um vor grenzwertigen oder tabubrechenden Äußerungen gefeit zu sein. Es darf vermutet werden, dass es nur deshalb noch so etwas wie „große“ Parteien gibt, weil und solange es noch „große“ Medien gibt, in denen immer die gleichen Politikerköpfe zu Wort kommen.</p> <p>Damit Verantwortliche und alle anderen Leute sich mal etwas mehr Gedanken über die Gleichbehandlung von Parteien in Medien mit Informationsauftrag machen, hat Karin Münz einen offenen Brief verfasst:</p> <ul> <li><strong><a href="http://gerechtigkeit-ist-unparteiisch.wikidot.com/">Gerechtigkeit ist unparteiisch</a></strong></li> </ul> <p>Wer sich in den letzten Wochen ebenfalls über eine Berichterstattung in den Medien geärgert hat, die den Eindruck erweckt, als hätten sich ordentliche Wähler gefälligst zwischen CDU und SPD zu entscheiden, kann sich als <a href="http://gerechtigkeit-ist-unparteiisch.wikidot.com/forum/t-183369/ja-auch-ich-stehe-auf-fuer-mehr-gerechtigkeit">Unterstützer</a> eintragen.</p> <p>Abschließend noch zwei Links zum Thema:</p> <ul> <li><a href="http://www.neuerichtung.de/vital/0382899c440da1401/index.html">Gegen parteiische Berichterstattung</a><br /> Artikel der NeuenRichtung, selber eine Art Nichtpartei.</li> <li><a href="http://www.bundestagswahl-bw.de/parteien1.html?&amp;tx_vgetagcloud_pi2[pages]=1825%20&amp;tx_vgetagcloud_pi2[keyword]=Parteien">Alle Parteien zur Bundestagswahl 2009</a><br /> Gute Übersicht aller zur Wahl stehenden Parteien, mit Links zu Parteiprogrammen und Parteien-Profil-Sites.</li> </ul> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:53</guid>
				<title>Rette deine Freiheit: der Filmemacher Alexander Lehmann</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:53</link>
				<description>

&lt;p&gt;Alexander Lehmann ist der Produzent der Filme &lt;strong&gt;DuBistTerrorist&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;RetteDeineFreiheit&lt;/strong&gt;. Beide Filme haben den Nerv der Netzbewegung gegen Internet-Reglementierung und für Bürgerrechte getroffen und wurden tausendfach verlinkt. Grund genug, auch mal den Macher hinter den Filmen zu sehen, seine Gedanken, seine Motivationen, und was er sich von Filmen im Internet verspricht. Webkompetenz hat Alexander Lehmann ein paar Fragen gestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</description>
				<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 08:54:19 +0000</pubDate>
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						 <p>Alexander Lehmann ist der Produzent der Filme <strong>DuBistTerrorist</strong> und <strong>RetteDeineFreiheit</strong>. Beide Filme haben den Nerv der Netzbewegung gegen Internet-Reglementierung und für Bürgerrechte getroffen und wurden tausendfach verlinkt. Grund genug, auch mal den Macher hinter den Filmen zu sehen, seine Gedanken, seine Motivationen, und was er sich von Filmen im Internet verspricht. Webkompetenz hat Alexander Lehmann ein paar Fragen gestellt.</p> <h2><span>Websites und Filme von Alexander Lehmann</span></h2> <p>Zuvor aber noch die Links zu den Stellen, an denen man sich über das Schaffen von Alexander Lehmann informieren kann, und ein paar seiner Filme:</p> <ul> <li><a href="http://www.alexanderlehmann.net/">alexanderlehmann.net</a><br /> Profil-Homepage</li> <li><a href="http://alexanderlehmann.blogspot.com/">alexanderlehmann.net news</a><br /> Alexanders Blog</li> <li><a href="http://www.youtube.com/alexanderlehmann">YouTube-Channel von Alexander Lehmann</a><br /> Startseite für Alexanders Filme bei YouTube</li> <li><a href="http://www.vimeo.com/user221974/videos">Vimeo-Channel von Alexander Lehmann</a><br /> Startseite für Alexanders Filme bei Vimeo</li> </ul> <div class="image" style="margin-top: 24px;"> <div id="wiki-tabview-0" class="yui-navset"> <ul class="yui-nav"> <li class="selected"><a href="javascript:;"><em>RetteDeineFreiheit</em></a></li> <li><a href="javascript:;"><em>DuBistTerrorist</em></a></li> <li><a href="javascript:;"><em>Passage D</em></a></li> <li><a href="javascript:;"><em>Truth</em></a></li> </ul> <div class="yui-content"> <div id="wiki-tab-0-0"> <p><object width="533" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OwrMroEiHj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /> <param name="allowFullScreen" value="true" /> <param name="allowscriptaccess" value="always" /> <embed src="http://www.youtube.com/v/OwrMroEiHj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="533" height="300" /></object></p> </div> <div id="wiki-tab-0-1" style="display:none"> <p><object width="533" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SGD2q2vewzQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /> <param name="allowFullScreen" value="true" /> <param name="allowscriptaccess" value="always" /> <embed src="http://www.youtube.com/v/SGD2q2vewzQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="533" height="300" /></object></p> </div> <div id="wiki-tab-0-2" style="display:none"> <p><object width="533" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xk3E3PCj6Rg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /> <param name="allowFullScreen" value="true" /> <param name="allowscriptaccess" value="always" /> <embed src="http://www.youtube.com/v/xk3E3PCj6Rg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="533" height="300" /></object></p> </div> <div id="wiki-tab-0-3" style="display:none"> <p><object width="533" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2fEhW1vsoG8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /> <param name="allowFullScreen" value="true" /> <param name="allowscriptaccess" value="always" /> <embed src="http://www.youtube.com/v/2fEhW1vsoG8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="533" height="300" /></object></p> </div> </div> </div> </div> <h2><span>Fragen an Alexander Lehmann</span></h2> <div style="border-bottom: 1px solid #DDDDDD; padding-bottom: 12px; margin-bottom: 24px;"> <p><strong>Webkompetenz:</strong> Auf deiner Homepage stellst du dich vor mit dem Satz: "I am a design student currently focussing on the creation of films with the help of cameras, pixels and polygons". Diese Stilmittel setzt du in den beiden bekanntgewordenen Filmen DuBistTerrorist und RetteDeineFreiheit auf eine sehr charakteristische Weise ein, die viele Leute anspricht. Kannst du kurz beschreiben, wie so ein Film bei dir entsteht? Also wie du die Ideen entwickelst, welche Mittel du einsetzt, welche Art von Software du verwendest usw.?