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		<title>Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
		<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel</link>
		<description>Postings im Diskussions-Thread &quot;Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?&quot; - Der Datenschutz-Konflikt verschärft sich zusehends, aber anders, als manche gedacht hätten.</description>
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		<lastBuildDate>Sun, 19 Jul 2026 01:00:53 +0000</lastBuildDate>
		
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242#post-674035</guid>
				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-674035</link>
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				<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 08:57:45 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Alex</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <blockquote> <p>Verrückte Welt? Ganz normale Wirren in Zeiten gesellschaftlicher Normen-Umbrüche?</p> </blockquote> <p>Auf jeden Fall ziemlich überbewertet. Wenn im Internet über so was diskutiert wird, entsteht natürlich ein ganz anderes Bild. In meinem &quot;echten&quot; Leben spielen &quot;soziale Netzwerke&quot; jedenfalls keine große Rolle. Insofern: alles halb so wild, bis jetzt besteht noch keine Facebook-Meldepflicht.</p> <p>Alex</p> 
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				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-673530</link>
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				<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 16:52:28 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Chräcker</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Damit weißt Du, was Facebook. Ein Werkzeug um im Kontakt mit Menschen und deren Themen zu bleiben. Teilweise auch um in Kontakt zu kommen, daß ist aber aufgrund der Grundarchitektur der Verknüpfung über Freundeslisten, schwerer.</p> 
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				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-673279</link>
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				<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 09:37:47 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>ClaudiaBerlin</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>332399</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Ich hab bei Facebook alles entfernt/gekündigt, was da zwangsweise auf dem Profil zu sehen war - außer den &quot;Freunden&quot;. Also die &quot;Seiten, denen ich folge&quot;, ebenso eine Gruppe, in der ich Mitglied war etc. Es passt mir nicht, durch einige wenige Angaben, die noch dazu eher aus Gefälligkeit denn echten Interessen zustande kamen, sozusagen &quot;gelabelt&quot; zu werden!</p> <p>Andrerseits wollte ich meine Statuszeile/Wall öffentlich machen, das ist mir aber nicht gelungen, obwohl ich das auf &quot;lesbar für alle&quot; gestellt habe. :-)</p> <p>Ich finde, der Knackpunkt ist die FREIWILLIGKEIT. Über mich kann man viel wissen, wenn man sich in meine Blogs vertieft und/oder per Google in Altmaterialien seit 1996 stöbert. Das stört mich nicht und ich lebe eher im Bewusstsein, dass es eine Mühe ist, das &quot;Interesse der Welt&quot; mit eigenen Inhalten zu erwecken, als dass man sich vor &quot;Forschern&quot; fürchten muss. Als 50plus bin ich ja auch nicht das interessanteste Stalking-Opfer und aufgrund meiner Selbständigkeit scheren mich Arbeitgeber wenig. Wohl aber Auftraggeber und potenzielle Kunden, an die ich durchaus auch mal denke, wenn ich Inhalte im Web mit meinem Klarnamen verbinde - entsprechend bewusst handhabe ich meine Netzöffentlichkeit und bin ansonsten der Meinung: wem nicht passt, was ich schreibe, der soll halt wegbleiben.</p> <p>Die Möglichkeit der Anonymität, wie wir sie kennen (also mit der Einschränkung der Rückverfolgbarkeit per IP), ist m.E. ein absolut verteidigenswertes Gut!</p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242#post-673235</guid>
				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-673235</link>
