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		<title>Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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		<description>Posts in the discussion thread &quot;Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen&quot; - Ein Gedanke aus den Tiefen der Heise-Foren</description>
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				<guid>http://webkompetenz.wikidot.com/forum/t-166357#post-528140</guid>
				<title>Re: Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 21:19:34 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Swen Wacker</wikidot:authorName>								<content:encoded>
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						 <p>N<br /> i<br /> e<br /> d<br /> e<br /> r</p> <p>m<br /> i<br /> t</p> <p>d<br /> e<br /> n</p> <p>Z<br /> e<br /> i<br /> l<br /> e<br /> n<br /> h<br /> o<br /> n<br /> o<br /> r<br /> a<br /> r<br /> e<br /> n</p> 
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				<title>Re: Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 18:48:50 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>StefanM</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>27448</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
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						 <p>Hallo Wilhelm,</p> <p>huch, welch neue Töne von dir! Bist du nun etwa unter die digitalen Revoluzzer und Propheten des holzmedienfreien Zeitalters gegangen? Wer soll mir denn dann noch auf die Füße steigen und mich bremsen? *g*</p> <p>Was die vielen schlechten Artikel betrifft: mir ist aufgefallen, dass Verlage oftmals krampfhaft versuchen, die Länge typischer Feuilleton- oder Meinungsseiten-Artikel beizubehalten. Vielleicht liegt das noch an den zeilenbasierten Honoraren. Dabei wäre weniger manchmal mehr. Wie in einem Blog eben.</p> <p>viele Grüße<br /> Stefan Münz</p> 
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				<title>Re: Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 18:03:00 +0000</pubDate>
								<wikidot:authorUserId>328844</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Für die Herren Verlagschefs gibt es doch eine einfache Lösung:</p> <p>Den Content nur Abonnenten zugänglich machen. Zusätzlich Suchmaschinen auszusperren ist jetzt auch nicht so schwer. Ich denke mal nicht, dass Suchmaschinen für alle Tageszeitungen ein Abo "kaufen" werden. :)</p> <p>Dann wird man sehen, welche Online-Angebote noch überlebensfähig sind. Vielleicht merkt dann auch der Süddeutsche Verlag (oder wem immer der jetzt gehört), wie das eigene Onlineangebot qualitativ immer schlechter wird. Schlecht recherchierte Beiträge, Unmengen Schreibfehler und teilweise niedrigster Boulevard werden dort immer bestimmender. Über das ehemalige Nachrichtenmagazin rege ich mich schon gar nicht mehr auf.</p> <p>Oder die Verlage besinnen sich doch auf den Wandel der Zeit und versuchen doch mal im Jetzt anzukommen und nicht wie die Unterhaltungsindustrie gegen Windmühlen zu kämpfen. Auch wenn sie aus Selbstschutz ihre ganzen Onlineangebote komplett einstampfen, ich werde mir trotzdem keine Zeitungen mehr kaufen. Fast 30 Jahre wöchentlich Spiegel und 20 Jahre Süddeutsche auf Papier reichen. Meine gewünschten Informationen sind dann nur einen Klick weiter zu finden.</p> <p>Gruß<br /> Wilhelm</p> 
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				<title>Re: Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 11:25:03 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Swen Wacker</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>45632</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