</p> <h3><span>Alexander Lehmann:</span></h3> <p>Zumeist fängt alles mit einer kleinen Idee an die ich aufschreibe. Idealerweise hat man dann ein paar freie Monate noch ein wenig über sie nachzudenken und nachzubessern.<br /> Anschließend mache ich Skizzen zu den einzelnen Szenen. So eine Art Storyboard eben.<br /> Bei "Du bist Terrorist" hatte ich anschließend direkt die Sprachaufnahme, auf dessen Basis ich dann angefangen habe die Animationen zu machen. Für die 3D-Animationen benutze ich <strong>3dsmax</strong> und <strong>Maya</strong>.<br /> Wenn dann das Timing und die Animationen ausgearbeitet sind wird gerendert — also die 3D-Szenen in die zweidimensionalen Bilder umgewandelt. Dies kann je nach Menge der Computer und Komplexität der Bilder zwischen 2 Tagen und 2 Jahren dauern.</p> <p>Die Bilder werden dann mit einem Compositing-Programm zusammengefügt und noch ein wenig verbessert — Bewegungsunschärfe, Farbkorrekturen etc. Hierfür verwende ich <strong>Combustion</strong> und <strong>Nuke</strong>.</p> <p>Dann werden die einzelnen 3D-Szenen zusammengeschnitten, die Audiospur hinzugefügt und zu einer großen Datei komprimiert und veröffentlicht.</p> </div> <div style="border-bottom: 1px solid #DDDDDD; padding-bottom: 12px; margin-bottom: 24px;"> <p><strong>Webkompetenz:</strong> Die bewegten Illustrationen, aus denen der visuelle Part der beiden erwähnten Filme besteht, haben nebenbei den Vorteil, die Produktionskosten niedrig zu halten. Doch nicht jeder Film kann oder will sich auf diese Stilmittel beschränken. Filme können dann aber schnell teuer werden. Und das gilt nicht nur für Hollywood-Spielfilme, sondern bereits für jeden ordentlich recherchierten Dokumentarfilm. Glaubst du, dass sich im Rahmen von OpenContent auch Filme produzieren lassen, die mehr als ein Taschengeld und eine Menge freiwillig aufgewendete Zeit kosten? Und kennst du vielleicht Beispiele?</p> <h3><span>Alexander Lehmann:</span></h3> <p>In diesem Fall hat der minimalistische Stil nicht nur den Vorteil, dass er wenig kostet und wenig Zeit in Anspruch nimmt. Er sorgt auch dafür, dass der Zuschauer nicht mit Informationen überflutet wird. Wären die Bilder reicher und detaillierter, könnte man sich gar nicht mehr auf den Sprecher konzentrieren.</p> <p>Produzieren lassen sie sich auf jeden Fall, die Frage ist, ob sie sich finanziell lohnen.</p> <p>Ein wirklich erfolgreiches teures Beispiel fällt mir nicht ein.<br /> Vielleicht kann man an dieser Stelle "Big Buck Bunny" und "Elephants Dream" nennen. Allerdings weiß ich nicht, ob mit diesen Filmen irgendein Gewinn gemacht wurde. Diese wurden aus der Freizeit der vielen Mitmacher "finanziert", denke ich.</p> <p>Als ein "Ein-Mann-Projekt" kann man vielleicht noch <a href="http://www.killerbeanforever.com/">http://www.killerbeanforever.com/</a> anführen. Ob sich dieser Film für den Macher lohnen wird, bleibt abzuwarten.</p> <p>Prinzipiell glaube ich, dass es möglich ist, relativ große Entwicklungskosten wieder zu decken. Man benötigt mit Sicherheit aber eine große Portion Glück und einen wirklich guten Film und kann sich vielleicht (noch) nicht ausschließlich auf das Internet verlassen.</p> </div> <div style="border-bottom: 1px solid #DDDDDD; padding-bottom: 12px; margin-bottom: 24px;"> <p><strong>Webkompetenz:</strong> Als internet-affiner Filmschaffender kennst du vermutlich die verhärteten Fronten zwischen der Verwertungsindustrie und den Internet-Endkonsumenten. Letztere kaufen sich im Kino anstandslos Karten auch für Filme, die sie noch nicht kennen. Doch im Netz sind sie nicht bereit für etwas zu zahlen, das sie nicht zuerst konsumieren können. Das liegt aber nicht an den bösen Konsumenten, sondern daran, dass das Netz seinen Erfolg der Kultur der freien Zugänglichkeit von Inhalten verdankt. Die Verwertungsindustrie will dieser Kultur an den Kragen, je einflussreicher diese wird. Wie positionierst du dich in dieser Auseinandersetzung?</p> <h3><span>Alexander Lehmann:</span></h3> <p>Ich kann nur von mir persönlich sprechen.<br /> Ich würde niemals eine DRM-geschützte Datei kaufen. Ganz einfach weil ich mir nicht vorschreiben lassen möchte, wem und wie oft ich jemanden mein Produkt leihen möchte und wie oft ich es für mich selbst kopiere und wo ich es abspielen möchte — oder gar wie lange ich es noch benutzen möchte. Das gilt für Filme, Musik und Bücher.</p> <p>Auch bevorzuge ich immer noch etwas materiell zu besitzen. Ich habe noch nie digital Musik gekauft. Obwohl ich bei Amazon einmal kurz davor war — aber da kam die Meldung, ich sei im falschen Land und dürfe den Shop nicht benutzen. Also bestelle ich mir ganz klassisch die CD, mit Hülle und Cover und dann rippe ich sie. Dann kann auch niemand bei Amazon den "delete" Button drücken — wie es ja zuletzt mit ihrem "Kindle" passiert ist.</p> <p>Insgesamt denke ich, dass gerade die Musikindustrie relativ überflüssig ist: eine Band kann ihre Musik sehr leicht im Internet verkaufen. Das sieht man ja sehr gut an dem Netlabel <strong>szene</strong> oder an <strong>Itunes</strong>.</p> <p>Bei Filmen, die auch im Kino laufen sollen, ist die Lage wieder etwas anderes. Filme kosten in der Produktion natürlich auch viel mehr Geld und ihre Produktion ist unendlich komplexer als die von Musik.</p> <p>Außerdem denke ich, dass diese Industrien es immer wieder versäumen mit der Zeit zu gehen. Statt sich zu öffnen und offensiv die neuen Märkte zu erobern, zerklagen und zerstören sie lieber die Existenz von einzelnen Konsumenten, um andere abzuschrecken.</p> <p>Nach Napster hätte man sofort ein besseres und legales Tauschnetzwerk releasen können — mit fairen Preisen, ohne DRM — hätte man einfach die Kundenwünsche analysiert.