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				<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 07:27:06 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Frank</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Was ist Facebook? Nie von innen gesehen, nur gehört. Will auch nicht mehr sehen, trotz mancher Einladungen.<br /> &#8230;doch, eines sah ich, eine ehemalige Freundin hab ich da gefunden, über Google. Nett, was so über sie, ihre Ziele, ihre Beziehungen und ihre momentane Arbeit zu lesen war. Nun weiß ich was die letzten Jahre bei ihr so lief :-)</p> 
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				<title>Re: SPIEGEL-Offline über Google</title>
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				<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 06:56:23 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Chräcker</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Ich hab den Artikel noch nicht gelesen, fand andere spannender, zum Beispiel den über die Vorgehensweise bei der Öffnung ägyptsicher Gräber. Weiß nicht mal, ob ich ihn lese, denn ich denke, er ist nicht für &quot;mich&quot; geschrieben worden, der ja eh da schon wandelt, wo mancher Spiegel Leser noch seltener ist. (Doch doch, ich mag, den Spiegel mit all seinen Schwächen.)</p> <p>Es wächst eh eine Generation heran (ja ja, ich werd meinen Blogbeitrag noch fertig machen ;-)), die unseren heutigen Betrachtungswinkel nicht mal nachvollziehen kann. Privatsspähre wird komplett anders definiert, vielleicht auch wegfallen. Wer heute einmal S-Bahn fährt und Telefongespräche somit abhört, oder einen x beliebigen privaten Fernsehkanal nachmittags anmacht oder eben, jaja, etwas wahlloser Twitterer folgt, bekommt schon eine Ahnung.</p> <p>Und das sind nicht alles schamlose Kinderchen und Deppen, es sind Leute, die einfach anders sozialisiert wurden. Deren Reifung (vulgo: Pupertät) teilweise im Netz stattgefunden hat. Die &quot;privaten Raum&quot; komplett anders kennen gelernt haben. Leute, die mehr in die Masse tragen und wer weiß, vielleicht dadurch eines Tages mehr darin aufgehen. Man kann das heute höchstens erraten, werten aber gar nicht richtig.</p> <p>Und selbst der Spruch, &quot;ich hab ja nichts zu verbergen&quot; der uns heute so zucken läßt, läßt uns nur aus unserer Generation noch richtig zucken, weil wir deren &quot;es kann jeder alles sehen&quot;, so wie wir es empfinden, nach unserer Sozialisation bewerten, und denken &quot;das können die doch nicht meinen.&quot;</p> <p>Die nachfolgende Generation spätestens wird die Brisanz unserer Sorgen vielleicht gar nicht mehr verstehen, weil die Basis der Sorgen sich vielleicht tatsächlich einfach aufgelöst hat. Es will in vielen Dingen keiner mehr diese Privatsspähre. Vielleicht löst sich der big Brother dann auf, weil wir alle viele viele litle Brothers sind&#8230;. klar: vielleicht auch nicht.</p> <p>Chräcker</p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242#post-673196</guid>
				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-673196</link>
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				<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 05:02:29 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>molily</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Diese Gruppe will ich gar nicht unter den Tisch fallen lassen. Viele finden es harmlos, gewisse Daten zu veröffentlichen, die ihr Privates ihrem Empfinden nach nicht preisgeben. &#8212; Mache ich selbst andauernd, Alltägliches und Belangloses posten ;-), ohne mir den Kopf darüber zu zerbrechen, ob mir jemand daraus einen Strick drehen könnte oder wem ich damit nun in die Hände spiele. &#8212; Ich denke nicht, dass die Nutzer grundsätzlich »anders ticken« als jemand, dem es weniger genehm ist, ein Leben mit RSS-Feed/Wire/Timeline/Buschfunk für Fremde zu führen. Diese Leute müssen nicht Teilnehmer einer Debatte sein, um für sich eine bewusste Position gefunden zu haben - eine solche kann man ihnen jedoch abfordern. Wobei ich bin eher skeptisch, ob man die derzeitige und zukünftige Lage abschätzen kann, um im Jetzt besonnen handeln zu können: Was hat es denn für Konsequenzen, wenn wir aus der anonymen Stadt zurück in die Enge des digitalen globalen Dorfes ziehen?