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						 <blockquote> <p>Du meinst also, 'ne 2.GEZ oder "Internet-Steuer" sei schon das Worst-Case-Szenario?</p> </blockquote> <p>Wie kommst Du darauf? CDU und SPD sind natürlich jede auf ihre Art und Weise rückwärtsgewandt genug, um das Potential des Internets als Bedrohung zu empfinden. Beide sind aber dennoch nicht in der Lage, Zahnpasta in die Tube zurückzudrücken. Deshalb beschränkte ich mich oben auf die Dinge, die ich für im Moment durchsetzbar halte. Erwartest Du in den nächsten Jahren gröbere Fouls, gar technische Zensurmaßnahmen (Beschränkung des Zugangs zum Internet) oder Erweiterung der Filter-Eingriffe (neben den bestehenden(!) wie die vom [<a href="http://tr.im/rdbQ">http://tr.im/rdbQ</a> BPjM indizierten Seiten)? Absurde Regelungen, wie "Verbot des verlinkens" oder "Altersfreigabe für Webseiten" habe ich bewusst außen vor gelassen. Horrorszenarien kann ich mir viele ausdenken. Ich möchte mich aber gern auf die Dinge konzentrieren, die (aus Sicht der Politiker) durchführbar erscheinen.</p> 
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				<title>Re: Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 22:55:16 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Claudia</wikidot:authorName>								<content:encoded>
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						 <p>Du meinst also, 'ne 2.GEZ oder "Internet-Steuer" sei schon das Worst-Case-Szenario?</p> 
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				<title>Re: Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 09:25:15 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>Swen Wacker</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>45632</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Mittlerweile ist das Geheule von Herrn Burda in der FAZ auch <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A9CAF508685453EB782013BE79E9C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html">online</a> lesbar. Als ich mich <a href="http://twitter.com/SwenWacker/status/2400752880">gestern</a> via Twitter über den Scheiß ärgerte, musste ich noch auf den <a href="http://tr.im/qgVh">Perlentaucher</a> verlinken (Den Hinweis gebe ich nicht aus Eitelkeit, sondern weil ich so neben den Perlentaucher (gibt es auch als Newsletter) für alle Feuilleton-Leser bewerben möchte :-) )</p> <p>Im Kern geht es Burda allein darum, in einer sich wandelnden Welt den bislang eingefahrenen Gewinn zu sichern, ohne sein Unternehmen neu positionieren zu müssen. So rein von der Logik her müsste er also Abscheu von der auf den Kräften des Marktes so gern vertrauenen Parteien wie der FDP und den CDUCSU erhalten. Weit gefehlt. Auch die CDCSU möchte die Pfründe der Herausgeber gern retten, wie in Ihrem Regierungsprogramm auf Seite 37 nachlesbar ist:</p> <blockquote> <p>Falls erforderlich werden wir ein eigenes Leistungsschutzrecht für Verlage zum Schutz der Presseprodukte im Internet schaffen.</p> </blockquote> <p>Ein Schelm, wer da Böses oder auch nur an höfliche Unterstützung beim Wahlkampf denkt.</p> <p>Ich bin mir sehr sicher, dass wir in der nächsten Legislaturperiode eine große Debatte darüber führen werden - und dass es mit einer CDUCSU in der Regierung sehr sehr schwer sein wird, dies zu verhindern. Da sich die Verlage sehr schnell darüber im Klaren sein werden, dass sie sich mit irgendwelchen Verlinkungs- oder Zitatverboten <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/4001.html">lächerlich</a> <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/3992.html">machen</a> werden und dass sie sich mit der Herausnahme bei den Google-Suchergebnissen einen Bärendienst erweisen werden und dass das rechtlich auch <a href="http://www.welt.de/kultur/article1450570/Perlentaucher_gewinnt_gegen_FAZ_und_SZ.html">nicht so einfach</a> ist, läuft es dann wohl auf eine Kulturflaterate raus. Das Wort hört sich hübsch und irgendwie modern an, und bei Kultur denkt ja eh jeder gleich an Künstler und Journalisten und denen was zu geben, ist ja noch in Ordnung. Rein praktisch wird es aber auf SpringerBurdaWarnerEMI-Steuer rauslaufen, die wir alle zahlen, die allein den Kugelschreibermännern den Gewinn sichert und die bei Kulturschaffenden und Schreibenden allenfalls in hömöopathischen Dosen ankommen wird.