<br /> "The Piratebay" könnte heute "The Sonybay" heißen und Millionen von Musiktiteln und Filmen verkaufen — wenn sich die Industrien nicht so aufs Verklagen von ihren eigenen Kunden spezialisiert hätten.</p> <p>Qualität und Service wird (auch im Internet) immer noch belohnt. Denn da sind die gleichen Leute, die auch offline Qualität und Service erwarten. Der Itunes Store ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch online verkaufen kann — und sie haben soweit ich weiß "DRM" auch wieder aus ihrem Programm gestrichen.</p> </div> <div style="border-bottom: 1px solid #DDDDDD; padding-bottom: 12px; margin-bottom: 24px;"> <p><strong>Webkompetenz:</strong> Verstehst du dich als Macher von Filmen fürs Internet, oder ist das Internet für dich einfach ein Medium unter anderen? Und was bringt dir das Publizieren deiner Filme im Netz? Mehr Erfolg? Mehr Feedback? Den Reiz der Verschmelzung von Film und Hypertext? Oder die Möglichkeit, dass Filme im Rahmen entsprechender Copyleft-Lizenzen von anderen Usern weiterentwickelt werden?</p> <h3><span>Alexander Lehmann:</span></h3> <p>Das Internet ist derzeit für mich das beste Medium um eine größtmögliche Menge an Menschen einfach, schnell und günstig zu erreichen.</p> <p>Als Resultat bekomme ich natürlich Feedback und Aufmerksamtkeit. Das macht natürlich mehr Spaß als wenn man seine Filme für sich behält und einfach in den Schrank stellt.<br /> Im Falle von "Du bist Terrorist" und "Rette Deine Freiheit", die ja aufklärerische Kurzfilme sind, besteht der Sinn der Filme ja darin, sie Menschen zu zeigen.<br /> Dabei spielt Hypertext natürlich auch eine große Rolle, weil man Informationen verlinken und belegen kann.<br /> Man bekommt Feedback und Hilfe von anderen Usern und wird mit Hilfe der Kritik immer besser.<br /> Außerdem macht es Spaß sich zurückzulehnen und dabei zuzusehen wie sich der Film im Netz langsam verbreitet, Diskussionen anzettelt und Leute zum Nachdenken anregt.<br /> Wenn man seinen Film ins Netz stellt, verliert man komplett die Kontrolle, was ein sehr schöner Kontrast zu der Arbeit davor darstellt.</p> <p>Dass andere meine Filme weiterentwickeln oder remixen könnten, interessiert mich nicht so sehr. Ich bin ein Fan von "Von-Null-Anfangen", und dementsprechend basieren meine Filme niemals auf anderen Arbeiten (ausgenommen Musik). Vielleicht liegt das auch daran, dass ich noch niemals einen "Remix" oder Ähnliches gesehen habe, der mich wirklich beeindruckt hat. Ich lasse mich aber sehr gerne eines besseren belehren.<br /> Die Vorteile von CC-Lizenzen sehe ich darin, dass Podcasts oder sogar Fernsehsendungen Netz-Content ohne Probleme zitieren und verwenden dürfen. <strong>Elektrischer Reporter</strong> fällt mir dazu gerade ein.<br /> Aber auf Anfrage gebe ich ohnehin fast jedem die Erlaubnis meine Werke zu verwenden.</p> </div> <div style="border-bottom: 1px solid #DDDDDD; padding-bottom: 12px; margin-bottom: 24px;"> <p><strong>Webkompetenz:</strong> Glaubst du, dass es für Filme im Netz bestimmte Regeln gibt? Zum Besipiel bei der Kameraführung, wenn die meisten Endbenutzer den Film letztlich in einem 640 mal 360 Pixel großen Viewport bei YouTube sehen werden? Oder dass Anwender am Computer sich keine abendfüllenden Filme ansehen, selbst wenn sie die nötige Breitbandverbindung und Flatrate haben? Wird das Internet auch eigene Film-Genres und Regie-Formen hervorbringen?</p> <h3><span>Alexander Lehmann:</span></h3> <p>Regeln sind da um gebrochen zu werden und ich denke es geht fast alles.<br /> Vielleicht muss man seinen Film nach bestimmten Mustern bauen, damit er mehr Leute erreicht. Ich schätze nach 5 Minuten verliert man auf YouTube viele seiner Viewer. Und wenn man den Film auch auf Handys anbieten will, müssen die Bilder relativ simpel und gut zu überblicken sein. Man braucht mehr Closeups und größere Schrift. Ansonsten würde ich aber sagen, dass im Internet "anything goes" gilt. Wenn der Film über eine Stunde geht, werden sich ihn die Leute runterladen und dann vielleicht später irgendwann mal ansehen — und nicht mal eben zwischendurch konsumieren.</p> <p>Ich würde sagen, das Internet und die anderen Medien haben schon lange neue Regieformen hervorgebracht. Als treffendes Beispiel fällt mir hierbei zum Beispiel "District 9" von Neill Blomkamp ein. Das ist eine Art "Mockumentary", die aus allen möglichen verschiedenen Schnipseln (Überwachungskamera, Helmkamera und die klassische Filmkamera) besteht. Oder "Cloverfield", der nur mit einer Handkamera gefilmt wurde — aber mehrere Millionen Dollar gekostet hat.<br /> Auch die vielen verwackelten Handy- und Urlaubsfilme haben mit ihrer Ästhetik eine neue Form der Werbung hervorgebracht, hierfür fallen mit die Toyota-Werbungen ein (Meteor Proof, Loch ness z.B.).</p> <p>Jedes neue Medium wird wieder neue Genres und Ideen hervorbringen.</p> </div> <p>Danke an Alexander für seine interessanten Statements!</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:52</guid>
				<title>Hassmartin und das Social Netmobbing</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:52</link>
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&lt;p&gt;Dass das Internet in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, sieht man auch daran, dass die gleichen digitalen Mechanismen, die einerseits Politiker entlarven und Staatsmächte unterwandern, andererseits auch dumpfem, stupidem Hass dienen. „Hassmartin“ hat sie ihn getauft, die Meute, die am vergangenen Samstagabend vagabundierend durch die sozialen Netzwerke zog, um ihr Mütchen an einem Kandidaten der TV-Show „Schlag den Raab“ zu kühlen, der nicht so recht ins Kuschelweltbild passte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 06:21:12 +0000</pubDate>