</p> <p>Das Problem der »Nichtwähler«, wie du sie nennst, ist nicht, dass sie keine begründete Position beziehen, sondern dass sie gegebenenfalls für dumm verkauft werden: Der Punkt z.B. bei der Facebook-Kritik ist, dass Facebook nach Jahren eine von der bisherigen Firmenpolitik abweichende Position als Norm ansieht und diese über Nacht mehr oder weniger verordnet. Facebook argumentiert damit, dass die Nichtwähler sehr wohl gewählt hätten. Und, wie könnte es anders sein, der Wahlgewinner ist das von Facebook vorgesehene Modell, weshalb 350 Millionen Nutzer zu neuen Standardeinstellungen gedrängt werden. Fair wäre gewesen, allen Nutzern einen besseren Wahlzettel zu geben als diese tendenziöse Usability-Katastrophe (<a href="http://uxzentrisch.de/nach-einfach-kommt-unverstandlich-facebooks-neue-privacy-einstellungen/">http://uxzentrisch.de/nach-einfach-kommt-unverstandlich-facebooks-neue-privacy-einstellungen/</a>).</p> <p>Letztlich wird wohl das Eingangszitat recht haben: Wer <em>nicht</em> auffindbare Spuren im Netz hinterlässt, wird Nachteile erfahren, wenn es irgendwann als Kriterium angesehen wird, sich als fehlbarer »ganz normaler« Mensch im Netz zu zeigen. &#8212; Wobei ich noch wenige Personalchefs mit ihrerseits offenen Profilen gesehen habe. Vielleicht fallen sie nicht auf, wenn sie ihre Stellung nicht im Profil angeben, weil sie ansonsten Katzenfotos wie jeder andere hochladen und auch nur die Filme sehen, die jeder gerade sieht. Mittlerweile die cleverste Strategie, um in der Masse nicht aufzufallen und eine gewisse Privatsphäre zu wahren. Für unserseits, die mit dem Web arbeiten und andauernd im Netz über das Netz schreiben, leider nicht gangbar. ;)</p> <p>P.S. Hatte heute kurz in den Spiegel-Leitartikel reingeschaut, aber der ist grässlich reißerisch geschrieben. Und inhaltlich über große Strecken Schmus (nach dem Motto: Titten, Terror, Twitter).</p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242#post-672952</guid>
				<title>SPIEGEL-Offline über Google</title>
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				<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 22:48:50 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>StefanM</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>27448</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Puh - jetzt habe ich mich durch die 11 Seiten Hauptartikel des heute erschienenen SPIEGEL mit der Titelstory über Google gelesen. Eins ist klar: dieser Thread hier, dieses Thema hier ist am Puls der Zeit, es wird das Thema der nächsten Jahre, das wird für mich immer klarer sichtbar. Und &quot;puh&quot; deswegen, weil ich 10¾ Seiten SPIEGEL-übliche Wortgewalt über das drohende Unheil und die gewitterschwangeren Entwicklungen lesen musste, bis ich am Ende las:</p> <blockquote> <p>Eine einflussreiche Gruppe von Theoretikern glaubt gleichwohl, der Mensch werde lernen, mit der Allgegenwart der Entblößung umzugehen. Ihr Schlagwort ist die &quot;transparente Gesellschaft&quot;. Es besagt: Bald wissen ohnehin alle alles über alle. Es gleicht sich aus. Die Aufregung über Peinlichkeiten werde nachlassen, weil keiner frei von Makeln sei - das Internet als Gemeinschaft der Fehlbaren. Vom US-Philosophen David Weinberger stammt der vielzitierte Merkspruch: &quot;Ein Zeitalter der Transparenz muss ein Zeitalter des Vergebens sein&quot;.<br /> Auch der Netzvisionär Tim O'Reilly hängt dieser Anschauung an. &quot;Was gewinnen wir denn, wenn wir den Leuten die Gesichtserkennung verwehren?&quot;, fragt er. &quot;Die Technik ist da. Soll sie Regierungen und Großkonzernen vorbehalten bleiben, die sie heimlich anwenden?&quot;</p> </blockquote> <p>Ich lasse das jetzt erst mal so stehen. Thema und Richtung sind jedenfalls wieder in Sicht :-)</p> <p>viele Grüße<br /> Stefan Münz</p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242#post-672366</guid>
				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-672366</link>