</p> <p>Diese Debatte wird keine technische werden. Und sie wird jeden betreffen, egal, ob er mit dem PC, mit dem Handy oder sonstwie Netzzugang erlangen kann oder könnte. Also vergleichbar GEZ. Und es wird die gesamte Zeitungsschar sein, die da in fest geschlossener Reihe kämpfen wird. Von der FR über den Spiegel und der SZ bis zur FAZ und auch BLÖD und Co werden sie alle hetzen. Sinnvolles Szenario: Eine kleines, aber positiv besetztes Blättchen über die Wupper gehen lassen und ganz, ganz schnell "das Internet" daran Schuld sein lassen.</p> <p>Und es würde mich nicht wundern, wenn die privaten Fernsehsender gleich mit drauf springen und auch ihren Anteil an der Steuer haben wollen. Nur eins werden sie nicht verhindern: Das <a href="http://medialdigital.de/2009/06/24/wirtschaftsprufer-rat-verlagen-konsolidieren-spezialisieren-oder-sterben-gehen/">Sterben</a> der Printmedien.</p> <p>Sorry für die leseintensiven Links, aber die Lektüre sollte man schon antun um zu erahnen, dass FAZ, SZ und Co gewillt sind, mit harten Bandagen um ihre (schwindende) Medienmacht zu kämpfen.</p> <p>Gruß</p> <p>Swen (ich liebe die Edit-Funktion hier :-)</p> <p>Nachtrag: <a href="http://twitter.com/SwenWacker/status/2418433309">http://twitter.com/SwenWacker/status/2418433309</a></p> 
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				<title>Schnell, schnell, das Netz unter Kontrolle bringen</title>
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				<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 07:11:18 +0000</pubDate>
				<wikidot:authorName>StefanM</wikidot:authorName>				<wikidot:authorUserId>27448</wikidot:authorUserId>				<content:encoded>
					<![CDATA[
						 <p>Hallo,</p> <p>es ist ja nicht nur Zensursula, die das Netz reglementieren will. Nein, auch die Inhaber sogenannter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwandte_Schutzrechte">Leistungsschutzrechte</a> möchten lieber, dass das Internet ihrer Logik folgt, statt sich auf das Netz einzulassen und dessen Logik zu folgen. Im Zusammenhang damit erscheinen ja auch laufend News. Jetzt gerade wieder der Heise-Artikel <a href="http://www.heise.de/newsticker/Verleger-fordern-Schutz-vor-und-Geld-von-Suchmaschinen--/meldung/141320">Verleger fordern Schutz vor und Geld von Suchmaschinen</a>. In den Forumsdiskussionen zu diesem Beitrag bin ich auf einen interessanten Gedanken gestoßen. Vielleicht nicht völlig neu, aber hier besonders evident formuliert: <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Uns-wird-das-Lachen-noch-vergehen/forum-161560/msg-16982117/read/">Uns wird das Lachen noch vergehen....</a>:</p> <blockquote> <p>Diejenigen welche diese abstrusen Forderungen aufstellen und daraus Gesetze machen, wissen das ihnen die Zeit davon läuft. Es muß jetzt alles ganz schnell gehen. In den nächsten 5 Jahren muß das Netz unter der Kontrolle der Herrschenden sein. Sonst ist es verloren. (Und sie übrigens auch…)</p> </blockquote> <p>Vieles deutet darauf hin, dass das tatsächlich so ist. Dieser ganze schnon fast unverhohlene Hass auf die ganzen neuen Errungenschaften des Netzes, diese täglich wachsende Angst vor den neuen Mächten, die an den Monitoren wirken, und das ganze daraus resultierende hektische Einfordern von Rechten für eigene Pfründe in dem angeblich rechtsfreien Raum. Für uns bedeutet das dann wohl einfach: ruhig bleiben, noch ein paar Jahre durchhalten, erfolgreiche Netzwerkstrukturen weiter ausbauen, die digitale Teilnahmekompetenz der Normal-User stetig fördern — bis das Informationszeitalter das Industriezeitalter unumkehrbar abgelöst haben wird.</p> <p>viele Grüße<br /> Stefan Münz</p> 
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