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						 <p>Dass das Internet in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, sieht man auch daran, dass die gleichen digitalen Mechanismen, die einerseits Politiker entlarven und Staatsmächte unterwandern, andererseits auch dumpfem, stupidem Hass dienen. „Hassmartin“ hat sie ihn getauft, die Meute, die am vergangenen Samstagabend vagabundierend durch die sozialen Netzwerke zog, um ihr Mütchen an einem Kandidaten der TV-Show „Schlag den Raab“ zu kühlen, der nicht so recht ins Kuschelweltbild passte.</p> <p>Der Artikel <a href="http://ostrop.wordpress.com/2009/09/13/massen-mobbing-die-hassliche-fratze-von-social-media-hassmartin/">Massen-Mobbing: die hässliche Fratze von Social Media am Beispiel #hassmartin</a> von Philipp Ostrop fasst die Ereignisse gut zusammen. Noch während „Schlag den Raab“ lief, widmeten sich offenbar tausende von Zuschauern lieber íhren Computermonitoren, twitterten sich in einen gepflegten Hass gegen den krampfhaft ehrgeizigen und etwas hochmütigen Spielgegner von Raab hinein, schufen das Twitter-Hashtag <a href="http://twitter.com/#search?q=%23hassmartin">#Hassmartin</a> binnen ein, zwei Stunden (<a href="http://twitter.com/#search?q=%23Zensursula">#Zensursula</a> hatte wesentlich länger gebraucht), gründeten Schimpf- und Schandegruppen bei Facebook und StudiVZ, müllten das Pro7-Forum voll und hinterließen allerlei andere Spuren von digitaler Lynchjustiz.</p> <p>Auch die große Presse hat sich längst des Themas angenommen: <a href="http://www.welt.de/fernsehen/article4530029/Stefan-Raab-haette-Hass-Martin-schuetzen-muessen.html">Stefan Raab hätte "Hass-Martin" schützen müssen</a>, meint die WELT-Online, und die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau sieht in dem Vorfall einen sozialen Versionenhub mit dem Titel <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1946927_Portraet-Ertrunken-im-Web-2.1.html">Ertrunken im Web 2.1</a>.</p> <p>Nun ist es in diesem Fall noch so, dass die Zielperson des kollektiven digitalen Kurzmessage-Hasses für alle zeitgleich über die Fernsehmonitore zu sehen war, was den Effekt sicherlich begünstigte. Doch die Geschehnisse lassen sich leicht auf andere Situationen übertragen. Und darin liegt das, was den Fall überhaupt bedenkenswert macht. Digitales Verabreden zum Zwecke des Niedermachens ist leicht, das haben jetzt selbst die Unterschichten der Netzbevölkerung begriffen — und werden es ab nun möglicherweise verstärkt einsetzen. Aus dem Hassmartin-Fall könnte schnell ein Hassmartin-Phänomen werden.</p> <p>Die nächsten Opfer könnten keine exponierten Personen wie ein taffer Spielshow-Kandidat vor Millionenpublikum sein, sondern Phillip, Hannah, Özgür und Yasmin, aus der 8a oder der 9b. Vielleicht, weil ihre Eltern bei C+A einkaufen, vielleicht, weil sie ein Rollenspielgeheimnis verraten haben, oder „einfach so“. Zuerst tun sich eine Handvoll Mobber zusammen. Sie mobilisieren große Teile der Klasse, der Parallelklassen, der Schule in den einschlägigen Networks, in <a href="http://www.schuelervz.net/">SchülerVZ</a> oder <a href="http://www.wer-kennt-wen.de/">wer-kennt-wen</a>. Dort ein paar Hassgruppen gründen, und schnell finden sich Freunde von Freundesfreunden. „Lukas ist der Gruppe <em>Tatjana-Schlampe</em> beigetreten. Tritt auch bei!“. Stundenlang brüten die Freunde des Hasses darüber, was sie sonst noch tun könnten. Zum Beispiel Fake-Accounts der Zielperson anlegen, bei StudiVZ oder Xing, damit deren späteres Leben auch gleich versaut ist.</p> <p><strong>Social Netmobbing</strong> ist übrigens nur ein neuer Ausdruck für den bereits etablierteren Ausdruck <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cybermobbing">Cyber-Mobbing</a>. Das Präfix <strong>Cyber-</strong> hat allerdings ausgedient. Was vor zehn Jahren noch als meist kalt-metallisch visualisierter Cyberspace bezeichnet wurde, ist längst das neue, schnuckelige Wohnzimmer der jüngeren Generationen geworden. Das Netz ist nicht mehr virtuell, es ist real. Der Ausdruck <strong>Social Netmobbing</strong> lehnt sich an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Networking">Social Networking</a> an und lässt deshalb eher das konkrete technische Potenzial erahnen, dass den Hassführenden in diesen Räumen zur Verfügung steht.</p> <p>Das Problem selbst ist kein digitales, sondern ein gesellschaftliches. Es existiert auch außerhalb des Netzes, und es ist begrifflich so alt wie das Internet selbst. 1969 verwendete der schwedische Arzt Peter-Paul Heinemann den Ausdruck <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing">Mobbing</a> erstmals für ein bekanntes Phänomen der menschlichen Gesellschaft, nachdem der Tierforscher Konrad Lorenz einige Jahre zuvor den Ausdruck für kollektive Angriffe von Tieren auf ein überlegenes, feindliches Tier eingeführt hatte. Das Netz bietet jedoch bislang ungeahnte Dimensionen und ein großes Arsenal neuartiger Methoden für Menschen, die sich zu dem Zweck zusammenrotten, einen bestimmten anderen Menschen gemeinsam fertig zu machen.</p> <p>Das scheinbar grenzenlose Netz kann nämlich sehr schnell sehr eng werden, da es darin wichtige, begrenzte Ressourcen wie Real Names gibt. Und der grenzenlose Raum im Netz wird dadurch konterkariert, dass es kein Vergessen mehr gibt, weil alles leicht auffindbar gespeichert bleibt. Immerhin: Mobbing könnte nicht nur Folgen für Zielpersonen haben, sondern auch für Akteure. Vielleicht ist dies die sogar größte Chance gegen ein Ausufern des Hassmartin-Phänomens: die vielen Spuren der Meute, genauer, ihrer einzelnen Mitglieder. Mobbing-Denkmale könnten entstehen, mit den realen Namen aller, die meinten, sich unter einer digitalen Glocke von Hass verstecken zu können. Mit Kommentarmöglichkeit natürlich. Der gläserne Mob.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:51</guid>
				<title>Kompetenzpartei statt Volkspartei</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:51</link>
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&lt;p&gt;Ein früherer Artikel in diesem Blog trägt den Titel &lt;a href=&quot;http://webkompetenz.wikidot.com/blog:22&quot;&gt;Geschichte einer Dreijährigen: Twitter&lt;/a&gt;. Ein halbes Jahr nach Twitter, genau am heutigen 10. September 2009, wird die Piratenpartei — zumindest der deutsche Ableger — ebenfalls drei Jahre alt. Vielleicht ist es kein Zufall. dass beide im gleichen Jahr in die Welt kamen. Gelegenheit jedenfalls zu ein paar Reflexionen abseits von 5%-Wahlprognosen und Ist-Tauss-pädophil-Diskussionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 20:01:58 +0000</pubDate>