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				<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 06:30:30 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>StefanM</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>27448</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Hallo Molily,</p> <p>Wie du richtig bemerkst, werden die wirklich &quot;Dummen&quot; immer weniger. Wem es wichtig ist, dass wirklich nur die engsten Freunde seine Fotos sehen und seine alltäglichen Bemerkungen lesen können, kümmert sich längst vermehrt um entsprechende Vorkehrungen und Einstellungen &#8212; unter anderem auch angetrieben durch die zahlreichen Berichte in den Medien.</p> <p>Was mir in deiner Unterscheidung allerdings fehlt, ist eine wachsende Zahl von Usern, denen es schlichtweg egal ist, ob nur Freunde und Bekannte, oder auch mal irgendwer sonst die eigenen Fotos anschaut oder eigene alltägliche Bemerkungen liest. Nicht, weil sie zu dumm sind, sich die möglichen, immer wieder beschworenen Folgen (der künftige Arbeitgeber, die Ermittlungsbehörden und so) vorzustellen, sondern weil sie einfach anders ticken. Insofern anders ticken, als sie diejenigen sind, die in Zukunft selber Jobs vergeben, und zwar vorzugsweise an Bewerber, über die man was findet im Netz, und zwar nicht nur Hochglanz-Bewerbungsmaterial.</p> <p>Diese Andersticker sind nicht unbedingt klassische Blogger oder Netzpersönlichkeiten. Es sind ganz normale Twitterer, Foto- oder Videosharer. Sie empfinden ihre Offenheit auch nicht mehr als Datenexhibitionismus. Es ist normal für sie, dass das die Mitbürger im &quot;globalen Dorf&quot; über sie Bescheid wissen können, wenn ihnen danach dürstet. Genauso, wie es, wie Ralph hier im Thread schreibt, für ihn normal ist, dass in seinem &quot;richtigen Dorf&quot; die Leute viel voneinander mitbekommen. Diese Andersticker nehmen auch kaum an der Datenschutz-Debatte teil. Sie haben viel mit den sogenannten &quot;Nichtwählern&quot; gemeinsam. Leute, die sich aus dem allgemeinen Angstschür- und Interessensdiskurs ausgeklinkt haben, weil sie lieber ihren eigenen Erfahrungen trauen. Das kann man bedauern und kritisieren - aber aufhalten kann man es sicher nicht.</p> <p>viele Grüße<br /> Stefan Münz</p> 
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242#post-672063</guid>
				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
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				<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 20:38:32 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>molily</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Zuckerberg hat insofern recht, dass Blog und Soziale Netzwerke Millionen dazu getrieben hat, das Netz für sich zu nutzen und Informationen über sich zu publizieren. Das sehe ich erst einmal auch als Normenwandel an, den ich aus bestimmten Gründen begrüßenswert finde. Zuckerberg begrüßt ihn ebenfalls, dahinter stecken jedoch - wie du auch sagst - bestimmte Interessen und ein anderer Standpunkt. Als Facebook-Gründer will mehr öffentlich sichtbare Inhalte, dadurch Traffic und mehr Werbeumsätze. Facebook will schließlich mit Twitter konkurrieren. Soweit klar, das Unternehmen will selbstverständlich Profite erzielen.</p> <p>Seine Behauptung einer Änderung der Kultur gibt die Wirklichkeit nicht korrekt wieder. Dass man Blogs führt und in Social Networks aktiv ist, ist tatsächlich ein Schritt zur Offenheit. Einer sehr kontrollierten Offenheit von selbstbewussten, öffentlichen Personen. Aber wenn ich mich in den Social Networks umsehe, finde ich dort alles andere als offene Profile. Das war in Deutschland vielleicht während der StudiVZ-Gründerzeit der Fall. Während dieses Booms strömten die Nutzer zu StudiVZ, trugen ihren Klarnamen und andere privaten Daten ein, luden für jeden sichtbare Fotos hoch. Das war vor den Datenskandalen, und elaborierte Privacy-Einstellungen gab es sowieso noch nicht. Mittlerweile hat jedes »Holzmedium«, wie Stefan es so schön nennt, bis zum Werbe-Anzeigen-Blatt berichtet, wie sinnvoll der Schutz der Privatsphäre im Netz ist. Seitdem sehe ich zu einem großen Teil geschlossene Profile und, obwohl es den AGB widerspricht, sogar entfremdete Namen. Das sagt viel über das Vertrauen der Nutzer aus und über den Willen, sich virtuell zu entblößen.