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						 <p>Ein früherer Artikel in diesem Blog trägt den Titel <a href="http://webkompetenz.wikidot.com/blog:22">Geschichte einer Dreijährigen: Twitter</a>. Ein halbes Jahr nach Twitter, genau am heutigen 10. September 2009, wird die Piratenpartei — zumindest der deutsche Ableger — ebenfalls drei Jahre alt. Vielleicht ist es kein Zufall. dass beide im gleichen Jahr in die Welt kamen. Gelegenheit jedenfalls zu ein paar Reflexionen abseits von 5%-Wahlprognosen und Ist-Tauss-pädophil-Diskussionen.</p> <p>Zunächst einmal ist es schlichtweg falsch zu behaupten, die Piraten würden nur ein einziges Thema vertreten. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access">Open Access</a>, Datenschutz, Urheberrecht und Bildung sind ja durchaus unterschiedliche Themen. Es mag sein, dass sich die Piratenpartei in zehn Jahren auch für Bundeswehreinsätze und Rentenfinanzierung zuständig halten wird. Dann wird sie aber zu einer sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volkspartei">Volkspartei</a> verkommen sein, was jenseits der Definitionen bei Wikipedia längst so viel wie „Wählerhure“ bedeutet.</p> <p>Wenn die Piratenpartei ihr Konzept durchhält, wird sie bei der Themenbeschränkung bleiben und sich als Kompetenzpartei in ihren Bereichen etablieren. Dahinter steckt ein ganz anderes Demokratieverständnis als wir es bislang gewohnt sind. Kompetenzparteien sind keine Parteien, die untereinander um Vorherrschaft ringen. Kompetenzparteien sind eher wie Abteilungen einer Firma, die bestimmte Aufgaben selbständig übernehmen und sich dem Gesamtprozess der Firma verpflichtet fühlen. Während <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koalition">Koalition</a> im bisherigen Parteiensystem eigentlich nur der unerwünschte Dauerausnahmezustand ist, ist sie im demokratischen Verständnis der Piratenpartei der erwünschte Normalzustand. Und zwar nicht nur als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Koalition">Große Koalition</a>, sondern als totale Koalition des gesamten Parlaments, als Kooperation aller darin vertretenen Kompetenzparteien.</p> <div class="image" style="float: left; margin-right: 16px; margin-bottom: 8px;"><img src="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/blog:51/piratenpartei-plakat-freiheit.jpg" alt="piratenpartei-plakat-freiheit.jpg" class="image" /><br /> <span class="legend" style="">Ausschnitt aus einem Wahlplakat der Piratenpartei</span></div> <p>Die Piratenpartei versucht letztlich nichts anderes, als Konzepte, die sich etwa in Wikipedia und anderen Orten im Web 2.0 bewährt haben, auf die parlamentarische Demokratie zu übertragen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmintelligenz">Schwarmintelligenz</a> für einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Superorganismus">Superorganismus</a>. Deshalb hat sie es auch nicht eilig damit, Kanzler- und Präsidentenfiguren auszubrüten. Es stehen Probleme an, die zu lösen viel Arbeit erfordert. Also bildet man Arbeitsgruppen aus kompetenten Leuten, die sich dieser Arbeit annehmen.</p> <p>Eigentlich also nichts anderes als das, was in der Praxis ohnehin so gemacht wird. Die eigentliche Arbeit der Regierung, also Gesetzgebung, Gesetzanpassungen und Haushaltsverwaltung, wird ohnehin von Arbeitsgruppen, Ausschüssen, Gremien und Anwaltskanzleien (ja, ja) erledigt. Was in die Nachrichten der Massenmedien gelangt, ist ohnehin nur der Theaterdonner von Politikerfiguren, die eigens zum Lärmmachen in den Vordergrund geschoben wurden. Herkömmliche, um Vorherrschaft bemühte Parteien benötigen solche Politiker zum Zweck des Platzhirschgebrülls.</p> <p>Allerdings wäre es ein Trugschluss zu glauben, man müsse nur den politischen Theaterdonner abschaffen, weil den ohnehin niemand mehr mag, und alle Probleme wären gelöst. Das andere, vielleicht noch größere Problem unserer Demokratie ist die Verfilzung von Politik und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lobbyismus">Lobbyismus</a>. Das Blog von <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/">lobbycontrol.de</a> widmet sich dankenswerterweise seit Jahren dieser Problematik.</p> <p>Lobbyismus ist der Grund für längst überfällige, aber immer weiter verschleppte Entscheidungen, etwa beim Aufgeben veralteter Formen der Energieerzeugung. Lobbyismus ist der Grund für tausende seltsamer bis haarsträubender Ausnahmegenehmigungen, vom Jagdwesen bis zum Telekommunikationsausbau. Lobbyismus ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Systemkrankheit">systemische Erkrankung</a> der Demokratie, der Krebs. Man findet ihn rechts, man findet ihn links.</p> <p>Was an die Stelle von Lobbyismus treten muss, ist Neutralität. Im Netz gibt es eine vergleichbare Neutralität bereits von Beginn an. Dort nennt man sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t">Netzneutralität</a>. Genau dieser Netzneutralität soll es unter dem Einfluss des Lobbyismus und der kraftlosen Platzhirsch-Parteien ebenfalls an den Kragen gehen. Und dagegen wehrt sich wer? Genau: die Piratenpartei. Die Piraten wissen, was Netzneutralität ist, und sie wissen, dass diese Art von Neutralität die Bedingung für freies Agieren ist. Das übertragen sie auch in die Politik. Neutralität im Regierungsgeschäft einer totalen Koalition ist die Gleichberechtigung der Ansichten und Argumente.</p> <p>Diese Gleichberechtigung ist aber nicht nur auf das parlamentarische Umfeld beschränkt. Das Parlament, das die Piraten anstreben, ist eigentlich eher ein offen zugängliches und für alle editierbares <a href="http://wiki.piratenpartei.de/">Wiki</a>. Das Reichstagsgebäude ist allenfalls die organisatorisch notwendige, architektonische Repräsentation dieses Wikis. Eine Art Staats-Wiki für Bürger, das Ziel des Weges, an dessen Anfang man unbeholfene Einrichtungen wie die heutigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition">Online-Petitionen</a> findet.</p> <p>Mag sein, dass diese Gedanken etwas zu weit über den Alltagshorizont einer Partei reichen, die sich gerade in den Zwängen von Bundestagswahlkampf und Medieninteresse verstrickt hat. Doch es sind wichtige Grundgedanken, welche die Piratenbewegung letztlich antreiben. Und, was noch viel wichtiger ist, es sind Gedanken, die man verstehen muss, wenn man die Piratenpartei beurteilen will. Es ist eine Partei, die nicht am bisherigen Parteienwettstreit teilnehmen will. Ihr Ziel ist ein Parlament aus Kompetenzparteien, wobei sie selber wohl die Kompetenzpartei für Internet-relevante Themen sein möchte. Mit der wiki-artigen Willensbildung, die innerhalb ihrer selbst praktiziert wird, will sie das gesamte Parlament infizieren. Das Ziel ist eine Staatsreform, keine Machtbeteiligung im bisherigen Platzhirsch-Getue und erst Recht keine Verfilzung in den alten Lobbies.</p> <p>In diesem Sinne auf ein erfolgreiches, viertes Lebensjahr!</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<title>Die schwierige Kunst der Leichten Sprache</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:50</link>
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&lt;p&gt;In diesem Beitrag geht es um Leichte Sprache. Der Beitrag beginnt auch selbst in Leichter Sprache. Das ist gar nicht so einfach. Der Autor ist nämlich nicht vertraut mit Leichter Sprache. Auch wenn der Autor schon viele Handbücher geschrieben hat. Die Sprache in Handbüchern soll einfach sein. Hier wollen wir Fragen zur Leichten Sprache klären:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 19:53:10 +0000</pubDate>
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						 <p>In diesem Beitrag geht es um Leichte Sprache. Der Beitrag beginnt auch selbst in Leichter Sprache. Das ist gar nicht so einfach. Der Autor ist nämlich nicht vertraut mit Leichter Sprache. Auch wenn der Autor schon viele Handbücher geschrieben hat. Die Sprache in Handbüchern soll einfach sein. Hier wollen wir Fragen zur Leichten Sprache klären:</p> <ul> <li>Worum geht es bei Leichter Sprache?</li> <li>Wer bestimmt, was Leichte Sprache ist?</li> <li>Was gibt es alles in Leichter Sprache?</li> <li>Kann man alles in Leichter Sprache sagen?</li> </ul> <p>Kerstin Probiesch (<a href="http://twitter.com/kprobiesch">bei Twitter</a>) hat die Idee zu diesem Beitrag geliefert. Kerstin macht die Seite <a href="http://www.barrierefreie-informationskultur.de/">barrierefreie-informationskultur.de</a>. In Twitter hat sie auf <a href="http://www.people1.de/">Mensch zuerst</a> verwiesen. Das ist ein Verein, der sich für Leichte Sprache einsetzt. Der Verein macht auch die Regeln für Leichte Sprache. Lesen wir, was der Verein schreibt:</p> <blockquote> <p>Wir von Mensch zuerst sind Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache.<br /> Das ist eine Arbeits-Gruppe.<br /> Das Netzwerk Leichte Sprache macht Regeln für Leichte Sprache.</p> </blockquote> <p>Die wichtigsten Regeln für Leichte Sprache sind:</p> <ul> <li>kurze Sätze</li> <li>nur eine Aussage pro Satz</li> <li>wenn möglich keine Fremdwörter und Fachwörter</li> <li>schwierige Wörter werden erklärt</li> <li>Abkürzungen werden beim ersten mal ausgeschrieben</li> <li>wenn möglich keine Konjunktive</li> <li>Bezüge auf andere Wörter eindeutig sein</li> <li>wenn möglich in der Gegenwart reden</li> <li>kurze Absätze</li> <li>Texte auflockern durch Listen</li> <li>Texte ergänzen durch Bilder, Filme oder Tonaufnahmen</li> <li>Gut lesbsare Schriften</li> <li>keine Kindersprache</li> </ul> <p>Der Verein Mensch zuerst hat eine <a href="http://www.people1.de/pdf/Buecherliste.pdf">Liste mit Inhalten in Leichter Sprache</a> zusammengestellt. Die Liste enthält Bücher, Hefte und Internetseiten. Eine Internetseite in Leichter Sprache ist zum Beispiel die Seite der <a href="http://www.lebenshilfe.de/wDeutsch/in_leichter_sprache/index.php">Bundesvereinigung für Lebenshilfe</a>.</p> <p>Es gibt auch einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leichte_Sprache">Wikipedia-Artikel über Leichte Sprache</a>. Und dort findet sich ein Zitat, das für etwas Entkrampfung sorgt:</p> <blockquote> <p>Vorrangig wird leichte Sprache für Menschen mit geringen sprachlichen Fähigkeiten verwendet. Einfache Sprache ist jedoch auch eine Forderung für die verständliche Darstellung wissenschaftlicher Inhalte. Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) fordert in diesem Sinne: „Für jegliche Inhalte ist die klarste und einfachste Sprache zu verwenden, die angemessen ist.“</p> </blockquote> <p>Letztlich muss man wohl unterscheiden zwischen Inhalten, die speziell für die Zielgruppe „Menschen mit deutlich unterdurchschnittlichen sprachlichen Fähigkeiten“ erstellt werden, und solchen, die einfach „allgemeinverständlich“ sind. Auch wer Fachtexte schreibt, kann sich um Allgemeinverständlichkeit bemühen. Denn Allgemeinverständlichkeit ist keine gebratene Taube, die Lesern in den Mund fliegt, sondern eine unauffällige Rücksichtnahme gegenüber Nichteingeweihten.</p> <p>Womit auch dem Autor dieses Beitrags das Schreiben wieder leichter fällt als zu Beginn. Denn Leichte Sprache, so hat der kleine Selbstversuch gezeigt, ist verdammt schwierig zu erzeugen. Fast alles, was man sich sonst sprachlich gönnt, ist bei konsequenter Anwendung von Leichter Sprache verboten. Absätze wie dieser hier verstoßen bereits gegen alle Regeln der Leichten Sprache. Womit wir bei der Frage wären: Kann man alles in Leichter Sprache sagen?</p> <p>Man kann sehr viele Inhalte in Leichte Sprache übertragen, aber alle wohl nicht. So gibt es beispielsweise die Broschüre <a href="http://www.behindertenbeauftragter-niedersachsen.de/broschueren_bblni/pics/Wahlhilfebroschuere_klein.pdf">Wie man wählt: die Bundestagswahl</a> in Leichter Sprache. Doch eine Auseinandersetzung mit einem politischen SPIEGEL-Online-Artikel in Leichter Sprache? Das wäre so, wie beim Hundertmeterlauf mit Tauchanzug und Schwimmflossen anzutreten. Andererseits sollen Menschen, die in Leichter Sprache erfahren, <strong>wie</strong> sie wählen können, auch an der Meinungsbildung teilnehmen, <strong>wen</strong> sie wählen wollen. Wenn das auf direktem Wege (wie durch SPIEGEL-Online-Artikel und Reaktionen darauf) nicht möglich ist, muss es zusammenfassend und vereinfachend <strong>vermittelt</strong> werden.