</p> <p>Die Entwicklung verlief meiner Erfahrung nach also genau gegenteilig. Je populärer Facebook wird, je feiner man den Öffentlichkeitsgrad von Informationen einstellen kann, desto eingeschränkter geben die Nutzer ihre Daten frei. (Ausnahmen sind die wenigen, die ihren öffentlichen Twitter-Account bewusst mit Facebook verknüpfen.) Facebook nimmt das nicht wahr, weil - da stimme ich Marshall Kirkpatrick von ReadWriteWeb zu (<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/facebooks_zuckerberg_says_the_age_of_privacy_is_ov.php">http://www.readwriteweb.com/archives/facebooks_zuckerberg_says_the_age_of_privacy_is_ov.php</a>) - sie es nicht wahr haben wollen. Sie wollen lieber wahr haben, dass jeder Nutzer die von ihnen »empfohlenen« Privacy-Einstellungen vornimmt, sodass Posts standardmäßig für alle einschließlich Suchmaschinen offen sind.</p> <p>Vielleicht sollte man nüchtern zur Kenntnis nehmen, dass jedes bisherige Soziale Netzwerk (ich würde sagen: notwendig) Interessen verfolgt hat, die sich (zumindest perspektivisch) mit Nutzerinteressen beißen. Die Nutzer bekommen da nichts geschenkt, es ist immer ein stetiges Aushandeln und bleibt ein Antagonismus. Nach dem, was sich Facebook jüngst geleistet hat, liegt es an den Nutzern, ihre Interessen wieder stärker artikulieren und Zugeständnisse einzufordern.</p> 
				 	]]>
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				<title>Re: Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
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				<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 17:25:17 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Ralph Schäfer</wikidot:authorName>								<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Ich sehe das mit meiner Privatsphäre auch nicht so verbissen. Ich bin das schon vom realen Leben gewohnt. Hier auf dem Dorf wissen alle nämlich ziemlich viel voneinander. Es sei denn, man läuft immer mit Scheuklappen rum :)</p> <p>Ich seh in Facebook auch nur ein großes virtuelles Dorf.</p> <p>Bis dann,</p> <p>Ralph</p> 
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				<title>Offene persönliche Daten - sozialer Wandel?</title>
				<link>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-210242/offene-persoenliche-daten-sozialer-wandel#post-671939</link>
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				<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 17:05:29 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>StefanM</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>27448</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Hallo,</p> <p>wieder mal geht es um Facebook (aber längst nicht nur darum). FB-Gründer und -Chef Marc Zuckerberg hat ein Statement von sich gegeben, das für neuen Zündstoff sorgt in einer Debatte, die in den letzten Wochen und Monaten auffällig höher und höher kocht. Heise berichtet:</p> <ul> <li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fuer-den-Facebook-Chef-ist-Privatsphaere-nicht-mehr-zeitgemaess-900367.html">Für den Facebook-Chef ist Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß</a></li> </ul> <p>In eine ähnliche Kerbe hat ja bereits vor einigen Wochen Google-CEO Eric Schmidt geschlagen. Es sind aber nicht nur große Datenkonzerne, die natürlich ein großes Interesse an vielen leicht zugänglichen Daten haben. Es mehren sich auch Stimmen von jenen zahlreichen Usern, die man bislang einfach für dumm und unaufgeklärt gehalten hat, weil sie keinen Hehl aus ihrer Privatsphäre im Netz machen.</p> <p>Netter Schlagabtausch (hier nur sinngemäß wiedergegeben) aus den Diskussionen zum obigen Heise-Artikel: &quot;selber schuld, wenn jemand einen Job nicht kriegt, weil seine Daten im Netz offen rumliegen.&quot; Antort: &quot;Er wird den Job künftig nicht bekommen, wenn seine Daten <strong>nicht</strong> offen im Netz rumliegen, weil das verdächtig ist&quot;.</p> <p>Da entsteht zweifellos ein Graben in den Anschauungen, der in dieser Form neu ist. Und in diesem Graben steht beispielsweise die Piratenpartei, die gerade noch letztes Jahr der Inbegriff für neue gesellschaftliche Kräfte war, mit ihren Datenschutzforderungen schon wieder auf der radikal-konservativen Seite.</p> <p>Verrückte Welt? Ganz normale Wirren in Zeiten gesellschaftlicher Normen-Umbrüche?<br /> Freue mich auf Statements!</p> <p>viele Grüße<br /> Stefan Münz</p> 
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