</p> <p>Was vermittelt wird, geht durch ein <strong>Medium</strong>. Leichte Sprache ist also eigentlich ein eigenes Medium. Ein Medium, das auf anderen Medien wie Internet, Print usw. aufsetzt. Ein Medium, das bestimmte Zwecke erfüllt und bestimmte Techniken verlangt. Diese Techniken werden nicht mit Hilfe von Physik beschrieben, auch nicht mit Hilfe von Programmiersprachen, sondern mit Hilfe der Sprachwissenschaft. Mit diesem Medium souverän umgehen zu können, verlangt Übung, Wissen und Können. Was noch fehlt, ist das allgemeine Bewusstsein dafür, messbar etwa an einem beruflichen Lehrgang wie „Mediendesigner für Leichte Sprache“, und natürlich an der Anzahl verfügbarer Inhalte in Leichter Sprache.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:49</guid>
				<title>Deutschland netzpolitisches Entwicklungsland</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/blog:49</link>
				<description>

&lt;p&gt;Die „Economist Intelligence Unit (EIU)“ des zahmen IT-Riesen IBM führt seit dem Jahr 2000 eine globale Studie mit dem Titel „E-Readiness“ (frei übersetzt: „Internet-Reife“) durch. Die Studie vergleicht einzelne Länder im Hinblick darauf, wie gut diese politisch, juristisch und ökonomisch auf das Internet vorbereitet sind. Für jedes Land werden die untersuchten Aspekte bewertet, woraus am Ende ein Score auf einer Skala von 1 bis 10 errechnet wird, der wiederum die Platzierung (das Ranking) der einzlenen Länder bestimmt. Jährlich erscheinen einmal neue Ergebnisse. Welche Rückschlüsse lassen die Ergebnisse dieser Studie über Deutschland zu?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;by &lt;span class=&quot;printuser avatarhover&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;&lt;!--[if gte IE 7]&gt;&lt;!--&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)&quot; /&gt;&lt;!--&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if lt IE 7]&gt;&lt;img class=&quot;small&quot; src=&quot;http://www.wikidot.com/common&amp;#45;&amp;#45;images/avatars/27/27448/a16.png&quot; alt=&quot;StefanM&quot; style=&quot;filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod=&#039;scale&#039;)&quot;/&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wikidot.com/user:info/stefanm&quot;  &gt;StefanM&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 20:58:16 +0000</pubDate>
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					<![CDATA[
						 <p>Die „Economist Intelligence Unit (EIU)“ des zahmen IT-Riesen IBM führt seit dem Jahr 2000 eine globale Studie mit dem Titel „E-Readiness“ (frei übersetzt: „Internet-Reife“) durch. Die Studie vergleicht einzelne Länder im Hinblick darauf, wie gut diese politisch, juristisch und ökonomisch auf das Internet vorbereitet sind. Für jedes Land werden die untersuchten Aspekte bewertet, woraus am Ende ein Score auf einer Skala von 1 bis 10 errechnet wird, der wiederum die Platzierung (das Ranking) der einzlenen Länder bestimmt. Jährlich erscheinen einmal neue Ergebnisse. Welche Rückschlüsse lassen die Ergebnisse dieser Studie über Deutschland zu?</p> <div class="reference-box" style="width: 200px; float: right; margin-left: 20px; margin-bottom: 8px;"> <h3><span>Studienergebnisse (PDF)</span></h3> <ul> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2002-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2002</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2003-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2003</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2004-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2004</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2005-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2005</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2006-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2006</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2007-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2007</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2008-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2008</a></li> <li><a href="http://webkompetenz.wikidot.com/local--files/intern:extern-docs/2009-e-readiness-rankings.pdf">Ergebnisse 2009</a></li> </ul> </div> <p>Aufmerksam geworden bin ich auf die Studie über den Artikel <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/09/01/schlechte-politik-laesst-deutschland-in-internet-rangliste-zurueckfallen.aspx">Schlechte Politik lässt Deutschland in Internet-Rangliste zurückfallen</a>, der vor einigen Tagen in den F.A.Z-Blogs erschienen ist. Auch in anderen News-Organen hat die diesjährige Veröffentlichung der IBM-Studie dieser Tage für Schlagzeilen gesorgt. Um einen bessern Überblick über die Studie zu erhalten, machte ich mich auf die Suche nach den bisherigen jährlichen Publikationen. Leider fand ich keinen zentralen Ort dafür, auch nicht auf der <a href="http://www.eiu.com/">Website der EIU</a>. Aus den verschiedensten Quellen konnte ich ein Set von PDF-Dokumenten zusammenstellen, das die Jahre 2002 bis 2009 widerspiegelt (siehe Downloads rechts).</p> <h2><span>Entwicklung in Deutschland</span></h2> <p>Verfolgen wir in diesen Veröffentlichungen die Scores und Rankings von Deutschland, so ergibt sich folgendes Bild:</p> <table class="wiki-content-table"> <tr> <th>Jahr</th> <th>Rang</th> <th>+/- Vorjahr</th> <th>Score</th> <th>+/- Vorjahr</th> </tr> <tr> <td>2002</td> <td style="text-align: right;">8</td> <td style="text-align: right;">+4</td> <td style="text-align: right;">8,25</td> <td style="text-align: right;">?</td> </tr> <tr> <td>2003</td> <td style="text-align: right;">13</td> <td style="text-align: right;">-5</td> <td style="text-align: right;">8,15</td> <td style="text-align: right;">-0,10</td> </tr> <tr> <td>2004</td> <td style="text-align: right;">13</td> <td style="text-align: right;">0</td> <td style="text-align: right;">7,83</td> <td style="text-align: right;">-0,22</td> </tr> <tr> <td>2005</td> <td style="text-align: right;">12</td> <td style="text-align: right;">+1</td> <td style="text-align: right;">8,03</td> <td style="text-align: right;">+0,20</td> </tr> <tr> <td>2006</td> <td style="text-align: right;">12</td> <td style="text-align: right;">0</td> <td style="text-align: right;">8,34</td> <td style="text-align: right;">+0,31</td> </tr> <tr> <td>2007</td> <td style="text-align: right;">19</td> <td style="text-align: right;">-7</td> <td style="text-align: right;">8,00</td> <td style="text-align: right;">-0,34</td> </tr> <tr> <td>2008</td> <td style="text-align: right;">14</td> <td style="text-align: right;">+5</td> <td style="text-align: right;">8,39</td> <td style="text-align: right;">+0,39</td> </tr> <tr> <td>2009</td> <td style="text-align: right;">17</td> <td style="text-align: right;">-3</td> <td style="text-align: right;">7,85</td> <td style="text-align: right;">-0,54</td> </tr> </table> <p>Die Tabelle zeigt zwar keine dramatischen Entwicklungen, weder nach oben noch nach unten. Über die Jahre betrachtet lässt sich jedoch feststellen, dass der Trend tendenziell eher nach unten zeigt als nach oben. Seit drei Jahren jedenfalls kann Deutschland nicht mehr an die Positionen der früheren Jahre anknüpfen, geschweige denn, dass eine Entwicklung nach oben in Sicht ist.</p> <h2><span>Entwicklung in Dänemark</span></h2> <p>Es auch anders, wie das Beispiel Dänemark zeigt:</p> <table class="wiki-content-table"> <tr> <th>Jahr</th> <th>Rang</th> <th>+/- Vorjahr</th> <th>Score</th> <th>+/- Vorjahr</th> </tr> <tr> <td>2002</td> <td style="text-align: right;">7</td> <td style="text-align: right;">+2</td> <td style="text-align: right;">8,29</td> <td style="text-align: right;">?</td> </tr> <tr> <td>2003</td> <td style="text-align: right;">2</td> <td style="text-align: right;">+5</td> <td style="text-align: right;">8,45</td> <td style="text-align: right;">+0,16</td> </tr> <tr> <td>2004</td> <td style="text-align: right;">1</td> <td style="text-align: right;">+1</td> <td style="text-align: right;">8,28</td> <td style="text-align: right;">-0,17</td> </tr> <tr> <td>2005</td> <td style="text-align: right;">1</td> <td style="text-align: right;">0</td> <td style="text-align: right;">8,74</td> <td style="text-align: right;">+0,46</td> </tr> <tr> <td>2006</td> <td style="text-align: right;">1</td> <td style="text-align: right;">0</td> <td style="text-align: right;">9,00</td> <td style="text-align: right;">+0,26</td> </tr> <tr> <td>2007</td> <td style="text-align: right;">1</td> <td style="text-align: right;">0</td> <td style="text-align: right;">8,88</td> <td style="text-align: right;">-0,12</td> </tr> <tr> <td>2008</td> <td style="text-align: right;">5</td> <td style="text-align: right;">-4</td> <td style="text-align: right;">8,83</td> <td style="text-align: right;">-0,05</td> </tr> <tr> <td>2009</td> <td style="text-align: right;">1</td> <td style="text-align: right;">+4</td> <td style="text-align: right;">8,87</td> <td style="text-align: right;">+0,04</td> </tr> </table> <p>Im Jahr 2002 lag Dänemark gerade einen Rang vor Deutschland, mit unwesentlich höherem Ranking. Danach jedoch katapultierte sich der kleine nordische Nachbar an die Spitze der Charts und konnte die Top-Position vor anderen Ländern der Spitzengruppe, wie USA, Schweden, Norwegen, Schweiz, Hongkong oder den Niederlanden mit einem Außreißer nach unten verteidigen.</p> <h2><span>Kaffeesatzleserei</span></h2> <p>Die vollständigen Tabellen in den PDFs lassen natürlich Spielraum für die unterschiedlichsten Interpretationen, Vergleiche und Orientierungen. Wenn den Deutschen vorgehalten wird, dass die kleinen Nachbarn wie Niederlande, Dänemark oder Schweiz in gewissen Bereichen erfolgreicher oder weiter entwickelt sind, wird hierzulande zur Verteidigung gerne mit der Größe und internen Struktur-Problemen wie der Eingliederung Ost argumentiert.</p> <p>Auffällig ist jedoch, dass Deutschland eigentlich eine starke Fraktion von Netz-Aktiven hat, eine Menge Internet-Professionals beherbergt, eine gut ausgebaute eigene Bloggerszene, und zahlreiche Firmen, die sich redlich darum bemühen, Positionen im Internet jenseits der reinen Visitenkarte zu besetzen. Es kommen also tatsächlich nur die Politik und die rechtlichen Rahmenbedingungen, die ja ebenfalls von der Politik geschaffen werden, als Bremse in Frage. Eine Politik, die kein konsequentes und gerechtes Konzept für den Breitbandausbau hat. Eine Politik, die nicht in der Lage ist, das unsägliche deutsche Abmahnunwesen im Netz unter Kontrolle zu bekommen. Eine Politik, deren höchste Repräsentanten geradezu als internet-infantil zu bezeichnen sind, die im Netz nichts anderes sehen als Gefahren und Praktiken, die sie nicht mehr verstehen und deshalb verbieten wollen.</p> <p>Das drückt sich besonders krass in einer Detailzahl aus der aktuellen 2009er-Studie aus. In der Bewertungskategorie <em>Policy and vision</em> kommt Deutschland auf einen indiskutablen Score von 6,50 (Dänemark: 9,65). Kurzum: von Regierungen wie der gegenwärtigen hat das Netz in Deutschland nichts zu hoffen außer magere Erfolge.</p> <p>by <span class="printuser avatarhover"><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" ><!--[if gte IE 7]><!--><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common--images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="background-image:url(http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448)" /><!--<![endif]--><!--[if lt IE 7]><img class="small" src="http://www.wikidot.com/common&#45;&#45;images/avatars/27/27448/a16.png" alt="StefanM" style="filter:progid:DXImageTransform.Microsoft.AlphaImageLoader(src=http://www.wikidot.com/userkarma.php?u=27448,sizingMethod='scale')"/><![endif]--></a><a href="http://www.wikidot.com/user:info/stefanm" >StefanM</a></span></p> 
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